The Pasta Queen

  • Christian
  • Erschienen: April 2025
  • 0
The Pasta Queen
The Pasta Queen
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Nicole Goersch
551

Kochbuch-Couch Rezension vonSep 2025

Praktikabilität

Außer dass man sich an die jahrzeitlichen Saisonalitäten halten sollte, gibt es keine besonderen Schwierigkeiten.

Ausstattung

Tolle Fotos, die direkt Lust auf Essen und Kochen machen, allerdings ist die Autorin auch etwas oft vertreten.

Urlaubsfeeling für Zuhause.

In ihrem ersten Kochbuch hat sich Autorin Nadia Caterina Munno auf Pasta konzentriert, die in ihrer Familie eine besondere Rolle einnimmt. Nun stellt sie in ihrem zweiten Buch die Rezepte ihrer italienischen Lieblingsregionen vor. Diese sind aufgeteilt in die Kapitel Aperitivi, Antipasti, Primi, Secondi, Contorni, Dolci und Street Food. Dabei muss man ihr das einfache Bauernmädchen nicht abnehmen, als das sie sich gerne (vor allem auf den Fotos) perfekt gestylt präsentiert. Sie achtet aber nicht nur auf sich, sondern auch auf die Zutaten und damit verbunden auf die Jahreszeiten und Saisonalitäten.

Italienische Küchenbasics

Bevor es mit den Rezepten losgeht, werden grundlegende Zutaten erklärt wie natives Olivenöl extra oder verschiedene Essigsorten und welche sich wofür am besten eignen. Zudem gibt es kleine Einblicke in die familiäre Küche, was oder wie die Großeltern oder die Urgroßmutter verwendeten. Besonders interessant sind die Erläuterungen zu den Käsesorten und zur Pasta.

Auch die bevorzugten Küchengeräte werden ausführlich vorgestellt, wovon manche Informationen hilfreich sind wie die Olivenöl-Kanne oder die Espresso-Kanne, manche überflüssig wie gute Messer, die man sowieso haben sollte. Besser wäre es gewesen, irgendwo zu vermerken, ob sich die Gradzahlen des Backofens jeweils auf Heißluft oder Ober-/Unterhitze beziehen.

Jedem Kapitel vorangestellt sind Erklärungen zu dem jeweiligen Gang, woher der Name kommt und was traditionell dazu gereicht wird.

Der Startschuss: Aperitivo

Klassiker wie der Aperol Spritz oder der Bellini sind hier zu finden, aber ebenso ungewöhnlichere Drinks wie der Buonasera Cocktail, der uns wegen seiner giftgrünen Farbe lockte, die von gemörserten Basilikumblättern herrührte. Er war sehr erfrischend an heißen Sommertagen, aber nicht ohne!

Deshalb ist es nicht verkehrt – und es wird ausdrücklich empfohlen –, etwas dazu zu essen, am besten ein kleiner Antipasto. Uns reizten dabei „Crostino alla Scarola“ und „Crostino Broccoletti e Salsiccia“. Erstere mit Endivie und Oliven (hier kann man schön mit Spinat oder Mangold variieren), letztere mit Stängelkohl (wurde bei uns durch Blattspinat ersetzt) und der italienischen Wurst Salsiccia. Sehr köstlich, schnell zubereitet und rustikal per Hand zu essen.

Der Star: Pasta

Auch wenn die Autorin schon ein Kochbuch für Pasta veröffentlicht hat, findet der Pasta-Enthusiast hier ein Pastateigrezept inklusive Nonnas Pastaregeln, die man unbedingt beachten sollte. Eine Nudelmaschine benötigt man nicht, aber es erleichtert die Arbeit erheblich. Wenn dennoch die Zeit fehlen sollte, wird man mittlerweile in gut sortierten Supermärkten bei frischer Pasta im Kühlregal fündig und kann so die „Tonnarelli con le Pallottine“ genießen. Bei uns fielen die Hackbällchen allerdings „etwas“ größer aus als bei Nadia Caterina Munno. Geschmeckt haben sie trotzdem.

Die gefüllten Muschelnudeln, „Conchiglioni ripieni limone e ricotta“, waren köstlich zu den Hähnchenschnitzel mit Zitrone, „Scaloppine di pollo al limone“. Die Zitrone war erfrischend, aber durch den Ricotta war das Gericht durchaus mächtig und sättigend. Man findet wunderbare Kombinationsmöglichkeiten, die das Kochbuch zu einem unerschöpflichen Fundus machen.

Der „Pesce al forno“, ein im Ofen gebackener Fisch, eignet sich hervorragend, wenn Gäste erwartet werden, da er eine Weile unbeaufsichtigt vor sich hin schmoren kann. Nicht unerwähnt sollen die Desserts bleiben, die sich an den Klassikern wie Pannacotta orientieren, aber ebenso Unbekannteres bieten wie die „Ciambelline al vino“, Weinkekse, in denen nicht nur Wein verarbeitet wird, sondern die man ebenfalls zu Wein genießen kann.

Fazit

Ein sehr ansprechendes Layout mit appetitanregenden Fotos und kleinen Zeichnungen. Die Tipps, die es zu manchen Zutaten gibt, sind hilfreich und die Rezepte an sich übersichtlich strukturiert. Besonders gut waren die persönlichen Anmerkungen zu manchen Lebensmitteln. Ein Kochbuch, das den italienischen Sommer zurückholt.

The Pasta Queen

Nadia Caterina Munno, Christian

The Pasta Queen

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