Indien vegetarisch

  • Riva
  • Erschienen: Juni 2022
Indien vegetarisch
Indien vegetarisch
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Nicole Goersch
5

Kochbuch-Couch Rezension vonSep 2022

Praktikabilität

Da es sich um eine authentische indische Küche handelt, sind manche Zutaten nicht in deutschen Supermärkten erhältlich, so dass man entweder einen indischen Supermarkt suchen oder online bestellen muss, worauf man nicht verzichten sollte, um die Originalität zu wahren.

Ausstattung

Der Autor legt Wert darauf, dass die Fotos bei ihm Zuhause entstanden sind, was wunderbar in das Konzept des Kochbuchs passt. Die Aufteilung der Zutaten und der Zubereitungsschritte ist gut strukturiert, allerdings hätte man die roten Punktlinien auch weglassen können, da sie nicht zur Übersicht beitragen.

Buntes Lebensgefühl

Schon das chaotisch anmutende Cover dieses besonderen Kochbuchs zeigt, wie bunt die indische Küche ist. Sofort hat man indische Musik im Ohr und öffnet gut gelaunt das außergewöhnliche Buch, das auf den ersten Seiten jede rosa Farbnuance ausnutzt.

Die Rezepte sind nicht klassisch aufgeteilt, sondern nach „Glück“, „Freude“ und „Festliches“. Das liegt auch daran, dass Manish Arora kein Koch ist, sondern sich aufgrund des Corona-Lockdowns in dieses Metier vorgewagt hat. In seiner Heimatregion, dem Punjab, gehört Essen und Kochen zur Identität und ist ein alltägliches Thema, wie er in seiner Einleitung erklärt.

Aroma statt Schärfe

Manish Arora setzt nicht nur auf fleisch- und fischlose Gerichte, sondern auch auf starke Aromen. So sind die ersten Rezepte Masalas vorbehalten, Gewürzmischungen, die vielfältig eingesetzt werden können und nicht durch ihre Schärfe dominieren, sondern durch ihren aromatischen Geschmack. Ebenso verhält es sich mit den Chutneys.

Natürlich werden auch Chilischoten verwendet, die man aber auch weglassen oder durch mildere Varianten ersetzen kann.

We are Family!

Zu jedem Rezept ist vermerkt, wer es eingebracht hat. Dazu gibt es zu manchen auch Kindheitserinnerungen des Autors oder Tipps, welche Chutneys beispielsweise zu dem Gericht passen. Das steigert die Vielfalt und die Kombinationsmöglichkeiten.

Ob allerdings wirklich so viel Familieninformationen in einem Kochbuch nötig sind, ist die Frage, aber sie bringen auch eine sehr persönliche Note mit hinein. Ebenso sind die Fotos bei Manish Arora zu Hause mit Freunden und eigenen Utensilien entstanden, was die Authenzität unterstreicht.

Gemüse-Glück

Nach den hilfreichen Küchentipps geht es los mit den Rezepten, die zwar fleischlos, aber gut kombinierbar sind. So wie etwas „Tawe Sabze“, frittiertes Gemüse, mit „Dal Khichdi“, einem Reis-Hülsenfrüchte-Gericht.

Die Zucchini-Kefta waren schnell gemacht und aromatisch-wundervoll. Beim Kochen sollte man sich Zeit nehmen, um auch zu hören und zu riechen, wenn die Gewürze in der Pfanne angebraten werden. Es ist ein Genuss für alle Sinne.

Zudem können auch Rezepte wie „Vegetarian Coconut Curry“ beliebig verändert und so saisonal angepasst werden. Dabei kann man sich auch auf Zutaten einlassen, die man vielleicht vorher nicht kannte oder verwendet hat wie zum Beispiel „Paneer“, eine Käseart, die dem Feta ähnlich ist, denn dank der guten Beschreibungen kann kaum etwas schiefgehen.

Fazit

Bunt und überbordend, vielfältig und wandelbar, das Kochbuch „Indien Vegetarisch“ von Manish Arora hat so einiges zu bieten. Auch ohne Fleisch oder Fisch können leckere Gerichte zubereitet werden, die für eine größere Freundesgruppe passen. Landestypische Aromen sorgen für ein indisches Lebensgefühl zu Hause.

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