Heilsalben aus Wald und Wiese

Erschienen: Januar 2015

Bibliographische Angaben

  • ISBN: 978-3-7104-0040-7
  • 80 Seiten.

Couch-Wertung

Praktikabilität
Ausstattung

Praktikabilität

Einfach und ohne Schnickschnack schnell herstellbar Man hat keine Mühe, alles zu verstehen und keine Fragen bleiben offen Alles ohne Stress ausführbar

Ausstattung

Obwohl nur klein, haben sie die Fotografen und Grafiker sich viel Mühe gegeben, dieses Büchlein in Szene zu setzen. Gut gelungen!

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Brigitte Ahlers
Aus Essbarem wird Heilbares

Buch-Rezension von Brigitte Ahlers Mai 2015

Gabriela Nedoma ist Naturpädagogin und befasst sich mit Wildpflanzen, transkulturellem Pflanzenwissen und historischer Naturheilkunde. Im Fokus ihrer Arbeit steht das Lebendige in der Natur und Themen wie Knospen, Bäume, Wasser, Hildegard von Bingen oder vergessene Nutzpflanzen. Sie engagiert sich für ökologische Lebensweisen und organisiert Naturprojekte und Naturseminare in der Kinder- und Erwachsenenbildung. Weiters initiierte sie das Projekt Natur schützt Haut und die Grüne-Kosmetik-Pädagogik, Bildungsmaßnahmen zur Reduktion der chemischen Belastung auf der Haut und in der Umwelt und Förderung gesunder Hautpflege-Alternativen aus der Natur.

Das praktische an diesem Büchlein ist, dass man sich alle Zutaten für eine Wald- und Wiesensalbe ganz einfach selbst zusammensammeln kann. Außerdem finden sich viele der benötigten Zutaten im Supermarkt, in der Apotheke, auf dem Wochenmarkt oder im Bioladen. Die Basissalben sind auch ratzfatz hergestellt, vorausgesetzt, man hat Öl, Wachs und Butter im Haus. Die Autorin weist aber darauf hin, dass man, da die Salbe für Heilzwecke eingesetzt wird, auf Biobutter zurückgreifen soll, weil die Kühe dort eben weniger Stress hatten.

Ghee Butter herzustellen ist keine Hexerei. Einfach die Butter in einem Topf zum kochen bringen, Hitze reduzieren, bis sich das Fett geklärt hat (Schaum auf der Oberfläche beginnt zu stocken). Anschließend eine Stunde stehen lassen, filtern und in Gläser füllen. Theoretisch könnten Sie jetzt sofort loslegen, falls Sie einen Mörser oder einen Pürierstab, kleine Trichter und Siebe, sowie natürlich die entsprechenden Kräuter im Haus haben, aus denen Sie eine Salbe herstellen möchten.
Halt! Stop! Nicht so schnell …

Salben zu machen ist eine heilige Angelegenheit, heisst es. Manche Salben brauchen mehrere Tage, um ihre Wirkstoffe optimal zu entwickeln. Daher sollte für die Herstellung der Salben auch viel Ruhe und Zeit eingeplant werden. Für die Wirksamkeit der Salben und Cremes würde ich jetzt keine Garantie übernehmen. Schaden anrichten können sie auch nicht? Hhmm …Die schmerzstillende Bilsenkrautsalbe würde ich nur mit Vorsicht anwenden. Denn es ist bekannt, das Bilsenkraut in größerer Menge toxisch und bewusstseinsverändert wirkt. In früheren Zeiten war sie ein Bestandteil der Flug- und Hexensalben. Angeblich versetzten sie die „Hexen“ in einen Zustand, in dem alles möglich war – sogar fliegen.

Etwas kurios wirkt das Rezept für die Lindenblüten-Malvensalbe, der zum Schluß noch eine ganz besondere Flüssigkeit hinzugefügt wird (werden kann), nämlich Muttermilch. Die Autorin erklärt, dass die Muttermilch ein kraftvoller Energiespender der Natur sei – womit sie ja nicht so unrecht hat. Ob die Milch in der Creme aber tatsächlich viel Sinn macht, kann ich mir schwerlich vorstellen. Zumal sie auch keine große Haltbarkeitsdauer aufweist und im Gegensatz zu allen anderen Salben verständlicherweise sofort verwendet werden muss.

Auch bei der Johanniskrautsalbe sollte man vorsichtig sein, wenn man z.B., Tabletten wie Antidepressiva einnimmt. Gabriela Nedoma weist zwar in ihrem letzten Absatz des Rezeptes darauf hin, dass Johanniskraut die Wirkung anderer Präperate beeinflussen kann und man besser vorher seinen Arzt zu Rate ziehen sollte, sagt aber nicht dazu, wie massiv diese Auswirkungen z.T. sein können. Gefährlich!

Zum Schluss möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass es im Buch tatsächlich eine Salbe gibt, deren Rückstände man verzehren kann! Hierbei handelt es sich um die Bratapfel-Schutzsalbe. Allein die Indegrenzien lesen sich wie eine Speisekarte. Aus Apfel, Zimt, Rosinen, Walnuss, Rum, Honig, Kakaobutter und Öl mischen Sie sich hier eine Salbe, welche die Haut weich und geschmeidig macht, aber auch bei Kopfschmerzen, kleineren Schnitten oder Hautverletzungen angewendet werden kann.

Fazit:

Keine aufregenden Neuerungen, aber trotzdem interessant.

Heilsalben aus Wald und Wiese

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