Das Teebuch

Erschienen: August 2021

Couch-Wertung

Praktikabilität
Ausstattung

Praktikabilität

Gibt einen umfassenden Einblick in das komplexe Thema. Selbst Kenner dürften hier noch Neues erfahren, vor allem die 100 Rezepte halten bestimmt noch so manch unbekannt Leckeres bereit.

Ausstattung

Sehr ansprechende und kurzweilige Präsentation mit zahlreichen Abbildungen

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Carola Krauße-Reim
Perfekte Einführung in die Welt des Tees

Buch-Rezension von Carola Krauße-Reim Sep 2021

Linda Gaylard ist zertifizierte Tee-Sommelière. Auf ihrer Website „The Tea Stylist“ bringt sie Interessierten alles zum Thema Tee bei und gibt immer die aktuellsten weltweiten Updates. „Das Tee Buch“ ist für Neueinsteiger in Sachen Tee eine gelungene Einführung, kann aber auch „alten Hasen“ bestimmt noch so manche neue Information liefern.

Jeder Aspekt des Themas wird abgedeckt

„Das Tee Buch“ gibt einen umfassenden Einblick in das komplexe Thema. Nachdem zuerst einmal die Frage, was Tee überhaupt ist erläutert wurde und dann Grundlegendes, wie z.B. Anbaugebiete, Verarbeitung, Lagerung und Aufguss geklärt sind, steigt die Autorin tiefer in die Materie ein. Sie vermittelt unterschiedliche Teezeremonien, wie die koreanische Darye, die japanische Chanoyu oder auch den Brauch des Afternoon-Tea auf der britischen Insel.

Natürlich werden auch die diversen Tees vorgestellt, wobei sich Gaylard mehr im allgemeinen Bereich aufhält und nicht die einzelnen Plantagen oder Hersteller porträtiert. So lernen wir die Herkunftsländer kennen und die Unterschiede von z.B. schwarzem, grünen oder weißem Tee bis hin zur Teeblume oder dem Teeziegel und können dann auch gleich noch die perfekte Zubereitung erlernen. Hier gibt es den einzigen Kritikpunkt: die Zubereitung ist generell für eine Sorte Tee, wie den Oolong, Schwarztee oder Grünem Tee angegeben. Das kann aber nur ein Richtwert sein, denn Tee ist immer unterschiedlich und jeder einzelne hat seine ganz eigenen Charakteristika, die bei der Zubereitung, vor allem der benötigten Menge, berücksichtigt werden müssen. Da gilt es nicht nur, wie angegeben, den Tee der „persönliche Vorliebe anzupassen“, sondern ganz einfach ihn korrekt zuzubereiten, denn nicht der Tee richtet sich nach dem Trinker, sondern der Trinker nach dem Tee.

Zum krönenden Abschluss des Buches liefert die Autorin zahlreiche Rezepte rund um den Tee - vom Eistee über Smoothies bis hin zu teehaltigen Cocktails oder selbst zusammenstellbare Kräutermischungen. Ein umfassendes Glossar und ein gut übersichtlich erstelltes Register runden das Ganze ab.

Die Präsentation macht‘s!

Es gibt schon so manches Buch zum Thema Tee. Die meisten sind extrem textlastig und wenig bildlich aufbereitet. Nicht so dieses!

Jedes Thema ist kurz, aber vollkommen ausreichend erklärt oder abgehandelt und mit zahlreichen hervorragenden Fotos oder Zeichnungen versehen. Der Aufbau ähnelt oft einer Kollage mit der ausgewogenen Mischung von Text und Abbildung. Das Buch lädt damit zum Schmökern und Durchblättern ein und schafft es trotzdem fundamentiertes Wissen zu vermitteln. Man muss es nicht von vorne bis hinten lesen, sondern kann sich einen Aspekt herauspicken oder sich einfach von den Bildern einfangen lassen. Da sind selbst unterschiedliche Teetassen oder Diagramme zu „Moderne Mischungen“ interessant, von den Fotos zu den einzelnen Schritten der Teezeremonien ganz zu schweigen.

Dieses Buch ist nicht nur etwas für den Kopf, sondern ganz besonders etwas für das Auge. Dabei ist das relativ kleine Format kein Hindernis, im Gegenteil, dadurch wird das Buch so handlich, dass man es immer wieder aufschlägt sobald man es sieht. Die Rezepte sind natürlich eine wunderbare Ergänzung zu all der Theorie und machen Appetit auf Neues.

Alle benötigten Angaben zum Gelingen des Getränkes sind vorhanden – von der Zusammensetzung über die Temperatur bis hin zur Frage „mit oder ohne Milch?“. Auch wenn man schon öfters Getränke mit Tee zubereitet hat, findet man hier bestimmt noch viel Neues. Oder kennen Sie die „Eisgöttin“, den „Zitronendrachen“, den „Ananas-Kokos-Bubble-Tea“, den „Lemon Matecello“ oder die „Hagebutte, Ingwer, Zitronen-Mischung“? Wir haben den „Zitrus-Tulsi“ und die „Marokkanische Minze“ zubereitet, die beide vorzüglich geschmeckt haben und garantiert nicht die letzten aus den rund 100 Rezepten sein werden, die wir probieren.

Fazit

„Das Tee Buch“ ist einfach gelungen! Neben hervorragend aufbereiteten Informationen zum Thema Tee, punktet es vor allem durch die sehr ansprechende und kurzweilige Präsentation mit zahlreichen Abbildungen. Selbst Kenner dürften hier noch Neues erfahren, vor allem die 100 Rezepte halten bestimmt noch so manch unbekannt Leckeres bereit.

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