Atlas Cookbook

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Atlas Cookbook

    Erschienen: Juni 2020

    Couch-Wertung

    Praktikabilität
    Ausstattung

    Praktikabilität

    Die benötigten Zutaten wiederholen sich in vielen Rezepten und sind vielseitig einsetzbar. Die Rezepte werden mit wenigen Sätzen eingeführt und die Beschreibung der Zubereitungsschritte ist stets klar und schnörkellos.

    Ausstattung

    Die Fotos im Buch sind ansprechend und hochwertig, nur der äußere Einband könnte etwas liebevoller gestaltet sein. Die Rezepte werden durch hilfreiche Übersichten und Zusatzinformationen ergänzt.

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    Lea Gerstenberger
    Die Welt zu Gast am heimischen Tisch

    Buch-Rezension von Lea Gerstenberger Aug 2020

    Nachdem die Corona-Pandemie den Weltreisen im Jahr 2020 eine Absage erteilt hat, kommt das „Atlas Cookbook“ genau richtig: In 80 Rezepten bietet es eine kulinarische Reise rund um den Globus und kompensiert so das Fernweh, das sich beim Urlaub auf Balkonien womöglich einstellt.

    Der Australier Charlie Carrington reiste im Alter von 20 Jahren um die Welt und lernte die regionalen Küchen der besuchten Länder kennen. Diese Vielfalt setzt er in seinem Restaurant „Atlas Dining“ um, das alle vier Monate eine komplett neue Speisekarte erhält. Seine Weltgewandtheit kommt auch im „Atlas Cookbook“ zum Tragen. Die „Sprache des Essens“, so Carrington, ist universell – Kochen verbindet. Deshalb verwendet er in seinen Rezepten viele Zutaten, die über alle Länder und Kontinente hinweg verbreitet sind. Eine der „Geheimwaffen“: Traubenkernöl, das nicht fehlen darf, wenn Sie die Rezepte originalgetreu nachkochen möchten. Carrington fordert aber ausdrücklich zum Experimentieren und Abwandeln auf.

    Das „Atlas Cookbook“ ist nach der Einleitung geographisch gegliedert:

    • Südamerika (Kolumbien, Argentinien, Peru, Brasilien und Bolivien)
    • Naher Osten (Türkei, Syrien, Libanon, Irak und Israel)
    • Europa (Griechenland, Portugal, Spanien, Italien und Frankreich)
    • Asien (Thailand, China, Indonesien, Vietnam und Kambodscha)

    Für jede Region gibt es zudem noch passende Menüvorschläge, mit denen man die einzelnen Rezepte etwa zu einem südamerikanischen Grillfest oder einer nahöstlichen Mezzetafel zusammenstellen kann. Zudem wird jedes der Länder mit einigen geographischen und kulinarischen Besonderheiten vorgestellt, was auf die jeweilige Kultur einstimmt und einen guten Überblick über die wichtigsten Zutaten gibt. Denn bei allen Gemeinsamkeiten hält doch jede Region ihre Spezialitäten bereit, die die Rezepte erst besonders machen! Trotzdem lassen sie sich auch kunterbunt durcheinandermischen und passen auch zusammen, wenn man international auftischen möchte. Fleisch und Fisch spielen eine wichtige Rolle, es sind aber auch viele vegetarische und vegane Rezepte enthalten.

    Zusammen bei Tisch

    Sommerlich-erfrischend mutet der argentinische „Kartoffel-Rucola-Salat mit Orangen“ an. Während es für das Durchbraten der Kartoffeln etwas Geduld braucht, sind die restlichen Komponenten schnell zubereitet. Der Salat funktioniert als Beilage, aber auch als eigenständiges leichtes Gericht sehr gut. Optisch macht er auf einer Servierplatte viel her; wenn man alles durcheinandermischt, schmeckt er aber noch besser.

    Ein in jeder Hinsicht leichtes Rezept stellen auch die indonesischen „Hähnchenspieße mit Satay-Sauce und Tomaten-Spinat-Salat“ dar. Die Kombination ist grundsätzlich sehr lecker, allerdings war das ganze Gericht ein wenig fad – was etwas heißen will, wenn die Aussage von mir kommt. Die Satay-Sauce schmeckte nicht ansatzweise scharf, und auch das Salatdressing wurde sehr dünn. Eine gute Basis ist somit zwar vorhanden, man sollte aber eigenständig (und kräftig) nachwürzen. Mit Tofuspießen lässt sich das Gericht sehr gut für Vegetarier abwandeln.

    In Kombination entfalten sich die Gerichte besonders gut

    In Israel hat der Autor laut eigener Aussage das beste Hummus seines Lebens gegessen und teilt sein persönliches Rezept, das erstaunlich viel Tahini (Sesampaste) vorsieht. Das genaue Mischungsverhältnis kann man nach Geschmack anpassen. Ich habe für die würzige Paste vorgegarte Kichererbsen verwendet, was dem cremigen Ergebnis keinen Abbruch tat. Der Zitronensaft bringt eine angenehm frische Note mit ein. Als Begleiter habe ich die „Stangenbohnen mit Olivenöl, Zitronensaft und Knoblauch“ (Syrien) zubereitet, die im Nu fertig waren. Dazu noch ein knuspriges Brot, und schon ist für ein aromatisches und leichtes Abendessen an heißen Tagen gesorgt.

    Jedem Rezept ist eine übersichtliche Doppelseite gewidmet. Die langen Zutatenlisten können zunächst abschrecken, viele Komponenten tauchen aber in mehreren Rezepten auf. Was man also möglicherweise nicht von Haus aus vorrätig hat, kann man vielseitig einsetzen und aufbrauchen. Ansonsten sind die Textseiten angenehm minimalistisch und nicht überladen: Die Rezepte werden mit wenigen Sätzen eingeführt und die Beschreibung der Zubereitungsschritte ist stets klar und schnörkellos. Jedes Gericht wird zudem von einem ansprechenden und hochwertigen Foto begleitet. Einzig der Stil des äußeren Einbands gefällt mir bei diesem Buch nicht: Die Collage aus Gemüse- und Landschaftsbildern wirkt etwas lieblos zusammengezimmert und sieht weniger hochwertig aus, als man es von den Knesebeck-Titeln gewohnt ist. Das ist aber ein verzeihliches Manko – denn die inneren Werte stimmen.

    Fazit:

    Das „Atlas Cookbook“ stellt ausgewählte Rezepte aus verschiedenen Weltregionen vor, die sich auch in der heimischen Küche gut umsetzen lassen. Man kann sie raffiniert kombinieren und kreativ abwandeln, ohne ihnen ihre Besonderheiten zu nehmen. Charlie Carrington führt damit vor, dass die Sprache des Essens tatsächlich ziemlich universell ist – so kann man auch in Zeiten von Corona die Welt am Esstisch versammeln.

    Atlas Cookbook

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