Couch-Wertung

Praktikabilität
Ausstattung

Praktikabilität

Die Rezepte sind gut beschrieben, doch die einzelnen Zutaten in herkömmlichen Supermärkten zu bekommen, stellt eine große Herausforderung dar. Zudem müssen sie oft importiert werden und verschlechtern so die Ökobilanz.

Ausstattung

Auf den ersten 80 Seiten wird ausführlich über Lektine berichtet, bevor die Rezepte beginnen.

Leser-Wertung

Zum Bewerten, einfach Kochmützen klicken.

Zum Bewerten, einfach Kochmützen klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

1 x 5
0 x 4
0 x 3
0 x 2
0 x 1
B:100
V:1
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":0,"86":0,"87":0,"88":0,"89":0,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":1}
Viktoria Ferenc
Mit aufwändigen Rezepten zum gesünderen Darm

Buch-Rezension von Viktoria Ferenc Feb 2020

Lektine – für viele ein völliges Fremdwort. Für Dr. Steven R. Gundry sind diese Pflanzenstoffe die Ursache für viele Darmerkrankungen sowie für Gewichtszunahme. Lektine sind Eiweiße, die in den meisten Gemüsesorten vorkommen und dort ganz unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Er argumentiert, dass aufgrund der schnellen Evolution unserer Essgewohnheiten (neu entdeckte essbare Gemüsesorten, andere Zubereitung, industrielle Fertigung) unsere Darmflora nicht „mithalten“ kann und somit unverdaute Endprodukte den Darm belasten. So soll eine lektinfreie Küche zu einer gesünderen Ernährung führen. Dies wird ausführlich auf den ersten 80 Seiten abgehandelt, bevor es an die Gerichte geht.

Die Rezepte sind gut beschrieben, doch die einzelnen Zutaten in herkömmlichen Supermärkten zu bekommen, stellt eine große Herausforderung dar. Exotische Zutaten wie Tapiokastärke oder Pfeilwurzelmehl ist selten zu finden und im Internet teuer zu bestellen. Dennoch konnte ich drei Rezepte ausprobieren.

Viele Zutaten, guter Geschmack

Zuerst versuchte ich mich an der „Sommerrollen-Bowl“, die sehr einfach zuzubereiten war. Zuerst werden Zwiebeln mit Knoblauch und Ingwer angebraten, dann Garnelen oder Quorn hinzugegeben und schließlich der Kohl und Brokkoli hinzugegeben. Wenn alle Zutaten gar sind, wird mit einer Kokos-Aminos-Würzsoße und Sesam angerichtet und fertig ist der Genuss.

Anschließend wurde die „Burrito-Bowl“ ausprobiert. Trotz der sehr langen Zutatenliste gab es alle Komponenten im Supermarkt. Zuerst bereitet man Blumenkohlreis zu und lässt ihn etwas abkühlen. Währenddessen wird wieder verschiedenes „lektinfreies“ Gemüse angebraten sowie Quorn erwärmt und anschließend alles mit Guacamole und Ziegenmilch-Cheddar in einer Bowl drapiert.

Zu guter Letzt testete ich die „Brokkoli-Kroketten“, für diese benötigt man neben Weidehuhneiern auch Maniokmehl, Yaconsirup und Mandelmehl. Das Rezept ist zwar verständlich erklärt, war aber schwierig umzusetzen. Das Verhältnis von Trockenmasse zu Feuchtigkeit ist nicht aufgegangen, womit die Brokkolikroketten eher zu Brokkolihäufchen geworden sind. Geschmacklich sind sie allerdings sehr lecker.

Man muss jedoch bedenken, dass all die exotischen „lektinfreien“ Zutaten und Mehle meist aus fernen Ländern importiert werden müssen, was einerseits eine sehr schlechte Ökobilanz bedeutet und andererseits die These infrage stellt, dass sich die Essgewohnheiten nur zu schnell entwickelt haben und wir fremde Kost nicht gewohnt sind. Als Beispiel hierfür wird im Buch die Entdeckung Amerikas genannt, die natürlich viele exotische Zutaten nach Europa brachte; aber sollte man sich dann nicht eher auf die ursprünglich einheimischen Zutaten und Zubereitungsarten besinnen? Sicherlich gibt es beim Thema Ernährung besonders viele verschiedene Ansichten und Wahrheiten. Letztlich muss jeder selbst entscheiden, was für sich und seinen Körper am besten funktioniert, da auch jeder Körper anders reagiert.

Fazit:

Alles in allem ist dies sicherlich ein gutes Kochbuch für Menschen mit chronischen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, die besonders auf schonende Kost achten müssen. Bei gesunder Darmflora ist wohl infrage zu stellen, ob man seine Essgewohnheiten so streng einschränken und auf all die leckeren Gemüse verzichten möchte.

Gemüse ohne Gift

Gemüse ohne Gift

Deine Meinung zu »Gemüse ohne Gift«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
Schreibe den ersten Kommentar zu diesem Buch.

Gemüse & Co.:
Vegetarische Küche

Ihr liebt die fleischlose Küche? Hier findet Ihr Kochbücher mit vegetarischen Rezepten. Titelbild: istock.com/AlexRaths

mehr erfahren