Die grüne Babyküche

  • Christian
  • Erschienen: November 2021
Die grüne Babyküche
Die grüne Babyküche
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Kathrin Walther
4

Kochbuch-Couch Rezension von Kathrin Walther Dez 2021

Praktikabilität

Die Rezepte lassen sich einfach umsetzen. Die Zutaten finden sich im gängigen Supermarkt, das Küchenzubehör gehört zur Standardausrüstung und der Zeitaufwand ist nicht zu hoch.

Ausstattung

Neben den Rezepten finden sich sehr viele zusätzliche Informationen zur Babyernährung, bei denen kaum eine Frage offen bleibt. Die vielen Bilder sind anschaulich und die Rezepte gut nachvollziehbar.

Gesunde Leckerbissen für die Kleinsten

Über gesunde Ernährung machen sich die meisten jungen Erwachsenen lange keine Gedanken. Doch spätestens, wenn sich das erste Kind ankündigt und schließlich auch mitisst, kommen Dinkelstangen in den Einkaufswagen, wird auf zuckerfrei geachtet und Bio bekommt plötzlich große Bedeutung. Damit die gesunde Kost auch ins Baby hineinkommt und nicht nur unter dem Tisch, an den Wänden oder in den Haaren landet, sollte sie gleichzeitig lecker sein und sich auch von Essanfängern einfach futtern lassen. Wie sich diese ganzen Anforderungen unter einen Hut bringen lassen, zeigen Adam Engel und Nanna Ostengard mit „Die grüne Babyküche“.

Was koche ich fürs Baby?

Spätestens nach sechs Monaten beginnen die meisten Babys sich neben Milch für „richtiges“ Essen zu interessieren. Für viele Eltern stellt sich nun die Frage, was das Baby braucht, damit es auch weiterhin mit allen Nährstoffen versorgt wird, die es zum gesunden Großwerden benötigt. Nach einem kurzen Vorwort, in dem sich die beiden Autoren vorstellen, informieren sie in einem ausführlichen Sachteil, wie der Weg von der Milch zum Essen gut gelingen kann und wie sich die Bedürfnisse der Babys mit zunehmendem Alter verändern, worauf bei der Zubereitung und Planung geachtet werden sollte oder auch wo Probleme auftauchen können.

Im zweiten Kapitel gibt es anschließend einen groben Fahrplan, wie die Essentwicklung aussehen könnte, bevor als nächstes mit Rezepten für Kinder von 4 bis 6 Monaten gestartet wird. Als nächstes folgen die Kapitel 6 bis 8 Monate, 9 bis 12 Monate und 12 Monate +, bei denen sich zu den Babygerichten auch immer noch praktische Familiengerichte finden, sodass für das Baby nicht extra gekocht werden muss. Am Ende findet sich noch ein Baby-Lexikon, in dem sich Empfehlungen der dänischen Gesundheitsbehörden zur Kinderernährung finden (diese sind den deutschen Empfehlungen sehr ähnlich) und ein thematisch sortiertes Rezeptregister.

Skandinavische Babyküche

Auch wenn die skandinavische Küche sich von der hiesigen in einigen Bereichen unterscheidet, ähnelt sie sich im Bereich Baby doch sehr stark. Auch hier gibt es anfangs klassisch Karottenbrei, dem dann zunächst weitere Gemüse- und Getreidebreie folgen. Für ältere Babys oder bei den Familiengerichten kommt an der ein oder anderen Stelle die nordische Richtung in Form von Hagebuttenmus, Dorschrogen, Rote-Grütze-Getränk mit Milch oder Fischklößchen zwar leicht zum Vorschein, insgesamt sind die Rezepte jedoch eher klassisch mit einigen internationalen Spezialitäten wie Daal mit frisch gebackenem Chapati-Brot, Asia Fischfrikadellen oder Hackfleisch in Filoteig.

Die Rezepte sind so gestaltet, dass es zu jedem Gericht ein ansprechendes Foto gibt, auf dem das zu erwartende Ergebnis abgebildet ist. Die Zubereitungsschritte finden sich auf der Nebenseite unter einer großen Überschrift, unter der die passende(n) Jahreszeit(en) zu finden ist/sind. Anschließend gibt es Angaben zur Anzahl der Portionen und ein kurzer Abschnitt informiert, welche gesundheitlichen Vorteile die Zutaten haben. Anschließend folgen dann die benötigten Zutaten und Mengen. Im anschließenden Fließtext geht es dann an die Durchführung, denen am Ende oft noch Tipps zum Servieren folgen.

Theorie und Praxis kombiniert

Das Buch ist mit seinem großen Sachteil ein gutes Einsteigerbuch für die Einführung fester Kost, da es mit seinen vielen Informationen alle wichtigen Hinweise und Tipps enthält, die es für eine gefahrlose, gesunde und abwechslungsreiche Babyernährung zu wissen gibt.

Durch die Strukturierung in Altersabschnitte, in denen sich dann auch die passenden Rezepte finden, bietet es einen guten Leitfaden, an dem man sich leicht orientieren kann. Dadurch, dass die späteren Rezepte so ausgelegt sind, dass sie sich für die ganze Familie eignen, ist das Buch im Alltag gut zu nutzen, da für alle nur einmal gekocht werden muss, was kostbare Familienzeit spart.

Die Ausrichtung mit viel Gemüse und frischen Zutaten zeigen einen gesunden Weg in die Welt des Essens, der nicht nur den kleinen Spaß macht und einen guten Baustein für die spätere Ernährung legt.

Fazit

Insgesamt ist „Die grüne Babyküche“ ein rundes Gesamtwerk, das Theorie und Praxis gelungen miteinander verbindet. Die Rezepte sind alltagstauglich und die vielen Informationen zur Babyernährung nehmen jungen Eltern viele Unsicherheiten, die häufig mit der Einführung der Beikost verbunden sind. Auch die beinhalteten Familiengerichte zeigen, wie sich Babyernährung und Familientisch praktisch und zeitsparend vereinen lassen, ohne dass das Baby oder die „Großen“ geschmackliche Kompromisse eingehen müssen.

Die grüne Babyküche

Nanna Østensgaard, Adam Engel, Christian

Die grüne Babyküche

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