Gin - Das Buch

Erschienen: Oktober 2020

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Praktikabilität
Ausstattung

Praktikabilität

Wer Anleitungen für Gin-Cocktails erwartet, ist hier völlig falsch. Wer aber gerne Meinungen von Fachleuten und Destillateuren erfahren will, liegt mit diesem „Lesebuch“ genau richtig.

Ausstattung

Kapitel mit großartigen Aufnahmen von Gin-Cocktails und Speisen, die gut mit diesem Getränk harmonisieren

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Carola Krauße-Reim
Viel Wissen – wenig Praxis

Buch-Rezension von Carola Krauße-Reim Dez 2020

Der Schweizer Peter Jauch ist Gin-Fan durch und durch. Was 2011 mit einem Gin aus dem Schwarzwald begann, führte zur Leidenschaft und damit zu diesem Buch. Er bezeichnet den großformatigen und dicken Wälzer als „Lesebuch“, was wohl als ein Gegenstück zu einem Rezeptbuch gemeint ist. Das sollte man vor dem Kauf wissen, denn, wer Anleitungen für Gin-Cocktails erwartet, ist hier völlig falsch.

Erzähltes – Erlebtes – Getrunkenes

Das sind die drei Kapitel des vorliegenden Buches über den Gin – ein ebenso vielseitiges, wie oft unterschätztes Getränk.

In „Erzähltes“ widmet sich der Autor zunächst dem Grundwissen: Definition, Arten, Historie, Destillation und den ganz wichtigen Zutaten, wie den Botanicals, Tonics und – man sollte es nicht glauben – dem unterschiedlichen Eis. Gerade, was das Eis betrifft hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass die unterschiedliche Herstellung, bzw. die unterschiedliche Beschaffenheit des Würfels so einen wichtigen Anteil bei der Verkostung ausmacht. Hierbei sollte man vor allem aber auf die Art des Gins achten - denn Gin ist nicht gleich Gin!

 Es gibt u.a. „Dry Gin“, „Navy Strength Gin“, Aged Gin“, „Plymouth Gin“... und natürlich den „London Dry Gin“, die „Königsdisziplin in der Gin-Herstellung“, denn hier werden alle Botanicals in einem Durchgang gemeinsam destilliert.

Überhaupt – Botanicals: Gin ist ein Spirituose, die aus Wacholderbeeren hergestellt ist und mit unterschiedlichen Aromastoffen und/oder Aromaextrakten verfeinert wird, wobei der Wacholdergeschmack dominant bleiben muss. In den heutigen Rezepten kommen bis zu 82 Aromen vor (dazu kann auch schon mal Elefantenkot gehören – igitt)! Die meist genutzten Botenicals werden mit sehr anschaulichen Fotos vorgestellt und lassen erahnen, dass sie dem Gin immer eine andere Geschmacksnote verleihen können.

Weitaus weniger hat mich das zweite Kapitel „Erlebtes“ begeistert. Hier werden endlose Seiten lang Gin-Hersteller vorgestellt (die natürlich alle ihr Produkt favorisieren) und Interviews wiedergegeben, die der Autor mit Barkeepern, Restaurant-Fachleuten und anderen Gin-Kennern geführt hat. Lediglich die Erkenntnis, dass es, quasi vor unserer Haustür, zwei berühmte Gin-Destillen gibt, hat mich erstaunt und ich werde mit Sicherheit bei nächster Gelegenheit den „Monkey 47“ aus dem Schwarzwald und den Gin aus Eislingen verkosten.

Abgerundet wird dieses, immerhin gut die Hälfte des Buches füllende, Kapitel mit großartigen Aufnahmen von Gin-Cocktails und Speisen, die gut mit diesem Getränk harmonisieren. Aber, es gibt weder für die Cocktails noch für die Speisen Rezepte zur Zubereitung und so macht sich das Gefühl breit, dass hier auch die Werbetrommel für die angegebenen Bars und Restaurants gerührt wird.

In „Getrunkenes“ wird es dann wieder interessanter, denn hier werden jede Menge Gins alphabetisch vorgestellt. Die Angaben zu Alkoholgehalt, Botanicals, Leitbotanicals und Geschmack werden mit einem anschaulichen Foto und einer kurzen Vorstellung ergänzt. Gefolgt wird diese Listung mit der Vorstellung verschiedener „Filler“, also Sodas, Tonics und Bitterlimonaden. Auch hier rundet eine Abbildung die Angaben zu Zuckergehalt, Geschmack und Anwendung ab.

Fazit

„Gin - Das Buch“ ist unabdingbar für jeden Gin-Liebhaber! Jedoch sollte man wissen, dass hier mehr Wert auf Informationen rund um dieses Getränk gelegt wird und Rezepte für Cocktails oder Begleitspeisen völlig fehlen. Wer aber gerne Meinungen von Fachleuten und Destillateuren zu diesem Thema erfahren will, liegt mit diesem „Lesebuch“ genau richtig.

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