Bali – Das Kochbuch

Bali – Das Kochbuch
Bali – Das Kochbuch

Erschienen: März 2021

Erschienen: März 2021

Couch-Wertung

Praktikabilität
Ausstattung

Praktikabilität

Kurze präzise Anleitungen führen auf jeden Fall zum Erfolg, allerdings lauert bei vielen Rezepten eine lange oder komplizierte Zutatenliste die man nicht ohne weiteres in jedem Supermarkt erstehen kann, sowie zum Teil sehr langwierige Zubereitungsschritte.

Ausstattung

Es besitzt alles was man von einem Kochbuch braucht und verlangt. Tolle Bilder von Essen, von Landschaften und dem Leben in Bali sowie interessante Tipps für eine Reise ergänzen die vielen exotischen leckeren Rezepte und machen Lust auf mehr.

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Viktoria Ferenc
Entführt in eine exotische Welt

Buch-Rezension von Viktoria Ferenc Jun 2021

Bali lässt einen in eine verführerische, exotische Welt eintauchen und vermittelt neben landestypischer Küche auch viel Hintergrundwissen und weckt auf jeden Fall Fernweh.

Unsere Reise nach Bali beginnt mit einem kurzen Vorwort der Autoren und vielen eindrucksvollen Bildern von der Insel der Götter. Der Inhalt ist unterteilt in verschiedene Kapitel wie „Nasi for Life“, „Scharf, Schärfer, Chili!“ oder „Zuckersüß & herzallerliebst“. In jedem Kapitel finden sich zwischen zehn und zwanzig Rezepte sowie Restaurant- und Unterkunfttipps für verschiedene Regionen auf der Insel.

Die Rezepte werden auf einer Doppelseite mit großem, toll inszeniertem Foto dargestellt. Zwischen den Rezepten finden sich häufig Doppelseiten mit kurzen Infos über verschiedene Regionen, Zutaten oder andere Aspekte der Insel, die auch eindrucksvoll bebildert sind. So interessant diese Informationen sind, ist dies oft sehr raumgreifend mit redundanten Zeichnungen illustriert, sodass manchmal der Eindruck aufkommt, man wollte möglichst viele Seiten füllen.

Nichtsdestotrotz interessiert mich natürlich wie gut die Rezepte funktionieren, denn in erster Linie ist dies ein Kochbuch und kein Reiseführer. Hierfür habe ich drei Rezepte ausgewählt und einen genaueren Blick auf die Rezepte geworfen. Zuerst proiberte ich das „BLT-Sandwich“ als vegane Version mit Kokoschips statt Bacon. Die marinierten Kokoschips werden im Ofen zubereitet und anschließend mit der obligatorischen Tomate und Salat auf geröstetem Toastbrot serviert. Entgegen anfänglicher Skepsis gelang das Sandwich sehr gut, allerdings waren Kokoschips und Liquid Smoke nicht so einfach aufzutreiben, daher war die Vorbereitung zwar sehr aufwändig aber die Durchführung ging schnell und bescherte ein köstliches Sandwich.

Dann nahm ich ein weiteres veganes Rezept unter die Lupe, den „Black Burger mit Jackfruit-Rendang“. Aus Zeitgründen verwende ich hier ein gekauftes Brötchen da mir auch die Zubereitung der Patties bereits extrem zeitaufwändig schien. Das bestätigte sich dann auch und ich benötigte insgesamt beinahe 2 Stunden für die Zubereitung.

Das Jackfruit-Rendang wird hauptsächlich aus Jackfrucht, Süßkartoffel und Zwiebel zubereitet. Während diese separat vorbereitet werden, muss auch das Rendang zuerst vorbereitet und alle Zutaten angebraten werden, bevor man alle Zutaten gemeinsam nochmal als Pattys formt und anbrät. Dies gelang mir überhaupt nicht, die Pattys blieben instabil und konnten nicht im mindesten gewendet und angebraten werden. Zudem war die Masse auch viel zu viel für die angegebene Personenzahl. Während also geschmacklich der Burger lecker und aufregend war, war ich sehr frustriert nach so langer Zubereitungszeit nur Trümmer der Pattys bergen zu können.

Schließlich wagte ich mich noch an die „Reispapierrollen mit Tempeh“ und der Erdnusssauce, die hierfür vorgesehen war. Dieses Rezept ließ sich leicht durchführen und benötigte auch keine besonderen Zutaten. Insbesondere die Füllung der Reispapierrollen lässt viel Raum zur freien Gestaltung und macht dieses Rezept zu etwas besonderem.

Fazit:

„Bali“ das Kochbuch ist auf jeden Fall empfehlenswert für alle neugierigen Köche, die Fernweh haben und gern mehr über das Land und die Leute lernen, deren Rezepte sie nachkochen. Neben all den tollen Fotografien und interessanten Fakten bleibt es dennoch bei einer eingeschränkten Empfehlung. Die Rezepte und auch Zutatenlisten richten sich an ambitioniertere Hobbyköche, die sich nicht scheuen viel Zeit auf der Suche nach Zutaten zu verbringen. Dennoch ist das Buch toll aufgemacht, weckt Interesse an Land, Leute und exotischer Kochkunst.

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