Weihnachtszeit in Lappland
- Christian
- Erschienen: September 2025
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Von magisch bis köstlich!
Annika Rask und ihr Mann haben sich für ein Leben im hohen Norden Schwedens entschieden. In einem Holzhaus ohne Elektrizität und fließendem Wasser, dafür mit sehr viel unberührter Natur ringsum, haben sie ihr Glück gefunden. Dabei war der Autorin Schweden, die Sprache und Kultur nicht fremd, denn ihre Mutter war Schwedin und Besuche in deren Heimat gehörten einfach dazu.
Lappland im Winter
Lappland, das Land der Sámi, erstreckt sich über weite Teile im Norden von Schweden, Norwegen, Finnland und Russland. Im Sommer geht die Sonne nicht unter und im Winter nicht auf. Es ist eine einmalige Natur- und Kulturlandschaft, in die uns Annika Rask entführt. Die vielen Geschichten und die dazu gehörigen Fotos vermitteln das atmosphärisch und eindeutig. Das blaue Licht der wenigen einigermaßen hellen Stunden, die Polarlichter in der Nacht und die Gemütlichkeit des wärmenden Feuers oder das weihnachtlich geschmückte Heim vermitteln ein wohliges Gefühl und machen gleichzeitig die eisige Kälte und Einsamkeit der einfach nur unbeschreiblichen Natur greifbar.
Rezepte von Advent bis zum großen Aufräumen
Auch in Schwedisch Lappland wird für die Advents- und Weihnachtszeit gebacken. Aber nicht nur das, die Adventssonntage bekommen bei Annika jeweils ein spezielles Menü; es gibt natürlich das gut ausgestattete Julbord am Heilig Abend und etwas Deftiges am Knuts-Tag, wenn der Weihnachtsbaum entsorgt wird und die Deko wieder in Kisten verschwindet. Die Rezepte wechseln sich mit vielen Geschichten ab, die uns Bräuche, Natur und die ganz besondere Magie des fast menschenleeren Lapplands näherbringen. Es wird gekocht und gebacken und das so, dass auch Anfänger in Sachen Weihnachtsküche mithalten können. Alles ist in einem Fließtext erklärt, der einfach zu verstehen ist und keine Fragen offenlässt. Die Zutaten dürften bis auf wenige Ausnahmen, wie Elchfleisch, auch bei uns zu erhalten sein. Und den Elch kann man durch ein gutes Stück Rindfleisch bestens ersetzen. Damit man weiß, wie das Endprodukt im Idealfall aussehen sollte, sind die Rezepte mit wirklich schönen Fotos versehen, die außerdem gehörig den Appetit schüren. Und die mitgelieferten schwedischen Namen machen das Ganze noch authentischer.
Kulinarische Reise nach Lappland
Natürlich dürfen auch im hohen Norden Schwedens die typischen Gerichte dieser Festzeit nicht fehlen. Es gibt die Heringe und den Weihnachtsschinken, Weihnachtsmilchreis und Pfefferkuchen. Es gibt aber auch die „Jokkmokkpfanne“, das „Samische Fladenbrot“, die „Wärmende Wintersuppe“ und vieles mehr. Wer es deftig oder süß mag, ist hier bestens aufgehoben.
Wir haben uns einmal quer durch die Weihnachtszeit gekocht. Begonnen haben wir mit „Lussekatter med Vaniöjfyllning“ („Lucia-Katzen mit Vanillefüllung“), einem Hefegebäck. Dann folgten „Souvasklämma“ („Souvasrolle“), ein Wrap mit Salat, Fleisch und Knoblauchsoße. Der dritte Advent wurde durch „Varme Mackor“ („Heiße Sandwiches“) repräsentiert, die mit drei verschiedenen Füllungen gemacht wurden. Dann gab es noch „Kladdkaka“ („DER Schokoladenkuchen“) - 4. Advent; „Janssons Frestelse“ („Janssons Versuchung“) ein Auflauf vom Julbord und „Chokladpannacotta med Vaniljkräm“ (Schokoladen-Panna-Cotta mit Vanillecreme“) aus der Rubrik „Knut“. Die angegebene Koch- und Zubereitungszeit hat ungefähr gestimmt und die Portionen waren mehr als ausreichend groß, sodass wir immer sehr köstlich gegessen haben und vollkommen satt waren.
Fazit
„Weihnachtszeit in Lappland“ ist mehr als ein Kochbuch. Es macht Laune, den hohen Norden Europas auch einmal in der eiskalten und dunklen Jahreszeit zu besuchen. Zur Einstimmung kann man ja schon einmal mit den abwechslungsreichen traditionellen und neu interpretierten Rezepten beginnen und ein Weihnachtsfest wie in Lappland feiern.

Annika Rask, Christian

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