Holiday Kitchen

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Holiday Kitchen

Erschienen: Mai 2021

    Erschienen: Mai 2021

    Couch-Wertung

    Praktikabilität
    Ausstattung

    Praktikabilität

    Trotz der Bemühungen möglichst Zutaten zu verwenden, die man auch in Deutschland einfach kaufen kann, bleibt es nicht aus, dass es manche Lebensmittel schwer bis gar nicht geben wird. Ohne Schnickschnack in klaren und kurzen Sätzen werden die Rezepte beschrieben, so dass man auch Dank der übersichtlichen Absätze nie den Faden verliert.

    Ausstattung

    Das Cover ist nicht überbordend, aber in seiner Gestaltung pfiffig mit dem Foto eines gedeckten Tischs in der Mitte eines Tellers. Das Papier ist schön griffig, und die großformatigen Fotos der Gerichte oder auch der Reiseziele sorgen für ein anmutiges Ambiente.

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    Nicole Goersch
    In der eigenen Küche in ferne Länder reise

    Rezension von Nicole Goersch Nov 2021

    Reisebloggerin Nina Soentgerath ist schon viel in der Welt herumgekommen, wie man auf ihrem Blog „Reisehappen“ miterleben kann, aber nicht nur dort, sondern nun auch in diesem Kochbuch. Denn zum Reisen gehört neben der Fotografie auch das Kochen, findet die Autorin.

    Ein fremdes Land lernt man gut kennen, wenn man in seine Kochtöpfe schaut.  Das hat Nina Soentgerath in vielen Ländern der Welt getan und präsentiert ihre „besten Gerichte gegen Fernweh“ aufgeteilt nach Kontinenten. Nach Europa mit Österreich, Italien, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Schweden und den Färöerinseln, geht es nach Asien (Israel, Türkei, Thailand, Kambodscha, Malaysia, Sri Lanka, Singapur und Japan) über Afrika, Ozeanien und Australien bis nach Amerika und in die Karibik (Kanada, USA, British Virgin Islands, Kuba, Brasilien, Kolumbien).

    Der erste Hingucker ist das Cover, das nicht überbordend ist, aber in seiner Gestaltung pfiffig mit dem Foto eines gedeckten Tischs in der Mitte eines Tellers.

    Man merkt schon auf den ersten Seiten, dass dies ein sehr persönliches Kochbuch ist, in dem viele eigene Erfahrungen und Erlebnisse hineingeflossen sind, ebenso wie die Fotos der verschiedenen Reiseziele, die zudem mit kleinen Tipps gespickt sind. Zu den einzelnen Gerichten gibt es jeweils einen kleinen Informationstext, der sich mit dem Hintergrund der Zutaten oder mit der Geschichte befasst. Die Rezepte kommen meist mit einer Seite aus, manche erstrecken sich über zwei Seiten, sind aber alle übersichtlich.

    Es gibt umfangreiche Speisen wie die Moules Frites, aber auch Kleinigkeiten wie die Aioli Mallorquín, die dadurch überraschte, dass sie ohne Eier hergestellt wird. Nur Milch und Öl sorgen für die cremige Konsistenz. Hat man einmal die Frites so hergestellt, wie sie im Rezept beschrieben sind, will man keine anderen mehr. Nicht zu aufwendig, aber grandios knusprig waren sie unser Favorit. Auch einfache Zutaten sorgen in der richtigen Zubereitung für großen Genuss.

    Man sollte allerdings darauf achten, für wie viele Personen die Rezepte ausgelegt sind, denn zuweilen sind diese nicht für vier Personen, sondern eher für zwei. Auch bei der Tarte Flambée sollte man nicht geizen. Ein Flammkuchen ist nicht gerade üppig. Darüber braucht man sich beim Pióg an Aoire, dem irischen Shepherd’s Pie, keine Gedanken machen. Hier ist nur der Auflaufform die Grenze gesetzt wie groß man ihn machen möchte.

    Wir wagten uns zum ersten Mal an einen ganzen Oktopus, weil wir dachten, aufgrund der guten Beschreibung kann doch kaum etwas schiefgehen. Butterzart wurde er in der kreolischen Currysauce und begeisterte alle. Natürlich war schon die Zubereitung ein Spektakel.

    Wenn man es mal etwas unaufgeregter haben möchte, weil man ein schnelles Abendessen kochen möchte, wird man mit schnellen, aber raffinierten Gerichten fündig wie beispielsweise die Mie Goreng, das Pastrami-Sandwich oder das Beef Lok Lak. Für Abwechslung ist garantiert gesorgt.

    Zu guter Letzt kommt natürlich das Dessert, das von Kanelbullar über Po’e in jeder Länderkategorie etwas zu bieten hat.

    Fazit:

    Mit diesem Kochbuch kann man in der eigenen Küche in ferne Länder reisen und findet in Nina Soentgerath eine fachkundige und angenehme Weggefährtin. „Holiday Kitchen“ bietet nicht nur „die besten Gerichte gegen Fernweh“, sondern auch Träume und Erinnerungen.

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