Tamu – Das vegane Afrikakochbuch

  • Prestel
  • Erschienen: März 2026
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Tamu – Das vegane Afrikakochbuch
Tamu – Das vegane Afrikakochbuch
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Carola Krauße-Reim
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Kochbuch-Couch Rezension vonMai 2026

Praktikabilität

Die Rezepte sind schon etwas knifflig und nichts für Anfänger.

Ausstattung

Das Layout ist in warmen Erdfarben und einem dunklen Magentaton gehalten, was sofort auf Afrika einstimmt.

Rezepte sind nicht immer leicht zu realisieren.

Die in Ruanda geborene Jane Nshuti ist heute Lehrerin und Gründerin von „Tamu by Jane“ in Kapstadt. Sie hält Vorträge über vegane Ernährung, hält Workshops ab und hat ihre Kochkursserie „Migrating Home“. Ihre Einstellung zum Essen generell sowie ihren Willen, die afrikanischen Traditionen diesbezüglich zu erhalten, fand sie in den Flüchtlingslagern der Demokratischen Republik Kongo.

Warme Erdfarben entführen nach Afrika

Der afrikanische Kontinent hat seine ganz eigene Küche, die aber leider in Europa noch relativ unbekannt ist. Das möchte dieses Kochbuch ändern. Über 12 Länder werden bereist und mehr als 70 Rezepte vorgestellt. Es geht von Südafrika bis hinauf nach Marokko und Ägypten. Das Layout ist in warmen Erdfarben und einem dunklen Magentaton gehalten, was sofort auf Afrika einstimmt. Die Einführungen zu jedem Land mit seiner ganz typischen Küche, verbunden mit den schönen Food-Fotos, machen dann endgültig Lust auf das Ausprobieren.

Und dann kann es Probleme geben

Die Autorin hat zu fast jedem Rezept eine kleine und oft sehr persönliche Geschichte parat, was das Rezept zu etwas ganz Besonderem werden lässt. Doch die Zutatenliste ist leider nicht selten sehr ernüchternd. Natürlich ist die Küche authentisch, was für uns bedeutet, dass manche Zutaten nur sehr schwer erhältlich sein dürften oder sogar ganz unbekannt sind. Letzterem wird durch gesonderte Erklärungen zu einzelnen Lebensmitteln zwar abgeholfen, nur ändert das nichts an der Tatsache, dass die Zutaten hierzulande unmöglich zu beschaffen sind. Außerdem sind diese kleinen Essays im ganzen Buch verstreut und in keinem Register gelistet. So weiß man nicht, was und wo etwas besprochen wird.  Davon aber abgesehen, ist die Anleitung des Rezeptes durch eine Schritt-für-Schritt Erklärung übersichtlich und die Gerichte sehr abwechslungsreich. Und wenn man vielleicht doch an z.B. Maniok, Egusi, Tigernuss, Fonio oder Teff kommt, wird die Auswahl der realisierbaren Gerichte gleich größer.

Es wurde afrikanisch in der heimischen Küche

Wir haben uns drei Gerichte ausgesucht, die für uns praktikabel waren. Den Beginn machte „Chibwabwa“, eine Erdnuss-Auberginensuppe aus Sambia. Die hat zwar nicht wirklich ansprechend ausgesehen, dafür aber umso besser geschmeckt. Dann folgten „Betingan Bil Zeit“ (Marinierte Auberginen), die ich noch aus meiner Zeit in Ägypten kenne und die sehr authentisch geschmeckt haben. Dazu gab es eine „Tajine Bil Khodar“ (Langsam gegarter Gemüseeintopf) aus Marokko, der ebenfalls sehr gut geschmeckt hat. Sobald ich eine Möglichkeit finde, an exotischere Zutaten zu gelangen, werde ich mit Sicherheit noch mehr ausprobieren, denn die Geschmacksrichtungen sind sehr interessant und die Gerichte ebenso. Bis dahin bleibt mir aber nur, mich an dem Dargestellten zu erfreuen und das Kochbuch als eine Art kulinarischen Reiseführer zu sehen, der mich in die Küchen Afrikas entführt.

Fazit

Optisch ein sehr gelungenes Kochbuch, allerdings dürfte die Zubereitung vieler Speisen aufgrund der speziellen Zutaten schwierig sein. Dennoch ist einiges machbar und das Ergebnis zeigt, wie schmackhaft, aromatisch und abwechslungsreich die Küche Afrikas ist. Und selbst wenn man gar nichts ausprobieren kann oder möchte, ist das Buch ein kulinarischer Reiseführer in 12 Länder des afrikanischen Kontinents, bei dem schon das Durchblättern Spaß macht.

Tamu – Das vegane Afrikakochbuch

Jane Nshuti, Prestel

Tamu – Das vegane Afrikakochbuch

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