MundArt

  • Tyrolia
  • Erschienen: Mai 2025
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MundArt
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Carola Krauße-Reim
551

Kochbuch-Couch Rezension vonAug 2025

Praktikabilität

Alles klar gegliedert, jedoch fehlen Zubereitungszeit und Portionenanzahl. Zutaten sind alltäglich und bestimmt im gut sortierten Supermarkt erhältlich.

Ausstattung

Gelungenes Layout mit Fotos zu Zubereitungsschritten und zudem sehr gelungene Food-Fotos. Eingestreute Gedichte ergänzen die Rezepte

Eine Köstlichkeit nach der anderen.

Wer das Innsbrucker Stadtmagazin 6020 kennt, kennt Florian Seidl. In der Kolumne „MundArt“ zeigt er der Leserschaft Rezepte, kocht seit 20 Jahren immer wieder Köstliches und fotografiert das auch. Jetzt ist aus dem Repertoire ein erstes Kochbuch geworden, dem hoffentlich noch mehr folgen werden.

Wunderbar!

Das war mein erster Gedanke beim Durchblättern. Die Kapitel sind den einzelnen Jahreszeiten gewidmet, jedoch sind die Rezepte nicht unbedingt als saisonal anzusehen. So gibt es im Frühling z.B. auch „Schlutzkrapfen“ oder „Dim-Sum-Täschchen“, im Sommer z.B. „Alio e Oli“ oder „Chicken-Nuggets in Cornflakes-Panier mit Mango-Chutney“, im Herbst „Zitronenbackhendl“ oder „Tomaten-Kartoffel-Auflauf“ und der Winter glänzt mit z.B. „Müsliriegel á la Hausgemacht“ und „Pasta con Sugo di Seppia“. Das Layout ist wunderbar bunt und gleichzeitig sehr schön übersichtlich.

Die Zutatenlisten für die Köstlichkeiten meist relativ kurz und immer in die einzelnen Komponenten des Gerichtes eingeteilt. Die Zubereitungsschritte sind in einem sehr gut verfolgbaren Fließtext wiedergeben und zudem – etwas Besonderes! - in kleinen Fotos auch optisch nachzuvollziehen.

Und dann gibt es die Food-Fotos, die wirklich erstklassig sind und das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Zudem sind Gedichte eingestreut, die sich auf manche vorgestellten Gerichte beziehen und den Rezeptteil ergänzen. Wirklich gelungen! Leider fehlen Angaben zur Zubereitungszeit und die Portionenanzahl. Dafür ist aber auf den ersten Blick zu erkennen, ob ein Gericht „vegan“, „vegetarisch“, „mit Fleisch“ oder „mit Fisch“ ist.

Von süß bis herzhaft ist alles vorhanden

Die 80 Rezepte decken alle Geschmacksbereiche ab und sind wirklich vielfältig. Uns haben nur ganz wenige Gerichte nicht direkt angesprochen und so fiel es mal wieder schwer, eine Auswahl zu treffen. Eigentlich wollten wir ein Gericht aus jeder Jahreszeit kochen, doch im „Frühling“ konnten wir sowohl dem „Murgh Makhani (Butter Chicken)“ als auch den „Salzburger Nockerln“ nicht widerstehen. Wer beim Hühnchen „Chilipulver“, „Knoblauch-Ingwer-Paste“ und „Garam Masala“ selbst herstellen will, bekommt von Seidl die Zubereitung an die Hand. Wir haben uns das allerdings gespart und auf unseren Gewürzvorrat zurückgegriffen, was den Zeitaufwand für das Gericht auf ein Minimum beschränkt hat.

Der „Sommer“ wurde mit „Topfennockerl“ auf einem Marillenspiegel repräsentiert, was wirklich schnell zubereitet war, wie auch die „Indische Kartoffelfrittata“ aus dem Herbst. Und bei den „Lachsnudeln“ aus dem Winter kann man wieder Zeit sparen, wenn man fertige Nudel nimmt – aber wieder ist auch die Nudelzubereitung angegeben. Was soll ich sagen – die Rezepte sind in das familieneigene Repertoire aufgenommen worden, denn alles hat ganz hervorragend geschmeckt!

Fazit

Ein tolles Kochbuch, das bestimmt für alle Hungrigen etwas Köstliches bereithält. Gerade Anfänger finden hier eine enorme Vielfalt, deren Herstellung nicht schwierig ist und zudem noch durch Fotos der einzelnen Kochschritte ergänzt wird. Also ran an den Herd und kreieren Sie MundArt!

MundArt

Florian Seidl, Tyrolia

MundArt

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