Gebäckträume

  • Südwest
  • Erschienen: Januar 2009
  • ISBN: 978-3-517-08572-2
  • 144 Seiten.
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Brigitte Teigeler
4

Kochbuch-Couch Rezension von Brigitte Teigeler Mai 2009

Praktikabilität

Durch die Vielfalt an Kreationen sowohl für Anfänger als auch für Backprofis geeignet. Sehr verständliche Anleitungen, übersichtliche Struktur, hilfreiches Glossar. Backwerk lässt sich leicht nachbacken, nur wenige Rezepte benötigen aufwendigere Vorbereitung.

Ausstattung

Das Buch ist zwar wunderschön bebildert, aber leider viel zu spärlich.

Eine sehr gelungene Anleitung, um selbst wunderbare und leckere Backergebnisse zu erzielen

Der Meister-Patissier verrät seine Lieblingsrezepte Heinz-Richard Heinemann gehört zu den besten Konditorenmeistern Europas. In seinem neuen Buch verrät er exklusiv Geheimnisse aus seiner Backstube und präsentiert klassische sowie neue Rezepte: von Plätzchen und Konfekt über Teegebäck bis hin zu Petit Fours und Mini-Kuchen. Über Himbeertörtchen mit Holundercreme, Schokoladen-Minigugelhupf oder Walnussscheiben freuen sich alle Kuchenfans. Insbesondere begeistert Heinemanns saisonales Traditionsgebäck mit Rezepten für Faschingskrapfen, Osterbrot, Halloween-Keksen und den besten Rezepten für die Weihnachtsbäckerei.

Gebäckträume aus Mehl und Zucker

Wer erinnert sich nicht an die Weihnachtsgeschichten von Astrid Lindgren? In denen der Tannenbaum duftet und sich im Keller wahre Köstlichkeiten stapeln: Weihnachtsschinken, Fleischklößchen, Leberpastete, Grützwürste und vieles mehr. Ganz zu schweigen von dem Gebäck, das in der Weihnachtszeit auf Birkenlund oder Bullerbü die Kuchendosen füllt: Pfefferkuchen und Mandelmuscheln, Haferkekse und Zimtwecken, Vanillekringel und Safranbrot. Und am Weihnachtsmorgen sitzt die Familie dann am Feuer, trinkt Weihnachtskaffee oder dampfenden Kakao und verzehrt die ganzen Leckereien. Ach, heile köstliche Welt!

Ähnlich wohltuend fühlt es sich an, die "Gebäckträume" von Heinz-Richard Heinemann zu lesen. Hier finden sich über 80 verführerische Kreationen des Konditor- und Confiseur-Meisters: unwiderstehliches Gebäck aus Blätter-, Plunder- oder Mürbeteig, köstliche Minikuchen mit Obst und Schokolade oder klassisches Teegebäck und Plätzchen. Natürlich gibt es auch feinstes Festtagsgebäck wie Zimtsterne, Gewürzkekse, Pfeffernüsse und Elisenlebkuchen.

Wer sich, wie ich selbst, eher als Back-Legastheniker bezeichnet, dem hilft die kleine Einführung des Meister-Konditors. Hier findet sich allerlei zu den wichtigsten Zutaten, den Mengenangaben und den geläufigen Maßeinheiten. Gerade die exakt abgewogene Menge ist entscheidend für gutes Gelingen. Deshalb sind Konditoren auch keine Köche, wie Heinz-Richard Heinemann betont: "Köche dürfen durchaus einmal schätzen, Konditoren aber auf keinen Fall." Wieder etwas Wichtiges gelernt!

Die Gebäckrezepte lesen sich überraschend einfach. Gerade die Klassiker wie Vanillekipferl, Mandelherzen oder Shortbread lassen sich ohne Probleme nachbacken - auch von Anfängern. Ebenso wenig aufwendig sind die Zutaten: Mehl, Zucker, Butter und Eier hat man in der Regel vorrätig. Marzipan, Mandeln, Kuvertüre oder was sonst noch gebraucht wird, gibt es im Supermarkt. Und nur für wenige Rezepte werden spezielle Zutaten benötigt, beispielsweise ein Überzug aus Fondant, der beim Konditor oder übers Internet bestellt werden kann.

Etwas anspruchsvoller wird es im Kapitel "Exquisite Köstlichkeiten". Hier warten kulinarische Höhepunkte der Patisserie: opulente Törtchen, mal mit frischem Fruchtbelag, mal mit Schaum- oder Sahnehaube, feine Schnittchen mit Nuss- oder Vanille-Geschmack und raffinierte Kreationen wie Irish-Cream-Türmchen oder Schweizer-Petits-Fours. Herrlich zum Anschauen und Träumen - aber leider noch nicht ganz meine Liga. Ich bleibe noch eine Weile bei den Zimtsternen und Mandelhörnchen. Ebenfalls köstlich!

Einziger Kritikpunkt: Das Buch ist zwar wunderschön aufgemacht, aber leider gibt es nur etwa zu jedem vierten Rezept ein Foto. Ich persönlich hätte mir mehr optische Leckereien gewünscht – um überhaupt eine Vorstellung davon zu bekommen, wie die fertigen Köstlichkeiten denn ausschauen sollen. Trotz dieses Makels ist Heinemanns "Gebäckträume" eine sehr gelungene Anleitung, um selbst wunderbare und leckere Backergebnisse zu erzielen. Durch die Vielfalt an Kreationen eignet es sich sowohl für Anfänger als auch für Backprofis. Die genauen Zeitangaben zu jedem Rezept, aufgeteilt in Zubereitungszeit, Kühlzeit und Backzeit, erleichtern zudem die Planung.

Fazit:

Und wenn nun das Weihnachtsfest kommt: Ich bin gerüstet. Ich werde unsere Kuchendosen mit Pfeffernüssen und Zimtsternen füllen und am Weihnachtsmorgen zu dampfendem Kakao und anderen Köstlichkeiten einladen. Von Astrid Lindgren können wir schließlich auch heute noch einiges lernen.

Gebäckträume

Heinz-Richard Heinemann, Südwest

Gebäckträume

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