Das Großbritannien-Kochbuch

Erschienen: Juni 2018

Couch-Wertung

Praktikabilität
Ausstattung

Praktikabilität

Es gibt Rezepte, die für den Alltag wunderbar geeignet sind, andere wiederum benötigen Zutaten, die man nicht unbedingt einfach bekommt. Da das Buch aber über eine so große Anzahl von Gerichten verfügt, ist die Auswahl groß genug, um das zu umschiffen.

Ausstattung

Vor jedem Rezept wurde eine Zeile eingefügt, in der nicht nur die Anzahl der Personen und die Dauer der Zubereitung festgehalten ist, sondern auch der Schwierigkeitsgrad. Dies macht das Kochbuch sehr übersichtlich und handlich.

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Nicole Goersch
Ein vielfältiges Kochbuch, das für jeden etwas bereithält, egal ob Anfänger oder Profi, egal ob Liebhaber der britischen oder internationalen Küche.

Buch-Rezension von Nicole Goersch Sep 2018

Das Buch an sich ist schon ein Hingucker, nicht nur weil es mit circa vier Zentimetern und über 400 Seiten als echter Schinken bezeichnet werden kann, sondern auch weil das Cover fröhlich bunt und fotofrei ist. Es wurde von Sir Peter Blake entworfen, einem bekannten britischen Künstler der Pop Art.

Auch die Namen der Köchinnen und Köche, die Rezepte zu diesem Buch beigetragen haben, sind mitunter exklusiv wie z. B. Jamie Oliver, Nigella Lawson oder Rick Stein. Im Vorwort beschreibt der Herausgeber William Sitwell die britische Gastroszene als „großartigen kulinarischen Schmelztiegel“, denn in den letzten Jahren hat sich hier einiges getan wie Vielfalt und Internationalität verraten.

Natürlich finden sich hier britische Klassiker wie „Toad in the hole“ oder der obligatorische „Fish Pie“; manches wurde aufgepeppt wie „Eastern Mess“, das sich vom berühmten „Eton Mess“ abwandelt, oder „Erbsenkroketten mit Minze“, die nichts mehr mit der grünen Pampe auf dem Fish-n-Chips-Teller gemeinsam haben. Ebenso gibt es exotische Gerichte, deren Zutatenbeschaffung mitunter ein Problem darstellen kann beispielsweise bei nduja, einer würzigen streichfähigen Salami, die für „Nduja Bruschetta“ benötigt wird. Sehr gut hat uns die Verbindung von altbekannten Zutaten wie roter Bete oder Meerrettich mit der innovativen Umsetzung gefallen.

Wir haben uns zuerst an Rick Steins Shrimp-Fritters gewagt, die sich sowohl als Vorspeise als auch als Snack eignen. Sie waren schnell zubereitet und geschmacklich hervorragend. Anschließend gab es den „Happy Fish Pie“ nach Jamie Oliver. Von der langen Zutatenliste oder der umfangreichen Zubereitungsbeschreibung sollte man sich nicht abschrecken lassen. Persönlich motivierte Änderungen (Staudensellerie ist so gar nicht unser Fall, weshalb wir einfach mehr Möhren und Knollensellerie verwendet haben) sind genauso kein Problem wie die Vorbereitung einiger Schritte. Zum Abschluss hatten wir das „Zwetschgeneis“ ausgewählt, da nicht nur gerade Saison ist, sondern uns auch ein Eis ohne Eier reizte. Die Konsistenz und der Geschmack waren wunderbar.

Als nächstes testeten wir „Walnuss-Bagna-Cauda“, eine Walnusscreme, die hier mit Rohkost empfohlen wird, aber genauso herrlich auf frischem Brot schmeckt. Die „Mangold-Ricotta-Küchlein“ mit scharfem Tomaten-Paprika-Chutney benötigten zwar zehn Minuten länger im Ofen, ließen sich dann aber gut aus der Form lösen. Man kann sie gut vorbereiten und schmecken in der Kombination, die auch farblich ein Hingucker ist, delikat.

Das „in der Pfanne gebratene Hähnchen mit Pimenton und Kartoffelpüree“ war zügig tischfertig und kam bei allen gut an. Es eignet sich besonders für viele Personen und ist wenig aufwendig. Dazu gab es „mit Harissa glasierte Auberginen“, allerdings ohne Kokoscreme und Erdnüssen, die ebenfalls vorbereitet werden konnten.

„Joghurt mit Aprikosen, Honig und Pistazien“ ist zwar in der Rubrik Frühstück gelistet, kann aber als Nachtisch ebenfalls genossen werden. Weil Kinder mitaßen, haben wir den trockenen Weißwein einfach durch Orangensaft ersetzt und weniger Zucker genommen, was geschmacklich keine Einbußen bedeutete.

Sehr persönlich wird das Kochbuch zum einen durch die kurzen Porträts der Köchinnen und Köche mit einem Foto auf einer Doppelseite, zum anderen durch die Notizen zu den Gerichten selbst. Die Rezepte werden auf einer Seite präsentiert, das entsprechende Foto auf der gegenüberliegenden, was sehr übersichtlich und anschaulich ist. Die Fotos sind konzentriert auf das Wesentliche ohne viel Schnick und Schnack.

Ein vielfältiges Kochbuch, das für jeden etwas bereithält, egal ob Anfänger oder Profi, egal ob Liebhaber der britischen oder internationalen Küche.

Fazit

Wer reine Pub-Klassiker sucht, der wird nicht fündig werden. Britische Gerichte sind zwar enthalten, aber auch jede Menge internationale Rezepte, die von den in Großbritannien lebenden und arbeitenden Köchinnen und Köchen bereitgestellt wurden. Dadurch kann es mitunter schwierig werden, die Zutaten zu beschaffen, aber die kulinarische Abwechslung ist eindrucksvoll.

Das Großbritannien-Kochbuch

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