Kurdisch kochen

Kurdisch kochen
Kurdisch kochen

Erschienen: Juni 2021

Erschienen: Juni 2021

Couch-Wertung

Praktikabilität
Ausstattung

Praktikabilität

Die Zutaten sind immer eindeutig und die Zubereitung sehr gut nachvollziehbar. Zu manchen Rezepten gibt es auch noch wichtige Hinweise oder ergänzende Tipps.

Ausstattung

Schon allein der sehr stimmungsvolle Einband animiert zum Durchblättern, die abwechslungsreichen Gerichte und ihre Präsentation tun dann ihr Übriges um den Appetit zu wecken.

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Carola Krauße-Reim
Abwechslungsreich und schmackhaft

Buch-Rezension von Carola Krauße-Reim Jul 2021

Sedat Celik und Zelal Aydin-Celik haben ein ganz besonderes Kochbuch geschaffen. Schon allein der sehr stimmungsvolle Einband animiert zum Durchblättern, die abwechslungsreichen Gerichte und ihre Präsentation tun dann ihr Übriges um den Appetit zu wecken. Eingestreut sind neben einigen großformatigen und sehr eindrucksvollen Landschaftsbildern, kleine Geschichten, die über den Alltag und die Festlichkeiten berichten oder kurdische Sagen erzählen. Doch der Großteil des Buches dreht sich natürlich um die zahlreichen Rezepte.

Von Feigenmarmelade bis Lammspieß

Das Volk der Kurden lebt verstreut in den Staaten Türkei, Iran, Irak und Syrien. Den Einfluss dieser nationalen Küchen merkt man der Kurdischen an, die ein Konglomerat aus allen zu sein scheint. Die Autoren lassen bezüglich der Gerichte keine Wünsche offen und geben Rezepte für „Frühstück“, „Suppen“, „Salate“, „Hauptspeisen“ und „Süßspeisen“ an.

Leider sind nicht alle leicht zu realisieren, so dürfte es schwierig sein, den typisch kurdischen Zopfkäse herzustellen oder den Schmelzkäse aus frisch gemolkener Kuhmilch. Aber ansonsten sind die Rezepte alle machbar, auch wenn man für einige ein wenig Kocherfahrung mitbringen sollte. Doch auch das haben die Autoren bedacht und den Schwierigkeitsgrad bei jedem Rezept erwähnt.

Die Zutaten sind immer eindeutig und die Zubereitung sehr gut nachvollziehbar. Zu manchen Rezepten gibt es auch noch wichtige Hinweise oder ergänzende Tipps. Ein ganzseitiges Farbfoto rundet die Anweisungen ab und hilft dabei, sich den optimalen optischen Endzustand vorzustellen.

Die Auswahl fiel uns schwer

Die Fotos waren alle so appetitanregend; die Rezepte mit viel Gemüse, Reis und manchmal Lamm – die Auswahl der zu kochenden Gerichte fiel uns schwer. Wir haben dann „Spinatsuppe“, „Gefüllte Weintraubenblätter“, „Gemüseeintopf“ dazu „Pfannenbrot“, „Ofengemüse mit Lammfleisch“ dazu „Bulgur mit getrockneten Tomaten“ gemacht und zum Dessert gab es „Sesamgebäck“ mit einem „Kurdischen Kaffee“, der aus den „gemahlenen und gerösteten Früchten der Terpentin-Pistazie hergestellt“ wird. Dieser Kaffee dürfte in jedem türkischen Lebensmittelgeschäft zu erhalten sein, ist natürlich koffeinfrei und schmeckt absolut köstlich!

Alle anderen Zutaten bekommt man auch im Supermarkt um die Ecke oder aus dem Gemüsegarten hinterm Haus.

Alle Speisen sind gelungen, wobei die angegebene Garzeit immer zu lang war und uns so manches dadurch fast angebrannt wäre. Aber es hat uns so gut geschmeckt, dass wir mit Sicherheit auch noch den „Granatapfelsalat“, die „Gefüllten Rippchen“, die „Gefüllten Klöße“… ausprobieren werden.

Fazit

Ein rundum gelungenes Kochbuch! Wer die Küche der Levante liebt, dürfte hier richtig sein. Köstliche Gerichte sind gut verständlich erklärt und meist einfach zu kochen. Da viele ohne Fleisch auskommen, bzw. auch ohne hervorragend schmecken, könnten auch Vegetarier in „Kurdisch Kochen“ das eine oder andere neue Lieblingsgericht finden.

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