Sri Lanka - Das Kochbuch

Erschienen: Januar 2018

Bibliographische Angaben

  • ISBN: 978-3-95961-192-3
  • 272 Seiten.

Couch-Wertung

Praktikabilität
Ausstattung

Praktikabilität

Es wird direkt zu Beginn darauf hingewiesen, dass die Rezepte teilweise über Generationen hinweg mündlich übermittelt wurden und es keine genauen Angaben zu den Mengen gibt. Deshalb kann man selber auch großzügiger oder sparsamer mit manchen Zutaten umgeh Die Schrift hätte etwas größer sein können und bei der Zubereitung hätte der ein oder andere Absatz mehr Übersichtlichkeit gebracht. Eine umsichtige Planung ist vonnöten, denn für manches Rezept braucht man viel Zeit für die Zubereitung. Die Zutaten hat man meistens nicht im Schrank vorrätig, so dass man sich rechtzeitig nach entsprechenden Lebensmittelgeschäften erkundigen sollte, die

Ausstattung

Besser geht es kaum noch. Die Rezepte sind eingebettet in die Geschichten der Menschen, von denen sie stammen und werden ergänzt mit Fotos, die während des Kochens, Füllens, Backens etc. geschossen wurden. Ein absolutes Muss für Sri Lanka-Liebhaber und so

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Nicole Goersch
Eine exotisch-kulinarische Reise, an die man selbstbewusst herantreten sollte.

Buch-Rezension von Nicole Goersch Mai 2018

Der Untertitel verspricht "60 authentische Rezepte aus der Küche Ceylons", weshalb sich der Leser und Hobbykoch direkt klar sein sollte, dass es durchaus Zutaten geben kann, die man entweder nicht in jedem x-beliebigen Supermarkt kaufen kann oder von denen man noch nie gehört hat. Bei mir war das beispielsweise der Fall bei "jaggery-Pulver" oder dem "rampe-Blatt", so dass ich froh war über das am Ende befindliche Glossar, das nicht nur die regional typischen Lebensmittel erklärt, sondern auch eine eventuelle Alternative vorschlägt, falls man so gar nicht fündig wird. Dies war zum Beispiel bei der "Lebensmittelfarbe Eigelb" der Fall, die aber leicht durch Safran oder Kurkuma ersetzt werden konnte.

Während des ersten Durchblätterns fielen mir die teilweise sehr langen Zutatenlisten auf. Das hat vor allem mit den zahlreichen Gewürzen zu tun, die in den Rezepten Verwendung finden. Sie verbreiteten einen unnachahmlichen Geruch in der Küche und versprachen Gaumenfreuden der exotischen Art.

Weil sich die Speisen gut für viele Leute eignen, habe ich ein paar Freunde als Versuchskaninchen eingeladen und mehrere Rezepte ausprobiert. Der Zeitaufwand war dabei erheblich, aber lohnenswert.

Sehr wichtig ist, sich alles zuvor gut durchzulesen, um eventuelle Ruhezeiten zum Marinieren einzukalkulieren. Die Zutaten sind, wie bereits erwähnt, sehr speziell und nur in ausgesuchten asiatischen Supermärkten zu bekommen. Als Hobbykoch sollte man zudem über eine gewisse Erfahrung in der asiatischen Küche verfügen, um vor Alternativen nicht zurückzuschrecken.

Ich versuchte mich als erstes an der Chilisauce, die eigentlich zu den Garnelen-Vadai gereicht wird, ich aber wollte sie für die Gemüse-Patties haben. Erst wird eine Gewürzpaste hergestellt, die dann mit weiteren Zutaten eingekocht wird. Sehr einfach herzustellen, aber ein wunderbares Geschmackserlebnis. Ebenso wie die Gemüse-Patties, die das Highlight der Tafel waren. Der Teig war perfekt zu verarbeiten, die Füllung allerdings (ich verwendete Paprika anstelle des Weißkohls) viel zu viel.

Als Snack zu Beginn sollte es die Chili Bites geben, die mir jedoch viel zu groß gerieten und deshalb vielleicht ein wenig pappig waren. Außerdem war der Teig sehr klebrig und ließ sich nur schwer verarbeiten.

Als Kostprobe gab es "Gebratenen Trockenfisch", wobei ich auf frischen Seelachs zurückgegriffen habe, und "Dubbi Nandu", das ich mit bereits ausgelöstem Krebsfleisch zubereitet habe. Für beide Rezepte unverzichtbar ist geröstetes Currypulver, das man unbedingt besitzen sollte. Eine Anleitung, wie man es selber herstellen kann, ist ebenfalls im Buch enthalten.

Sowohl das "Biryani-Chicken-Korma-Curry" als auch das "Gebratene Hähnchen in würziger Sauce" schmeckten hervorragend zu dem "duftenden Samba-Reis".

Eine exotisch-kulinarische Reise, an die man selbstbewusst herantreten sollte, um seiner Küche Farbwürze und Geschmacksfreude zu verleihen. Angereichert ist das Buch mit zahlreichen Porträts der singhalesischen Köche und Köchinnen sowie farbenprächtiger Fotografien, die zu einem vollendeten Erlebnis beitragen.

Fazit:

Es geht bei diesem Kochbuch nicht nur um die Rezepte, die teilweise für Anfänger schwierig nachzukochen sind, sondern um die Liebe zu Sri Lanka und seinen Bewohnern. Die Geschichten der Menschen runden das Buch zu etwas Besonderem ab.

Sri Lanka - Das Kochbuch

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