Terra Mediterranea

  • Fischer
  • Erschienen: Oktober 2022
Terra Mediterranea
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Nicole Goersch
4

Kochbuch-Couch Rezension vonDez 2022

Praktikabilität

Die meisten Zutaten sind in gängigen deutschen Supermärkten zu bekommen, bei manchen Spezialitäten wie das Sumak-Gewürz ist es vielleicht etwas schwieriger, aber nicht unmöglich.

Ausstattung

Daniel Speck hat kein reines Kochbuch vorgelegt, sondern erzählt auch Geschichten, die den dominanten Part ausmachen. Dazu gibt es Fotos, die aus einem privaten Album entnommen scheinen. Diese sind teilweise klein an den Rand gedrückt, was teilweise schade ist.

Urlaubsgefühle für Zuhause

Der Autor dieses Kochbuchs, Daniel Speck, ist eigentlich für seine Romane bekannt, in denen er Zeiten, Generationen und Kulturen miteinander verknüpft. Das merkt man hier deutlich, da es relativ wenige Rezepte – es sind aber immerhin 58 – gibt, dafür aber mehr Geschichten aus den drei Mittelmeerländern Italien, Tunesien und dem Heiligen Land. So sind auch die Kapitel und Rezepte unterteilt.

Für die Menschen des Mittelmeerraums ist es wichtig, dass sich jeder an ihrer Tafel willkommen fühlt. Deshalb gibt es immer reichlich zu essen. Darin sind sich alle Kulturen trotz ihrer Unterschiede einig.

Persönliche Rezepte dreier Köche

Daniel Speck hat die Rezepte von Martina Caruso aus Salina, Jacob Lellouche aus Tunis und Fadi Kattan aus Betlehem gesammelt und präsentiert sie nun in diesem Kochbuch zusammen mit Geschichten zu den Gerichten.

Los geht es in Salina. Sehr persönlich berichtet der Autor von seiner Reise zu der kleinen Insel, was er erlebt hat und wie er sich durch die Gegend gegessen hat. Unterstützt wird das von Fotos, die wie aus einem Familienurlaubsalbum wirken.

Auszüge aus den Romanen fügen sich in die Geschichten ein und werden in einem Orangeton hervorgehoben. Außerdem erfährt man, aus welchem Buch das Zitat stammt.

Auf der Suche nach Rezepten

Die Rezepte sind ein wenig versteckt zwischen den Fotos und nach den amüsanten, persönlichen Erzählungen. Neben der Zutatenliste und den Zubereitungsschritten erfährt man auch Wissenswertes über das Gericht, die Bezeichnung oder die verwendeten Zutaten.

Wir probierten als erstes die Linguine mit Mandelmilch und Muscheln, was zunächst ungewöhnlich klingt, aber sehr lecker schmeckt. Man kann es gut vorbereiten, da die meiste Arbeit das Auslösen des Muschelfleischs ist.

Aus dem zweiten Teil, Tunis, testeten wir den „Fisch in Ahraimi-Sauce“. Wir entschieden uns für ganze Dorade und kochten dazu den traditionellen Couscous und den „Kartoffelsalat mit Kreuzkümmel und Harissa“. Der Couscous eignete sich auch hervorragend für den nächsten Mittag als leichter Lunch.

Schlussendlich wagten wir uns an das uns unbekannte Gewürz Sumak heran. Leicht säuerlich bringt es eine eigene Note an eine Speise. Wir garten damit das Hähnchen auf Fladenbrot und reichten dazu „Karottensalat mit Kreuzkümmel“. Wunderbar!

Fazit

„Weil im Meer niemand eine Mauer errichten kann, war es immer schon eine Brücke.“ Was für Kulturen gilt, gilt natürlich auch für die Küche. Ein schönes Lese-Koch-Buch, das Lust auf mediterrane Gerichte und Geschichten macht.

Terra Mediterranea

, Fischer

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