La Pizza. Ein gutes Stück Italien

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • ISBN: 978-3-99011-032-4
  • 168 Seiten.

Couch-Wertung

Praktikabilität
Ausstattung

Praktikabilität

leicht bis mittel – wenn man nach einiger Übung die Herstellung des Pizzateig beherrscht sehr gut und sprachlich anspruchsvoll Alles lässt sich gut umsetzen, bei der heimischen Küche hilft ein Pizzastein für den Backofen.

Ausstattung

In jeder Hinsicht: perfekt.

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Hermann Cölfen
Das ultimative Buch zur Pizza. Wirklich!

Buch-Rezension von Hermann Cölfen Mai 2011

Wer meint, alles Nötige über den Fast-Food-Klassiker „Pizza“ zu wissen, täuscht sich vermutlich. Aber wer glaubt, dass die Pizza ein simples und nicht allzu spannendes Alltagsgericht ist, irrt gewaltig. La Pizza. Ein gutes Stück Italien macht auf persönliche und zugleich grundsolide Weise mit dem Phänomen „Pizza“ vertraut und zeigt, dass viel mehr in diesem scheinbar so simplen Alltagsgericht steckt, als man gemeinhin denkt.

Vollmundig wird im Vorwort behauptet, dass die Pizza in Neapel erfunden worden ist, und schon wenige Seiten später heißt es gar: „Die allererste echte Pizza allerdings wurde in Neapel gebacken und das mindestens schon im 18. Jahrhundert“. Wie bitte? Da gab es doch schon die Focaccia der Etrusker, alle möglichen Sorten von Fladenbroten im Orient und Altertum …Aber so war das nicht gemeint, wenn hier von der ersten echten Pizza die Rede ist. Es geht Nikko Amandonico und seinen Co-Autoren hier um die Pizza, die wir heute als Prototypen aller Pizza-Variationen betrachten. Deren Hauptzutaten Hefeteig, Tomaten oder Tomatensauce, Knoblauch, Mozzarella und Basilikum oder Oregano sind. Streng genommen halten nur zwei „echte“ Pizzen der Bewertung der Associazione Verace Pizza Napoletana (AVPN) stand, die über die Pizza-Tradition in Neapel wacht: die Pizza Margherita (Büffelmozzarella und Basilikum) und die Pizza Marinara (Knoblauch, Oregano, Olivenöl). Das Glaubensbekenntnis der AVPN lautet: „La pizza napoletana non ha inventori, non ha padri, non ha padroni, ma è frutto della genialità del popolo napoletano.“ was übersetzt heißt: „Die neapolitanische Pizza hat keine Erfinder, keine Väter, keine Besitzer, sondern ist nur das Ergebnis des Einfallsreichtums der Menschen von Neapel.“

So darf man auch den Anspruch der Neapolitaner verstehen, wenn sie sich mit vollem Recht gruselnd von Pizza-Rezepten abwenden, die außer Hefeteig und Tomatensauce nichts mehr von der ursprünglichen Idee der neapolitanischen Pizza erkennen lassen. Selbstverständlich kann jede/r die Pizza nach eigenem Geschmack belegen, und auch Amandonico befindet sich nicht auf einem Kreuzzug gegen Pizza Hawaii oder Exoterischerem (wie etwa Pizza mit Gyros). Stattdessen – und das macht dieses Buch so einmalig und wertvoll – erklärt er uns in aller Ausführlichkeit, was den Zauber der ursprünglichen Rezepte ausmacht. Dazu wird jede einzelne Zutat detailliert beschrieben: wie man den perfekten Teig herstellt, wie guter Büffelmozzarella hergestellt wird, warum man auch bei Basilikum und Tomaten auf hohe Qualitätsstandards achten muss. Bei all dem werden auch die Geschichte und Tradition der Zutaten in Texten und Bildern erzählt.

La Pizza ist nur zu einem Drittel ein Rezeptbuch – in den vorderen zwei Dritteln geht es um Neapel, dessen (Kultur-)Geschichte, Architektur, Politik und viele mehr …alles auf eine Art und Weise erzählt, in der man die Begeisterung und Bewunderung des Autors, der Texter und der Fotografin für diese Region erkennen kann. Selten ist die Nachbarschaft von Fotos und Texten so harmonisch wie in diesem Buch, beide erzählen auf unterschiedliche Weise die gleiche Geschichte. Und das sehr überzeugend.

Fazit:

Wer nur mal eben ein Rezept für eine Pizza-Variation sucht oder das Verhältnis von Wasser, Hefe und Mehl für den Teig nachschlagen möchte, wird hier zwar fündig, hätte aber für diesen flüchtigen Blick das Buch unterfordert. La Pizza ist eine Lektüre für Genießer, für Liebhaber der Pizza, die sich einmal ganz intensiv mit der Sache beschäftigen und auch etwas über deren Kultur und Geschichte erfahren wollen. Im Rezeptteil wird man dann mit Rezepten belohnt, die ohne Ausnahme erstklassig sind und sich allesamt dem minimalistischen Konzept der ursprünglichen Margherita und Marinara verpflichtet fühlen. Selten ist es mir so leicht gefallen, ein Buch uneingeschränkt zu empfehlen. Es gibt nur einen Grund, dieses Buch nicht zu wollen: Wenn man wirklich keine Pizza mag!

La Pizza. Ein gutes Stück Italien

La Pizza. Ein gutes Stück Italien

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