Mit dem Little Library Cookbook durchs Jahr

Erschienen: September 2019

Couch-Wertung

Praktikabilität
Ausstattung

Praktikabilität

Die Zutatenlisten und Anleitungen sind klar und einfach strukturiert, wobei manche Zubereitungshinweise ausführlicher sein könnten. Angaben zur Zubereitungszeit wären hilfreich gewesen. Ansonsten sind Rezepte für Anfänger und geübtere Köche mit dabei.

Ausstattung

Die Kapitel sind passend zu den jeweiligen Jahreszeiten farblich gestaltet und mit zahlreichen großformatigen Fotos versehen. Diese sind modern, nicht überladen und erzeugen die richtige Atmosphäre für die jeweiligen Jahreszeiten.

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Lea Gerstenberger
Eine kulinarisch-literarische Begleitung für alle Jahreszeiten

Buch-Rezension von Lea Gerstenberger Okt 2019

Mit ihrem „Little Library Cookbook“, das den Gerichten aus bekannten Romanen der Weltliteratur die passenden Rezepte verleiht, hat die Foodbloggerin Kate Young im vergangenen Jahr einen Hit gelandet. Das bewährte Konzept wird in „Mit dem Little Library Cookbook durchs Jahr“ fortgesetzt, aber auch ein wenig abgewandelt – wieder mit einer Menge Rezepte und ganz vielen Literaturtipps.

Die mehr als 100 präsentierten Gerichte sind in folgende Kapitel aufgeteilt:

  •  Lange Winternächte
  •  Erste Frühlingsboten
  •  Der verschwenderische Frühling
  •  Hochsommer
  •  Wenn die Blätter sich verfärben
  •  Wenn die Tage kürzer werden

Hier wäre es hilfreich gewesen, die einzelnen Rezepte direkt mit ins Inhaltsverzeichnis zu packen (sie sind stattdessen gemeinsam mit den Zutaten im hinteren Register gelistet). Indem man durch die Jahreszeiten schmökert, findet man allerdings gleich in die richtige Stimmung und wird auf die Gerichte und Zutaten aufmerksam, die gerade Saison haben. Dabei bietet das reichhaltige Buch wieder Rezepte aller Couleur an: Von rustikalen Eintöpfen über fruchtige Salate und exquisites Fleisch bis hin zu aufwändigen Torten werden nahezu alle Geschmäcker und Schwierigkeitsgrade abgedeckt, auch für Vegetarier sind deutlich mehr Gerichte dabei als im ersten Buch. Man wird darin also immer fündig, egal, ob man ein einfaches Feierabendgericht braucht oder ein Festessen plant – viele der Rezepte eignen sich gut für die Zusammenstellung eines Menüs, zumal auch Fingerfood und Cocktails nicht fehlen.

Die Zutatenlisten sind stets übersichtlich, die Anweisungen in den Rezepten klar und umsetzbar gehalten. Da die Gerichte so variantenreich sind, wären ungefähre Angaben zur Zubereitungszeit hilfreich gewesen, hier muss man sich ein wenig auf seine Erfahrung verlassen. Die Mengenangaben sind gut dazu geeignet, die Gerichte in Menüs zu kochen, ansonsten kann man ruhig etwas großzügiger einkaufen. Gestaltet ist das Buch wieder äußerst ansprechend. So schnörkellos und übersichtlich die Rezepte sind, so liebevoll und einladend wirken die Fotos, welche die Stimmungen der verschiedenen Jahreszeiten hervorragend einfangen. Jedes Kapitel ist auch dezent, aber sehr passend mit einer entsprechenden Farbgebung versehen. Ein weiterer Pluspunkt ist das handliche Format, denn trotz der zahlreichen Rezepte ist das Buch kompakt, relativ leicht und passt damit sehr gut auf jede noch so kleine Küchentheke.

Dem Praxistest unterzogen wurden der Soulfood-Klassiker Mac & Cheese, das indisch angehauchte Spinat-Panir-Curry und der Wolfsbarsch mit Kartoffelgratin und eingelegtem Fenchel. Man sollte nie wieder ein anderes Rezept für Mac & Cheese wählen, das Gericht war einfach, gelingsicher und wunderbar cremig-käsig – perfekt für gemütliche Abende in der kalten Jahreszeit. Das leckere indische Curry hätte etwas mehr exotische Würze vertragen, hier kann das Rezept als Grundlage genommen und nach eigenem Geschmack variiert werden. Probleme gab es dabei nur beim höchst widerspenstigen Teig für die Fladenbrote, der mit dem angegebenen Mischungsverhältnis überhaupt nicht funktioniert hat. Sehr verlässlich kam dagegen der Wolfsbarsch daher, der mit dem cremigen Kartoffelgratin und der säuerlichen Note des Fenchels wunderbar harmoniert und sich wegen der gut vorzubereitenden Komponenten auch dazu eignet, Gäste zu verwöhnen.

Im Gegensatz zum ersten „Little Library Cookbook“ ist nicht mehr jedes Gericht streng einem Roman zugeordnet. Manche sind nach wie vor unmittelbar einem Literaturklassiker entnommen, bei anderen berichtet die Autorin stattdessen, welche Titel aufgrund ihrer Atmosphäre als Inspiration gedient haben und gleich für mehrere Rezepte Pate stehen. Und am Ende jeder Jahreszeit gibt es eine Auflistung vieler weiterer passender Buchtitel, sodass auch das zweite „Little Library Cookbook“ seinem Namen wieder alle Ehre macht und dazu einlädt, sich auf kulinarische und literarische Abenteuer zu begeben.

Fazit:

Kate Young bleibt ihrem bewährten Konzept treu, ohne ihr erstes Kochbuch einfach zu wiederholen. „Mit dem Little Library Cookbook durchs Jahr“ feiert erneut die Freude am Kochen und am Lesen und ist mit einer stattlichen Anzahl an Rezepten äußerst vielseitig und reichhaltig. Durch die ansprechende Gestaltung nimmt man es einfach gerne in die Hand – so liefert es ein wunderschönes und originelles Kompendium, von dem man sich gerne das ganze Jahr hindurch begleiten lässt.

Mit dem Little Library Cookbook durchs Jahr

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