Heimwehküche

Erschienen: Juli 2020

Couch-Wertung

Praktikabilität
Ausstattung

Praktikabilität

Alle Gerichte sind durchaus auch für Kochneulinge geeignet, da die einzelnen Schritte sehr gut erklärt sind. Die Anweisungen sind präzise und gut verständlich. Schade ist, dass nicht jedes Rezept mit einem Bild versehen ist.

Ausstattung

Jedem Rezept ist außerdem eine kleine persönliche Erinnerung beigefügt, was dem Kochbuch einen sehr persönlichen Anstrich gibt. Ergänzend gibt es noch praktische Hinweise im Kapitel „Gut wirtschaften“.

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Carola Krauße-Reim
Futtern wie bei Oma

Buch-Rezension von Carola Krauße-Reim Dez 2020

Bereits 2010 erschien die erste Auflage von „Heimwehküche“. Jetzt haben die beiden Autorinnen, Birgit Hamm und Linn Schmidt, mit der erweiterten Neuauflage den „Nachschlag“ gereicht.

Solide Hausmannskost gut präsentiert

Obwohl wahrscheinlich für jeden „Heimwehküche“ aus einem anderen Gericht besteht, ist eines klar – es gibt Speisen, die uns an zu Hause oder an Omas Kochkünste erinnern. Da fallen mir herrlich wärmende Eintöpfe nach Schlittenfahrten ein oder die köstlichen „Arme Ritter“, die meine Oma immer machen musste, wenn ich bei ihr zu Besuch war.

Die beiden Autorinnen haben solche Erinnerungsgerichte zusammengetragen und herausgekommen ist ein Kochbuch der Hausmannskost quer durch die Republik – von Linsen mit Spätzlen bis Hamburger Krabbensuppe. Eingeteilt haben sie die Köstlichkeiten in „Suppen & Eintöpfe“, „Alltagsküche“, „Sonntagsessen“, „Süße Hauptgerichte & Nachtisch“, „Kuchen & Plätzchen“ und „Eingemachtes“. In jedem Kapitel wird eine „Hauptdarstellerin“ vorgestellt, die sich einem ganz bestimmten Gericht oder auch mal dem Thema „Kuchen“ oder „Kräuter“ widmet.

Jedem Rezept ist außerdem eine kleine persönliche Erinnerung beigefügt, was dem Kochbuch einen sehr persönlichen Anstrich gibt. Ergänzend gibt es noch praktische Hinweise im Kapitel „Gut wirtschaften“, wo auch eine gestandene Hausfrau noch den ein oder anderen guten Tipp erhalten könnte.

Die, für die vorgeschlagenen Gerichte, benötigten Zutaten sind sehr überschaubar und übersichtlich angegeben, sollten in jeder gut sortierten Küche vorhanden sein und wenn nicht, sind sie selbst im Supermarkt zu erhalten. Die Anweisungen sind präzise und gut verständlich. Schade ist, dass nicht jedes Rezept mit einem Bild versehen ist, aber mit etwas Fantasie kann man sich die „Winzerpastete“, den „Kaiserschmarrn“ oder das „Quittengelee“ auch so vorstellen.

Von „Gefüllten Paprikaschoten“ bis „Topfenpalatschinken“

Die „Alltagsküche“ wurde bei uns durch „Gefüllte Paprika“ und „Wiener Gulasch“ repräsentiert. Beides war köstlich und reichlich, aber beides schmeckt auch einen Tag nach der Zubereitung noch gut, da die Aromen dann so richtig durchgezogen sind. Für das Gulasch sollte man etwas Zeit einplanen, denn zuerst muss ein Berg von Zwiebeln geschnitten werden und dann muss er natürlich durchschmoren. Aber, so sind sie halt die Rezepte von Mutti und Oma, die meistens Vollzeit-Hausfrauen waren und deshalb täglich mit frischen Zutaten kochten.

Das „Ungarische Paprikahähnchen“ („Sonntagsessen“) macht allerdings kaum Mühe, da es wenig Vorbereitung benötigt und auch relativ schnell gar sein sollte. Der reichhaltige „Kirschenmichel“ ist wirklich eine „Süße Hauptspeise“ und die „Topfenpalatschinken“ ein Beispiel dafür, was „Heimwehküche“ bedeuten kann - für meinen Mann war die aufgestrichene Quarkcrème ein Frevel an den Palatschinken seiner Oma (er bekam sie ohne den leckeren Zitronenquark).

Alle Gerichte sind durchaus auch für Kochneulinge geeignet, da die einzelnen Schritte sehr gut erklärt sind. Jedoch sollte man etwas Übung im Abschmecken und Würzen haben, aber, das ist ja nie verkehrt, da die richtige Würze für jeden anders ist – wie die „Heimwehküche“ eben auch.

Fazit

Auch die Neuauflage von „Heimwehküche“ macht Lust auf Hausmannskost! Den beiden Autorinnen ist eine ansprechende Mischung aus altbewährten Gerichten gelungen, die es alle Wert sind ausprobiert zu werden und die auch mit wenig Erfahrung gelingen dürften.

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