Die echte Winzerküche

Die echte Winzerküche
Die echte Winzerküche

Erschienen: Juli 2021

    Erschienen: Juli 2021

    Couch-Wertung

    Praktikabilität
    Ausstattung

    Praktikabilität

    Die meisten Rezepte sind einfach zu bewältigen, allerdings gibt es natürlich auch – gerade bei den Fleisch- und Fischgerichten – umfangreichere Gerichte, die entsprechende Vorkenntnisse benötigen. Keine umständlichen Beschreibungen, kurze Sätze und eine übersichtliche Darstellung sorgen für problemloses Kochen.

    Ausstattung

    Das Cover ist etwas altbacken in einer Farbgebung, wovon man sich nicht abschrecken lassen sollte. Die Fotos bestechen durch ihre persönliche Note und auch die zusätzlichen Tipps und Informationen zu den Rezepten tragen zum positiven Eindruck bei.

    Wertung wird geladen
    Nicole Goersch
    Als Buch für Genießer sehr zu empfehlen

    Rezension von Nicole Goersch Okt 2021

    „Guter Wein und gutes Essen gehören einfach zusammen“, finden Autorin Christiane Leesker und Fotografin Vanessa Jansen. Wer sich dem anschließt, findet in diesem Kochbuch die perfekte Bestätigung und eine Anleitung, welcher Wein zu welchem Essen gut harmoniert. Übersichtlich werden im Inhaltsverzeichnis die Rezeptkategorien in schwarz und die Reportagen in lindgrün präsentiert.

    Die Rezeptkategorien sind aufgeteilt in „Herzhafte Kleinigkeiten“, „Kalte und warme Suppen“, „Vegetarische Gerichte“, „Gerichte mit Fleisch“, „Gerichte mit Fisch“ sowie „Desserts und Kuchen“. Das ist bodenständig und dem Thema angemessen, vielleicht hätte aber ein wenig frischer Wind gut getan, auch bei der Covergestaltung, die doch ein wenig altbacken wirkt.

    Davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen. Natürlich gibt es klassische Rezepte wie „Datteln im Speckmantel“ oder „Tafelspitzsülze“, aber es finden sich auch raffinierte Gerichte wie „Felchenfilet mit Pommeryschaum und Spinattörtchen“ oder die „Seelentröster-Bowl“. Der Spagat zwischen Tradition und Modernität gelingt durchaus gut, auch wenn ersteres überwiegt, aber das zeigt, wie unterschiedlich Winzerfamilien ihr Handwerk ausüben.

    Das machen ebenso die Reportagen deutlich, die zwischen die Rezepte eingeschoben sind und einen sehr persönlichen Einblick der Autorin bzw. der Fotografin liefern. Dies wird durch die Fotos bestätigt, auf denen nicht nur die Speisen abgebildet sind, sondern auch Personen der vorgestellten Weingüter. Man lernt also nicht nur neue Winzer kennen, sondern auch die Methoden und Arbeitsweisen, mit denen Wein oder Sekt hergestellt werden, die man sich dann zu den köstlichen Speisen schmecken lassen kann, wie zum Beispiel einen Federweißen zum „Zweierlei Zwiebelkuchen“. Für diesen braucht man zwar etwas Zeit, aber wir waren von dem dünnen Teig und dem herzhaften Belag begeistert. Zudem kann man gut variieren, falls jemand keinen Speck oder Käse mag.

    Zu vielen Rezepten gibt es Tipps, welche Rebsorte dazu passt, Informationen über das Gericht oder Variationsmöglichkeiten so wie bei dem „Topfbrot mit Dip“. So einfach kann Brot backen sein. Der vorgeschlagene Dip, eine Art scharfe Aioli, schmeckte sehr gut, aber auch der „Spundekäs“ passte hervorragend. Die Mengenangabe für vier bis sechs Personen ist allerdings sehr großzügig bemessen; man kann auch kleiner ansetzen.

    Bei der „Kürbiscremesuppe“ wurde im Rezept nicht erwähnt, ob diese püriert werden sollte, aber nach genauer Betrachtung des zugehörigen Fotos sind wir mal davon ausgegangen. Nur mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss gewürzt war es uns zu fad, so dass wir mit einer Currymischung nachhalfen, aber das muss jeder für sich entscheiden.

    Reizvoll waren besonders die vegetarischen Gerichte, da sich diese als Kleinigkeit für mehrere Personen sehr gut eigneten. Auf die Saisonalität achtend genossen wir die „Mangoldquiche mit Kirschtomaten“ sowie die „Spinatknödel mit Pilzrahm“.

    Die Dessertanzahl war eher übersichtlich, aber bei solch deftigem Essen passt das ja meistens kaum noch rein. Da kann man eher später auf Kuchen zurückgreifen, der wie bei Großmuttern gebacken wird. Trotzdem war unser Favorit der „Apple Crumble mit Waldbeer-Minz-Topping“, der eine herrlich frische Note besaß.

    Die „kulinarische Reise durch die Weinregionen“ hat uns wunderbar gefallen. Wir haben neue Ideen gefunden und unser (Wein-)Wissen erweitert. Zudem freuen wir uns schon, selber auf Reisen zu gehen, um das ein oder andere Weingut persönlich zu besuchen.

    Fazit

    Dies ist ein Buch für Genießer nicht nur von Wein und Sekt, sondern auch von herzhaften und leichteren Speisen.  

    Die echte Winzerküche

    Die echte Winzerküche

    Ähnliche Bücher:

      Deine Meinung zu »Die echte Winzerküche«

      Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

      Letzte Kommentare:
      Loading
      Loading
      Letzte Kommentare:
      Loading
      Loading

      Gemüse & Co.:
      Vegetarische Küche

      Ihr liebt die fleischlose Küche? Hier findet Ihr Kochbücher mit vegetarischen Rezepten. Titelbild: istock.com/AlexRaths

      mehr erfahren