Surf and Turf um die Welt

Erschienen: September 2020

Couch-Wertung

Praktikabilität
Ausstattung

Praktikabilität

Die Zutaten sind nicht für den schmalen Geldbeutel geeignet, und oft werden nur kleine Mengen der exotischen Komponenten benötigt. Wer nicht in Küstenregionen lebt, könnte zudem Schwierigkeiten haben, die Fischzutaten überhaupt zu bekommen.

Ausstattung

Jeder Leckerei ist eine Doppelseite gewidmet: Zutaten und Zubereitung eindeutig und übersichtlich auf der linken Seite und ein stets sehr schönes Foto auf der rechten Seite. Zur allgemeinen Einführung gibt es eine „Fisch- & Fleischkunde“ und ein Register, nach Zutaten alphabetisch angelegt, im Anhang.

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Carola Krauße-Reim
Nichts für den schmalen Geldbeutel

Buch-Rezension von Carola Krauße-Reim Sep 2020

„Surf and Turf“ oder, wie es in Australien heißt, „Reef and Beef“ ist die Kombination von Fleisch und Meeresgetier in einem Gericht. Unter dieser Prämisse nimmt uns Guido Schmelich mit auf eine kulinarische Weltreise. In dem hervorragend ausgestatteten Buch können wir Rezepte aus Ozeanien, Amerika, Afrika, Europa und Asien nachkochen. Dabei ist jeder Leckerei eine Doppelseite gewidmet: Zutaten und Zubereitung eindeutig und übersichtlich auf der linken Seite und ein stets sehr schönes Foto auf der rechten Seite. Zur allgemeinen Einführung gibt es eine „Fisch- & Fleischkunde“ und ein Register, nach Zutaten alphabetisch angelegt, im Anhang.

Zutaten, die es in sich haben

Schon bei der Vorstellung des hauptsächlich für Surf and Turf zu verwendenden Fisches und Fleisches habe ich geschluckt: Hummer, Kaisergranat, Flusskrebse, Langusten, Rinderfilet, Rinderlende und Rindersteak... Also nichts, was den Geldbeutel schont. Natürlich gibt es auch Rezepte, die man mit günstigeren Alternativen kochen kann, aber im Buch sind das nur wenige und zu den edleren Zutaten werden vom Autor grundsätzlich keine Alternativen genannt. Hier ist bei einem schmalen Geldbeutel ein wenig Kreativität gefragt, wenn man auf Surf and Turf nicht verzichten will. Und selbst, wer die Originalzutaten verwenden will, steht doch teilweise vor dem Beschaffungsproblem. In Küstennähe sind die Fischgeschäfte eventuell auf solche Meeresgetier-Wünsche vorbereitet, aber bei uns im Süden hat man da schon Probleme, weswegen ich nicht lange überlegt habe und kurzerhand die im Schwabenland gut erhältlichen Riesengarnelen genommen habe.

Die Zutaten neben Fisch und Fleisch haben bei mir auch nicht gerade Freudensprünge erzeugt. Zwar sind sie mehr oder weniger in jedem Fachgeschäft oder gut sortierten Supermarkt zu erhalten, aber es werden immer nur so geringe Mengen von teilweise sehr Exotischem gebraucht, dass man die Reste kaum aufbrauchen kann. Dazu kommt, dass es selten die gleichen Zutaten bei den unterschiedlichen Rezepten sind. Da Fisch und Fleisch meistens gegrillt werden, ist für die Zubereitung natürlich ein Grill von Nöten, aber ich glaube, im Notfall tut es auch eine Pfanne, selbst wenn die Röst- und Grillaromen dann vielleicht nicht so herauskommen.

Surf and Turf aus aller Welt

Wir haben aus jedem Kapitel mindestens ein Rezept zubereitet. Europa präsentierte sich mit „Gebeizter Lachs mit Kalbspflanzerl“ und „Surf and Turf Maultaschen“. In beiden Fällen muss man Zeit einplanen, denn der Lachs braucht 48 Stunden, bis er fertig gebeizt ist und die Herstellung der Maultaschen und ihrer Gemüsebrühe braucht auch eine ganze Weile. Doch geschmeckt hat beides gut. Aus Asien gab es „Surf and Turf Currywurst“ - ein SEHR eigenwilliges Gericht! Eine Bratwurst mit einer Paste aus Ananas, Schmand, Sauerrahm und Currypulver bestrichen und dazu Garnelen mit gerösteten Ananas - gewöhnungsbedürftig, doch interessant. Aus Afrika suchten wir uns „Suya-Grillspieße mit Garnelen-Kokos-Reis aus. Das mit gemörserten Cashew- und Erdnusskernen, Erdnussmus und Erdnussöl marinierte Fleisch war hervorragend und der Reis auch gut, wobei gerade bei diesem Rezept die geringe Menge an sehr unterschiedlichen Zutaten, die nicht so häufig Verwendung finden, aufgefallen ist und ich das Tomatenmark nicht angeröstet habe, wird es doch dadurch lediglich bitter.

Die „Mutterländer“ des Surf and Turf“, Amerika und Ozeanien, haben uns „Burrito mit Mango-Guacamole“ und „Cheese-Chicken mit Tiger-Prawns und Lachs“ beschert. Das Burrito hat vor allem durch die Mango-Guacamole gepunktet, die einen herrlich fruchtigen Geschmack an Fleisch und Garnelen zauberte und dazu noch schnell zubereitet war. Bei dem Gericht aus Ozeanien habe ich die Tiger-Prawns gegen Riesengarnelen und den 1 TL (!) Sriracha-Sauce durch Chilliflocken ausgetauscht. Hier werden die Komponenten nicht gemischt, sondern lediglich zusammen gereicht und mit gegrillten Kiwis und einer Gorgonzolasauce ergänzt. Auch hier muss man Zeit fürs Marinieren einplanen. Mit einer Scheibe Baguette schmeckt die Kombination aber wirklich lecker.

Fazit:

„Surf and Turf“ bietet eine Vielzahl an Gerichten, die eine Kombination von Fleisch und Meeresbewohnern beinhalten. Die Präsentation der Rezepte ist hervorragend geglückt, nur die Ausführung in der Praxis ließ, was die Zutaten betraf, einiges zu wünschen übrig. Aber da muss man durch, wenn man nicht, wie bisher, Fisch und Fleisch als getrennte Mahlzeiten servieren will.

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