Bali: Essen mit den Göttern

Bali: Essen mit den Göttern
Bali: Essen mit den Göttern

Erschienen: Juli 2021

Erschienen: Juli 2021

Couch-Wertung

Praktikabilität
Ausstattung

Praktikabilität

Die Rezepte sind nicht sehr zahlreich, aber mit Sicherheit immer authentisch. Manchmal könnten die Zutaten etwas schwer zu bekommen sein, aber meistens dürfte da ein gut sortierter Asialaden helfen. Manche Rezepte sind so authentisch, dass sie für die Zubereitung zu Hause eventuell nicht in Frage kommen.

Ausstattung

Zwar werden Rezepte für ca. 30 Gerichte und eine Vielzahl an Sambals und Bumbus (Dips und Würzsoßen) geliefert, aber auf 300 Seiten Buchumfang ist das eine verschwindend geringe Anzahl. Wenn man das Buch aber als das betrachtet, was es ist – ein Reisebericht -, dann ist es gut gelungen. Wunderschöne großformatige Fotos zeigen das Leben der Menschen und ihre tiefe Frömmigkeit.

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Carola Krauße-Reim
Mehr Reisebericht als Kochbuch

Buch-Rezension von Carola Krauße-Reim Sep 2021

Die Fotografin Vivi D‘Angelo und Antje de Vries, die Weltenbummlerin mit der Mission „Connect and inspire people through food“ haben sich zusammengetan und Bali bereist. „Bali – Essen mit Göttern“ ist „ein Bericht über die bunte und genussvolle Spiritualität auf der Insel der Götter“.

Nicht nur Liebe geht durch den Magen…

...Spiritualität auf Bali definitiv auch! Bali, die indonesische Insel im Indischen Ozean, hat viel mehr zu bieten als schöne Strände und ein abwechslungsreiches Nachtleben. Flora, Fauna und die wunderschöne Landschaft sind wahrlich eine Reise wert. Die zahlreichen Tempelanlagen zeugen von einer tiefen Spiritualität der Einwohner, die auch in diversen Ritualen und Festen zu Hause gepflegt wird und, die immer mit sehr unterschiedlichen Opfergaben verbunden ist.

Die beiden Autorinnen haben sich auf eine Reise über die Insel der Götter gemacht und berichten von ihren Erlebnissen und Begegnungen, die immer im Zusammenhang mit der Spiritualität der Menschen stehen. Herausgekommen ist ein umfangreicher und sehr persönlicher Reisebericht – aber leider kein Kochbuch. Zwar werden Rezepte für ca. 30 Gerichte und eine Vielzahl an Sambals und Bumbus (Dips und Würzsoßen) geliefert, aber auf 300 Seiten Buchumfang ist das eine verschwindend geringe Anzahl. Wenn man das Buch aber als das betrachtet, was es ist – ein Reisebericht -, dann ist es gut gelungen. Wunderschöne großformatige Fotos zeigen das Leben der Menschen und ihre tiefe Frömmigkeit. Im Text werden die Rituale erklärt und in eine Art Reisetagebuch eingebaut, das kurzweilig zu lesen ist und viel von dem Zusammenhang zwischen Spiritualität und Essen verrät.

Einige Rezepte gibt es auch

Die Rezepte sind, wie gesagt, nicht sehr zahlreich, aber mit Sicherheit immer authentisch. Es werden, neben den unausweichlichen Bumbus und Sambals, Suppen, Hauptspeisen, Backwerk und Getränke vorgestellt, die in der heimischen Küche mehr oder weniger gut zuzubereiten sind. Manchmal könnten die Zutaten etwas schwer zu bekommen sein, aber meistens dürfte da ein gut sortierter Asialaden helfen.

Es wird relativ viel frittiert und Kokosnüsse sollte man auch in allen Variationen mögen – vom Fruchtfleisch bis zur Milch. Manche Rezepte sind so authentisch, dass sie für die Zubereitung zu Hause eventuell nicht in Frage kommen: Wenn z.B. Schweineblut benötigt wird oder Schweineinnereien für die Herstellung von Würsten. Wir haben uns das relativ simpel zuzubereitende „Nasi Kuning“ herausgesucht, das „oft Teil von Zeremonien und traditionellem Essen“ ist – ein mit Bumbu Kuning und Kokosmilch gewürzter Reis, der mit Gurke, Tomate, gerösteten Zwiebeln und Chilis gereicht wird. Die Zutatenliste ist, wie bei vielen Rezepten, übersichtlich und die Zubereitung verständlich in einzelnen Schritten erklärt. Die meiste Arbeit beim „Nasi Kuning“ macht das Herstellen des namensgebenden Bumbu aus Schalotten, Knoblauch und diversen Gewürzen. Geschmeckt hat es jedenfalls hervorragend, wobei die Schärfe durch die Anzahl der Chilis im Bumbu angepasst werden kann.

Fazit

„Bali – Essen mit Göttern“ ist ein wunderbarer Reisebericht, aber kein Kochbuch im eigentlichen Sinne. Nur wenige, aber authentische Rezepte sind zwischen den herrlichen Fotos und dem sehr persönlichen Reisetagebuch zu finden. Wer ein reines Kochbuch zur Küche Balis sucht, dürfte an anderen Publikationen mehr Freude haben.

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