Hibiskus

Hibiskus
Hibiskus

Erschienen: März 2021

Erschienen: März 2021

Couch-Wertung

Praktikabilität
Ausstattung

Praktikabilität

Sowohl Zutatenliste als auch Zubereitung sind immer gut strukturiert und bestens verständlich.

Ausstattung

Schon die ganzseitigen Fotos machen Appetit auf die unbekannten Gerichte, auch, wenn nicht jedes damit versehen ist.

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Carola Krauße-Reim
Der Geschmack Westafrikas

Buch-Rezension von Carola Krauße-Reim Apr 2021

In den letzten Jahrzehnten haben Speisen aus vielen Ländern die bis dahin meist heimatlich geprägten Küchen Deutschlands erobert. Nur Gerichte des afrikanischen Kontinents sind noch immer wenig bekannt. Das will Lopè Ariyo ändern und liefert mit „Hibiskus“ die dafür notwendigen Rezepte aus der nigerianischen Küche.

Kochbananen, Okra, Yams & Co.

Die in London und Laos aufgewachsene Autorin hatte keine Schwierigkeiten alle Zutaten zu erhalten. Doch, wenn man nicht gerade in einer Großstadt mit internationalen Lebensmittelgeschäften lebt, könnte man eventuell Probleme bekommen, denn Yams, Baobabpulver oder Bananenblätter gehören nicht zum gängigen Sortiment in deutschen Supermärkten. Aber mit etwas Improvisationstalent und Kocherfahrung kann man diese Hürde bestimmt nehmen. Die meisten Rezepte kommen zudem mit gängigen Zutaten aus und bei allzu exotischen gibt die Autorin auch Alternativen an.

Von nigerianischen Klassikern bis Fusionsküche

Schon die ganzseitigen Fotos machen Appetit auf die unbekannten Gerichte, auch, wenn nicht jedes damit versehen ist. Manchmal muss man auch erst einmal das Rezept studieren, denn z.B. „Chin Chin“ und „Puff Puff“ dürften nicht jedem geläufig sein. Aber das ist nur eine ganz kleine Schwierigkeit, denn sowohl Zutatenliste als auch Zubereitung sind immer gut strukturiert und bestens verständlich. Manchmal sind die Gerichte typisch nigerianisch, z.B. Okele oder Amala Isu, manchmal sind sie eine europäisch-westafrikanische Mischung. Damit man sich in allen Bereichen zurechtfindet, hat die Autorin eingangs einige Erklärungen zu den frischen Zutaten und den benötigten Gewürzen mitgegeben. Apropos Gewürze – in den von uns zubereiteten Gerichten sollten Chili und Cayennepfeffer genommen werden – das war uns definitiv zu scharf und wir haben uns jeweils auf eines davon beschränkt.

Reis, Gemüse und Fisch kam auf den Tisch

Für unser Probekochen haben wir dieses Mal komplett auf Fleischgerichte verzichtet, zu lecker sahen die Fotos zum ausgesuchten Reis, Gemüse und Fisch aus. Aber wir werden mit Sicherheit auch das ein oder andere Gericht mit Fleisch probieren, wie z.B. den Lammschmortopf mit Spinat oder die Entenkeulen mit Guavensoße. Begonnen haben wir mit „Gebratener Kokosreis“, den es in Nigeria zu besonderen Anlässen gibt. Einfach, schnell und absolut köstlich! Da die Portionen immer mehr als ausreichend bemessen sind, haben wir den Rest am nächsten Tag mit den „Hibiskus-Sumach-Garnelen“ gegessen. Auch diese sind schnell gemacht und haben durch das Kokosöl verbunden mit dem Sumach und den feingeschnittenen getrockneten Hibiskusblüten ein herrlich süß-zitroniges Aroma.

Für das „Nigerianische Ofengemüse“ mussten wir etwas improvisieren, denn die benötigte Yamswurzel war einfach nicht aufzutreiben – also gab es stattdessen Süßkartoffeln. Das hat dem leckeren Geschmack aber keinen Abbruch getan, der durch die Kochbananen eine leichte Süße erhielt und durch die Okra eine ganz milde Säure. Zum Schluss haben wir die „Thunfischspieße mit Kochbananenwedges“ probiert. Unserem Backofen zuliebe haben wir während des Grillens eingreifen müssen, denn die Mango- und Ananasscheiben waren so saftig, dass sie ihre Flüssigkeit im ganzen Ofen verteilten. Also haben wir die Spieße gegrillt und die anderen Zutaten in einer Pfanne geröstet - geschmeckt hat es trotzdem hervorragend. Lopè Ariyo liefert auch Rezepte für Backwaren und Desserts und so wird es mit Sicherheit einmal die „Hibiskus-Kokos-Torte“ und den „Grapefruit-Guaven-Cheesecake“ geben.

Fazit

Wagen Sie sich an die Westafrikanische Küche – sie werden es nicht bereuen! Lopè Ariyo hat mit „Hibiskus“ eine Lücke in der kulinarischen Landschaft gefüllt, die hoffentlich bald durch mehr Rezepte vom afrikanischen Kontinent bereichert wird.

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