The Lovely Book of Pies
- Christian
- Erschienen: September 2025
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Einfach fantastisch!
Die Kochbücher von Petra Milde waren bisher immer Highlights und so war ich auf „The Lovely Book of Pies“ schon sehr gespannt. Und was soll ich sagen – ich wurde nicht enttäuscht! Natürlich hat die Autorin wieder einmal ihre anglophile Ader ausgelebt indem sie sich dem ganz typischen Gericht der Pies widmet. Die bekommt man auf der Insel in jedem Pub serviert und auch in den heimischen Küchen werden sie gerne zubereitet. Eben die „Britische Kult-Pastete“!
Von herzhaft bis süß
Pies kann man in vielen Variationen bekommen: Mit Blätter- oder Mürbeteig- und mit Kartoffelbreikruste; herzhaft als vegetarische Variante oder mit Fleisch oder Fisch und natürlich auch süß mit Obst oder Schokolade. Petra Milde stellt sie uns in 50 Rezepten vor und erreicht damit eine unglaubliche Vielfalt. Gleichzeitig backt sie gegen das Vorurteil einer kaum genießbaren britischen Küche an, denn unter der knusprigen Piedecke kommen alle möglichen Aromen zum Tragen, die garantiert Jeden begeistern. Und wenn die Oberfläche auch noch schön verziert ist, genießt das Auge ebenfalls mit.
Schönes Layout mit tollen Fotos
Alles ist in einem ansprechenden bunten Layout in gedeckten Farben gehalten. Zu den Rezepten präsentiert Fotograf Volker Debus stets wunderschöne und atmosphärisch hervorragend gestylte Fotos. Diese Mischung macht aus dem Buch einen echten Hingucker. Dazu kommen die Rezepte, die alle neben dem deutschen auch mit dem englischen Titel benannt werden. Auf den ersten Blick sind die Portionen angeben, aber leider nicht die Zubereitungszeit, was aufgrund der unterschiedlichen Länge schön gewesen wäre. Die Zutaten dagegen sollten alle gut zu erhalten sein, bis vielleicht auf den Haggis, der so typisch für Schottland ist. Auch kann die Liste schon einmal etwas länger sein, denn Pies können auch aus mehr als Ham and Cheddar bestehen!
Die Zubereitung ist in einem gut verständlichen Fließtext gehalten, was alles in allem auch Anfängern die Zubereitung leckerer Pies ermöglichen dürfte. Zwischen den Rezepten sind einige kleine Geschichten eingestreut, die eine Pie-Manufaktur, eine Mühle und zwei typische Geschäfte vorstellen. So kommt die Atmosphäre der britischen Insel auch noch zum Tragen. Doch bevor alles startet, erklärt Milde noch Grundsätzliches und einiges Kuriose.
Eine englische Woche war angesagt
Wenn wir in Großbritannien oder Irland sind, gehören Pies einfach auf den Speiseplan. Nur in der heimischen Küche haben wir sie selten zubereitet. Damit ist jetzt eindeutig Schluss! Mit dem „Lovely Book of Pies“ sind diese nun auf Dauer bei uns zu Hause eingezogen. Nachdem wir die auszuprobierenden Pies gekennzeichnet hatten, fiel uns auf, dass es so gut wie alle des Buches waren. Also wurde eine englische Woche ausgerufen. Es gab „Hand-Pies mit Kochschinken und Cheddar“, „Lachspie mit Spinat und Süßkartoffeln“, „Beef Wellington Pot-Pie“, „Schinken-Lauch-Pie“ und natürlich den „Shepherd‘s Pie“. Als süße Pies wählten wir „Apfel-Pie mit Whiskyrosinen“ und „Grapefruit-Orangen-Pie“. Wenn etwas übrigblieb (viel war es nie!), wurde es eingefroren und kann dann ganz schnell den eventuell plötzlich aufkommenden Pie-Hunger stillen. Und der kommt bestimmt, denn geschmeckt hat alles einfach fantastisch.
Fazit
Petra Milde ist eine Garantin für fantastische Kochbücher! Das hat sie mit „The Lovely Book of Pies“ wieder einmal nachdrücklich bewiesen. Wer gerne die „Kult-Pastete“ von der britischen Insel probieren möchte, ist hier eindeutig richtig!

Petra Milde, Christian

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