Das Schweden-Kochbuch
- Christian
- Erschienen: Juni 2026
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Authentische nordische Küche modern interpretiert.
Der Autor Niklas Ekstedt ist in der Szene nicht nur bekannt, weil er mehrere Restaurants besitzt und im Fernsehen bei diversen Sendungen ein gern gesehener Gast ist, sondern weil er bereits vier Kochbücher veröffentlicht hat. Dieses ist nun sein fünftes und enthält Rezepte aus seiner Heimat, die sich mit dem auseinandersetzen, was Schweden ausmacht: traditionelle Zutaten verwenden, die es in dem Land gibt und die es trotz langer Winter zu konservieren gilt, um die Aromen zu bewahren.
Schlicht und saisonal
Aufgeteilt ist das Buch in vier Kapitel, die einfach mit „Gemüse“, „Fisch“, „Fleisch“ und „Fika“ betitelt sind. Jedem Kapitel vorangestellt sind Informationen über die Produkte, ihre Verwendung und ihre Geschichte in Schweden. Dabei gibt es dann so ungewöhnliche Kombinationen wie „Krautsalat mit Blaubeeren und gehobeltem gefrorenem Feta“ oder „Gurkensalat mit gekeimten Mandeln und Sumach“, den wir gleich getestet haben. Er passte perfekt zum Grillabend, war eine erfrischende Abwechslung zum altbekannten Gurkensalat.
Die Titel der Rezepte sind sowohl auf Deutsch als auch auf Schwedisch vermerkt. Vor den Zutaten und den einzelnen Zubereitungsschritten, die schön strukturiert und in einer angenehmen Größe gestaltet sind, erfahren wir etwas über die Zutaten bzw. das Rezept an sich. Dazu gibt es noch Tipps zur Abwandlung oder Ergänzung.
Hygge darf natürlich nicht fehlen
Die Fotos sind schön eingefangen, wirken durch ihre Licht-Schatten-Komposition sehr eindrucksvoll. Zu manchen Rezepten gibt es mitunter drei verschiedene Fotos, was es nicht gebraucht hätte, aber ein guter Seitenfüller ist.
Mit den „mit Honig und Basilikum marinierten Erdbeeren mit gefrorenem Feta“ kann man Gäste sehr überraschen, auch wenn der Feta etwas untergeht bei den anderen Aromen. Auch der Klassiker „Schwedische Fleischbällchen mit Kartoffeln, Preiselbeeren und eingelegten Gurken“ kam sehr gut an. Dazu konnte jeder seine eigene Geschichte erzählen.
Einige Rezepte eignen sich sehr gut für ein Abendessen nach einem Arbeitstag, da sie sich gut vorbereiten lassen und dann schnell auf den Tisch gezaubert sind wie beispielsweise der „Lachsauflauf“.
Zu einem richtigen „Hygge“ gehört natürlich auch etwas Süßes, so dass wir uns für die „Schokoladenschnitten“ entschieden, die schnell zubereitet waren und schon fast süchtig machten, so lecker waren sie. Die „Blaubeermuffins“ werden mit gefrorenen Früchten gemacht, damit diese nicht zum Boden absinken. Man lernt also immer wieder etwas dazu.
Fazit
Wer raffinierte Küche mit einfachen Zutaten mag, wird hier umfangreich fündig. Die schwedische Küche bietet trotz bodenständiger Lebensmittel überraschende Zusammenstellungen, ohne ihre Traditionsrezepte aus den Augen zu verlieren. Niklas Ekstedt gelingt der Balanceakt perfekt, so dass sowohl Kochanfänger als auch Profis nicht enttäuscht sein werden.

Niklas Ekstedt, Christian

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