Die Küche der Langlebigen

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • ISBN: 978-3-89798-284-0
  • 159 Seiten.

Couch-Wertung

Praktikabilität
Ausstattung

Praktikabilität

Dank der guten Anleitung und den auch hierzulande gut zu beschaffenden Zutaten sollte es keine Probleme geben. Alles ist sehr gut verständlich und dazu noch stimmungsvoll dargeboten. Alles ist gut zu bekommen, auch wenn es noch spannender wäre mit original-abchasischen Zutaten.

Ausstattung

Ein sehr schönes Buch, das insbesondere mit seinen tollen Fotografien überzeugt.

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Eva Lindemer
Hundert Jahre alt werden und trotzdem gut essen - ein Kinderspiel mit der Küche Abchasiens

Buch-Rezension von Eva Lindemer Mai 2010

Kennen sie Abchasien? Stimmt, Abchasien liegt im Kaukasus und: Ja, dort werden die olympischen Winterspiele 2014 ausgetragen. Mit "Die Küche der Langlebigen" liegt nun das vielleicht erste deutsche Kochbuch zur Küche dieser Region vor. Nach der Lektüre des Buches hat man das Gefühl, dass dies längst überfällig war, denn Abchasien, das ungefähr auf einer Höhe mit Südfrankreich liegt, hat wirklich eine Menge zu bieten.

Hinter dem Eisernen Vorhang verschwunden.

Abchasien teilt das Schicksal vieler ehemaliger Sowjetrepubliken: In der öffentlichen Wahrnehmung Westeuropas kommt das Land kaum vor, und kaum jemand weiß mehr, als dass es im Kaukasus liegt. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch daran, dass Abchasien Anfang der 1990er Jahre unabhängig wurde und danach in einen bewaffneten Konflikt mit Georgien verwickelt wurde. Darüber hinaus, insbesondere was die Kultur des Landes angeht, ist fast nichts bekannt.

Die Autorin des vorliegenden Buches geht deshalb den richtigen Weg und stellt dem Leser das interessante und geschichtsträchtige Land ausführlich vor. Insbesondere bei den vielen farbenfrohen Bildern erinnerte mich Abchasien sehr stark an Mittelmeerländer wie Griechenland oder Albanien. Zusammen mit typischerweise Russland zugerechneten Dingen wie Zwiebeltürmen und Fellmützen ergibt dies eine Melange, die gleichzeitig vertraut aber auch exotisch wirkt. Bei der Lektüre des Buches entsteht mehr als nur ein bisschen Fernweh, wenn man den Beschreibungen der Autorin ihres Heimatlandes folgt. Dass die abchasische Lebensweise schließlich noch dazu beiträgt, dass die Menschen in diesem Land ein unglaublich hohes Durchschnittsalter erreichen, lässt den Leser nur umso beeindruckter zurück.

Nun aber zum Essen

Vor dem eigentlichen Rezeptteil stellt die Autorin noch kurz die typischen Zutaten Abchasiens vor: Tomaten, Gurken, verschiedene Salate, Honig, Wein, Käse, eine ganze Reihe Obstsorten und vor allem Fisch sind die Kernprodukte der Küche des Landes.
Der Rezeptteil ist klassisch gegliedert:
• Salate & Vorspeisen
• Gemüsegerichte & Suppen
• Fleisch, Geflügel und Saucen
• Fischgerichte
• Mehlspeisen
• Käse & Joghurt
• Gebäck, Kuchen & Torten
• Desserts & Getränke
Im ersten Kapitel finden sich vor allem Kochanleitungen, die sich um Gemüse drehen. So zum Beispiel Weißkohlsalat mit Safran und Walnüssen, Zuckerschotensalat mit Wachteleiern oder Klassisches Bohnen-Sellerie-Püree. Neben Nüssen werden in vielen Gerichten auch gerne Bohnen, Auberginen, Zucchini und Tomaten benutzt.

Das folgende Kapitel zu den Fleischgerichten, die direkt auch ihre passenden Saucen mitbringen, weist vor allem verschiedene Geflügelgerichte auf. Diese werden gern mit süßen Früchten kombiniert, wie beispielsweise bei "Gekochtes Geflügel mit Beerensauce" oder "Putenschaschlik mit Obstsalat".
Erst gegen Ende des Kapitels wird auch noch etwas Wild in der Küche verarbeitet - wie bei "Wildschwein gegrillt mit Backpflaumen" oder "Gegrilltes Wild, mariniert in Wein-Preißelbeer-Sauce".

Es folgt das vergleichsweise kurze Kapitel zu den Fischgerichten, das unter anderem mit "Stör in Walnusscreme", "Gefüllte Regenbogenforelle mit Granatapfelsauce" und "Gegrilltem Lachs" aufwartet.

Das Kapitel "Mehlspeisen", das nur aus zwei Rezepten besteht, hätte man aufgrund seiner Kürze vielleicht auch mit dem darauf folgenden "Käse und Joghurt" zusammenfassen können. Hier finden sich "Gefüllte Teigtaschen mit Käsefüllung", "Käse-Polenta" oder "Käselasagne". Die Bebilderung der Rezepte ist übrigens genauso gelungen wie die Illustration des ersten Teil des Buches und macht richtig Lust auf's Nachkochen.

Auch die letzten beiden Kapitel hätte man zusammenfassen können, denn nun kommen vor allem süße Speisen. Auch bei den Desserts und Kuchen kommen wieder Nüsse und Honig vor wie bei der "Walnussrolle", den "Honigkeksen" oder dem "Kirsch-Haselnuss-Dessert".
Wenn man mit dieser Küche hundert Jahre alt wird ... Halleluja!

Fazit:

Im Ernst, die abchasische Küche macht einen wirklich großartigen Eindruck: ein ernährungsphysiologisch ausgewogenes Verhältnis von Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichten mit allerlei Highlights. Spannende Zutaten, etwas exotisch, aber dennoch so vertraut, dass der durchschnittliche Europäer nicht überfordert wird. Ich jedenfalls habe richtig Lust auf die Küche Abchasiens bekommen - gut übrigens auch, dass die Schrift recht groß ist, dann kann ich sie auch mit hundert Jahren noch lesen!

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