The Modern Cook's Year

Erschienen: November 2019

Couch-Wertung

Praktikabilität
Ausstattung

Praktikabilität

Bisweilen fand ich die Rezepte handwerklich ein wenig umständlich beschrieben, hier ist sorgfältiges Durchlesen erforderlich.

Ausstattung

„The Modern Cook’s Year“ ist mit seiner Vielzahl an Rezepten außergewöhnlich reichhaltig. Leider leidet darunter ein bisschen die Übersichtlichkeit. Nicht alle Rezepte sind bebildert, sodass man vor sehr dicht gedrängtem Text steht. Manch ein tolles Rezept geht darin womöglich unter, weil es einfach überblättert wird.

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Lea Gerstenberger
„Besondere Rezepte, die nicht immer sofort zugänglich sind“

Buch-Rezension von Lea Gerstenberger Feb 2020

Anna Jones ist Kolumnistin und Kochbuchautorin, und sie ist überzeugt, dass Gemüse im Zentrum eines jeden Gerichts stehen kann. Mit „The Modern Cook’s Year“ liefert sie mehr als 250 vegetarische und vegane Rezepte, die durch die Jahreszeiten führen.

In der Einleitung verrät Anna Jones, dass sie großen Wert auf saisonale Produkte legt und möglichst regional einkauft. Dennoch kann sie nicht auf importierte Früchte und Gemüsesorten verzichten. Dogmatisch möchte sie also nicht sein, jeder Beitrag zählt allerdings. Wichtig ist ihr, mit Hingabe und Achtsamkeit zu kochen – frei von Stress und Ablenkungen und ganz auf die Sinneseindrücke der Zubereitung fokussiert. Derartig eingestimmt, kann es an die Rezepte gehen, die in folgende Kapitel aufgeteilt sind:

  • Jahresbeginn
  • Frühlingsboten
  • Die ersten warmen Tage
  • Sommer
  • Herbst
  • Winter
  • Basics

Außerdem finden sich ein Rezepte- und ein Zutatenregister im Buch sowie „Geschmackswegweiser“ etwa für Suppe, Bratlinge oder Currypasten. Diese geben systematische Beispiele, wie sich einzelne Komponenten kombinieren lassen, und stellen damit eine wirkliche Hilfe dar, wenn mal wieder die Ideen ausgehen. Zwischendurch gibt es immer wieder Seiten mit Warenkunde oder anderen praktischen Tipps.

Hilfreicher Ratgeber für frische Zutaten

Für den Praxistest habe ich mir bereits den Sommer herbeigewünscht, um noch vielfältigere Zutaten verwenden zu können, doch auch in den momentan aktuellen Rubriken fanden sich leckere Rezepte. Meine erste Wahl fiel auf die Kartoffeln mit Brokkoli und Blutorangencreme. Den langstieligen Brokkoli habe ich nirgends bekommen, aber auch die gewöhnliche Variante hat sehr gut funktioniert. Das Gericht geht schnell und einfach und taugt damit zur Feierabendmahlzeit, ist aber auch als Vorspeise oder Beilage gut zu servieren. Besonders der mit Blutorange verfeinerte Joghurt war lecker und erfrischend. Lediglich die Vorgehensweise, die Kartoffeln zuerst zu kochen und anschließend zu braten, empfand ich als etwas umständlich – sie lassen sich ebenso gut im Ofen knusprig garen.

Außergewöhnlich war der „Vorfrühlings-Eintopf mit gebackenem Ricotta“. Die Mischung aus gebackenen Kartoffeln, geröstetem Romanasalat und knackigen Erbsen und Bohnen in einer Brühe war enorm aromatisch und machte tatsächlich große Lust auf den nahenden Frühling. Lediglich eine Anleitung, wie man den grob geviertelten Salatkopf aus einem Suppenteller essen soll, hat mir persönlich gefehlt. Man ruiniert beim Schneiden zwar die Optik des Gerichts, kommt aber in den Genuss der wirklich besonderen Geschmackskombination.

Zu guter Letzt gab es „Aloo Gobi“, mit Gewürzsauce und Kartoffeln gebackenen Blumenkohl. Geröstet und mit Kokosmilch, Ingwer, Kurkuma und Senfsamen als Gewürzen ergibt er ein aromatisches Gericht, das mit wenig Vorbereitung einfach im Ofen zubereitet werden kann. Die Flüssigkeit wurde bei mir nicht so stark vom Gemüse aufgesaugt wie auf dem Rezeptfoto, was aber gar nicht schlimm ist, denn sie schmeckt auch als Sauce hervorragend. Die Reste kann man wunderbar am nächsten Tag mit Reis als Beilage aufessen.

Das Buch erfordert Zeit, genau wie manche Rezepte

„The Modern Cook’s Year“ ist mit seiner Vielzahl an Rezepten außergewöhnlich reichhaltig. Leider leidet darunter ein bisschen die Übersichtlichkeit. Nicht alle Rezepte sind bebildert, sodass man vor sehr dicht gedrängtem Text steht. Manch ein tolles Rezept geht darin womöglich unter, weil es einfach überblättert wird. Man muss sich für die Lektüre des Kochbuches also ähnlich viel Zeit nehmen wie für das Kochen selbst. Bisweilen fand ich die Rezepte handwerklich ein wenig umständlich beschrieben, auch hier ist sorgfältiges Durchlesen erforderlich. Lässt man sich allerdings darauf ein, kann man die Gerichte wirklich genießen und wird mit vielen neuen Geschmacksideen belohnt. Möchte man die Rezepte als Hauptgerichte servieren, sind die Mengenangaben pro Person nicht gerade reichlich – man darf also gerne großzügig einkaufen.

Fazit:

Das Buch ist keines, welches man spontan aufschlägt, um rasch ein Gericht nachzukochen. Eine Menge Aufmerksamkeit und etwas Planung sind erforderlich, lohnen sich aber. Fleisch vermisst man in keinem der Rezepte, sodass „The Modern Cook’s Year“ geeignet ist, das ganze Jahr hindurch mit Ideen rund ums Gemüse zu begeistern.

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