Bioparadies Toskana. Zu Gast bei 100 Bio-Produzenten

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • ISBN: 978-3-7012-0059-7
  • 215 Seiten.

Couch-Wertung

Praktikabilität
Ausstattung

Praktikabilität

Allein der Hobbykoch kommt zu kurz: Er darf sich an lediglich zwei Rezepten - Kaninchen und Aquacotta, der vegetarische Gemüseeintopf - erfreuen, aber dies ist ja auch kein Kochbuch, sondern ein Reiseführer zu den toskanischen Bio-Produkten und Bio-Produzenten.

Ausstattung

Sehr übersichtlich, unterhaltsame und informative Texte mit allen wissenswerten Hinweisen. Bilderbuchfotos.

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Claudia Schirrmeister
Eine feine Werbebroschüre für Bio-Produzenten in der Toskana, für den kulinarisch orientierten Toskanabesucher ein durchaus wertvoller Reiseführer.

Buch-Rezension von Claudia Schirrmeister Mai 2011

Telsche Peters, die in Norddeutschland aufgewachsene Autorin mit einem wahrlich nordisch klingenden Namen, ist in der Toskana sesshaft geworden. Und über diesen Landstrich, dem ähnlich wie der französischen Provence, ein gewisser Zauber eines mediterranen life styles anhaftet, den eine ganz spezielle Aura des Wohlbefindens und der Exotik mitten in Europa umgibt, schreibt sie in ihrem Buch Bioparadies Toskana. Zu Gast bei 100 Bio-Produzenten, 2011 im österreichischen Verlag "styria books" erschienen.

Das mit 21 mal 21 Zentimetern quadratisch-kompakte Hardcover-Format in den dominierenden Toskanafarben oliven(blatt)grün und ocker informiert differenziert nach Regionen über all die guten Produkte, die dem fruchtbaren Boden auf natürliche Weise entlockt und entsprechend veredelt vor Ort zum Verkauf und zur Verköstigung angeboten werden. Klar - der Wein der Bio-Winzer steht in der Toskana im Vordergrund und an Olivenöl kommt hier ebenfalls niemand vorbei - ein Tor, der dies überhaupt wollte -, doch Telsche Peters stellt uns auch die Produzenten anderer Spezialitäten, die beispielsweise Ursaft aus wilden Heidelbeeren, Konfitüren, Ricotta, eingelegtes Gemüse oder Safran anbieten, vor. Jedem Edel-Bauern sind zwei Seiten im Buch gewidmet, da gibt es selbst für den toskanischen Bauernhof des englischen Rockstars Sting keine Ausnahme. Neben einem unterhaltsamen Text, der über Anbauweise, Produktion und vor allem die Produzenten informiert, liefert eine tabellarische Aufstellung praktische Hinweise für den Besucher und Gast: Adresse, Öffnungszeiten, Zertifikation für den Bio-Anbau; der Leser erfährt, in welchen Sprachen er dort verstanden wird, ob und welche Kreditkarten akzeptiert werden und ob ein Hotelleriebetrieb angeschlossen ist. Die vertriebenen Produkte sind in der Liste mittels Icons abgebildet, so erkennt der eilige Leser die Produktpalette des jeweiligen Anbieters auf einen Blick. Die Internetadresse und - so vorhanden - Vertriebsfirmen hat Peters ebenfalls verzeichnet, ein guter Hinweis, um schon mal vom heimischen Herd aus die Toskana und ihre Bio-Landwirtschaft auszukundschaften.

Der Text auf dem hinteren Buchdeckel deutet es bereits an: Dies ist fürwahr eine sehr persönlich verfasste Publikation; das Vorwort, in dem Telsche Peters amüsant von ihren im Laufe der Recherchen angefutterten zusätzlichen Kalorien plaudert, ist absolut lesenswert! In der Beschreibung der Biohof-Inhaber setzt sich der Plauderton fort. Die Personen werden liebevoll-freundlich charakterisiert, wenn auch ein wenig stereotyp: Wir lernen die "Schweizerin mit dem flotten Kurzhaarschnitt" kennen, da ist "der musikalische Mittdreißiger mit den kurzgeschorenen Haaren" oder die "aparte Mittvierzigerin mit den dunklen Locken". Peters berichtet über den Werdegang der Höfe und damit auch ihrer Besitzer, angesichts des Bio-Booms allesamt offensichtlich glückliche Lebensläufe. Die chice Marketingleiterin wandelte sich zur Bio-Winzerin, der Autoverkäufer mutierte zum Heilpflanzenproduzenten, der weltweite Handelsreisende in Sachen Mikrochips züchtet heute zufriedene Bio-Schweine. "Schwein" hatte sicher ebenfalls der Ex-Designer aus Japan oder der skurrile Winzer aus der Provinz Lucca, der gelegentlich inmitten seiner Weinstöcke den Reben auf der Posaune vorspielt, wobei das Endprodukt keinerlei Schaden nimmt - wer weiß, vielleicht verleiht das Ständchen dem Wein erst die besondere Note?

Die Bauernhöfe bzw. Produktionsstätten und ihre Besitzer sind auf den zum größten Teil von ihnen selbst zur Verfügung gestellten Fotos abgelichtet, natürlich dürfen glückliche Lämmer und Kälber nicht fehlen. Das "Bioparadies Toskana" ist im Grunde eine feine Hochglanz-Werbebroschüre, die einige Klischees bedient, darüber dürfte kein Zweifel bestehen. Für den in Sachen Kulinaria reisenden Toskanabesucher mag das Buch aber tatsächlich eine interessante und brauchbare Publikation darstellen, welche ihm zu vielen Genüssen verhelfen wird. Schade nur, dass das Buch über keinerlei Register verfügt, was manches Nachschlagen und Suchen erleichtern würde.

Fazit:

Angereichert ist der Bio-Gourmetführer mit kleinen Artikeln zum Thema "Bio". "Biologische Landwirtschaft", "biodynamische Landwirtschaft" und "Bio-Landwirtschaft" werden hier erklärt, es gibt beispielsweise zudem einen Exkurs über Biowein. Die Autorin wartet weiterhin mit Internetadressen zur Ernährung im Allgemeinen und zu "Bio-Genuss-Reisen" in der Toskana im Besonderen auf. Allein der Hobbykoch kommt zu kurz: Er darf sich an lediglich zwei Rezepten - Kaninchen und Aquacotta, der vegetarische Gemüseeintopf - erfreuen, aber dies ist ja auch kein Kochbuch, sondern ein Reiseführer zu den toskanischen Bio-Produkten und Bio-Produzenten.

Bioparadies Toskana. Zu Gast bei 100 Bio-Produzenten

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