asia street food

  • Christian
  • Erschienen: Dezember 2022
asia street food
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Carola Krauße-Reim
4

Kochbuch-Couch Rezension vonDez 2022

Praktikabilität

Die meisten Gerichte sind nur für Allesesser geeignet. Die Zutaten könnten teilweise nicht im Supermarkt zu erhalten sein, doch werden manchmal auch Alternativen genannt und es wird auf den Online-Shop des Autorenpaares hingewiesen.

Ausstattung

Optimale Mischung aus ganz hervorragenden und stimmungsvollen Fotos, kleinen Geschichten zu Land und Leuten und den natürlich authentischen 85 Rezepten.

Asiatische Hausmannskost

Street Food ist die beste Möglichkeit authentisches Essen zu kosten. Gerade in Asien sind die kleinen Stände mit den duftenden Köstlichkeiten weit verbreitet.  In den Städten gibt es sogar ganze Straßenzüge in denen sich eine Garküche an die andere reiht. Auf zahlreichen Reisen nach Indochina, Malaysia und Myanmar haben Simi und Stefan Leistner Rezepte gesammelt, die sie begeistert haben. Dass sie die richtige Auswahl getroffen zu haben scheinen, sieht man an der bereits 7. erweiterten Auflage ihres Kochbuches „Asia Street Food“, das jetzt vorliegt.

Rezepte und Geschichten

Den weitaus größten Anteil am Buch haben die 85 Rezepte aus Malaysia, Thailand, Laos, Myanmar, Vietnam und Kambodscha. Doch wir finden auch Informationen zu den Ländern, einigen speziellen Zutaten und vor allem kurze Einleitungen zu den Rezepten. Außerdem stehen vereinzelt QR-Codes zur Verfügung, die noch einmal Zusätzliches zu z.B. „Bananenblätter“ oder „Krachai-Wurzel“ bieten. So kann man noch ganz schön viel Neues nebenher lernen.

Durch die zahlreichen Fotos von Land und Leuten und auch den meist ganzseitigen Abbildungen der Gerichte, transportiert das Autorenpaar die quirlige Atmosphäre auf den Straßen in die heimische Küche. Manchmal meinten wir den Duft von Curry oder Fisch fast schon zu riechen - und als wir dann auf einmal bekannte Ort oder Personen, wie die „Mango-Lady von Bangkok“, sahen, waren wir vollends begeistert und sehr gespannt, ob die Rezepte wirklich den Originalen entsprachen und die Auswahl tatsächlich die Köstlichkeiten der unzähligen Garküchen widerspiegelt.

Es wurde an alles gedacht

Wer schon einmal an einem der in Asien weit verbreiteten Kochkurse für Touristen teilgenommen hat, weiß, dass es oft wenig braucht um eine köstliche Mahlzeit zuzubereiten. Jedoch sollten die Zutaten immer frisch sein, selbst die Würzpasten werden oft erst kurz vor dem Gebrauch gemischt. Vor Ort ist das kein Problem, doch sollte man Zuhause schon einen Asialaden zur Hand haben, denn manches gehört nicht unbedingt zum Standartsortiment des Supermarktes um die Ecke.

Damit man aber wirklich alles bekommen kann, was im Buch angegeben ist, haben die beiden Autoren einen eigenen Online-Shop gegründet, der helfen soll. Jedoch dürften dennoch die meisten Zutaten kaum ein Problem darstellen, denn teilweise wird auch im Buch schon mit gut zu erhaltenden Alternativen gekocht.

Die Rezepte selbst sind mit Zubereitungszeit und einer kleinen Anleitung versehen, bevor ein teilweise sehr langer und damit etwas unübersichtlicher Fließtext die Herstellung beschreibt. Ergänzt wird das Ganze dann oft noch mit Tipps, die alles Mögliche an Informationen erhalten können. Die Zutatenliste ist meist relativ kurz. Gewürze, wie Chilis, Limetten, Kaffirlimettenblätter und natürlich der unvermeidliche Koriander sind hier oft zu finden. Allerdings können auch schon einmal 500g Fischgräten oder 2 Kilo Schweineknochen gebraucht werden. Überhaupt sind viele Rezepte nur für Allesesser geeignet, Vegetarier und vor allem Veganer haben hier kaum Auswahl.

Einmal leckeres Street Food, bitte!

Wieder einmal hat uns die Vielfalt an Gerichten überwältigt und wir haben lange überlegt, was wir ausprobieren sollen. Wir haben uns dann für Gerichte entschieden, die wir in Garküchen vor Ort probieren durften, damit wir den Geschmack der Speisen beurteilen können, denn gerade bei internationalem Essen ist das oft schwer, wenn man den originalen nicht kennt. Um es vorweg zu nehmen – es hat immer einfach nur wunderbar geschmeckt und die Auswahl erschien uns absolut authentisch!

Aus Laos haben wir die „Hühnersuppe mit Pfeffer“ zubereitet, aus Kambodscha gab es „Lok Lak“ (Rindfleisch mit Pfeffersauce), wobei wir den originalen Kampot-Pfeffer benutzt haben, der zwar etwas teurer ist, aber ein unvergleichliches Aroma hat. Malaysia präsentierte sich mit einem „Hähnchencurry“ und den „Reisnudeln aus dem Wok“. Zum Schluss gab es aus Vietnam den unvermeidlichen „Vietnamesischen Eiskaffee“ für den man zwar einen ganz speziellen Kaffeefilter braucht, der aber unvergleichlich lecker schmeckt – nicht zuletzt wegen der Unmenge an gesüßter Kondensmilch.

Fazit

Wer asiatische Gerichte mag, ist hier genau richtig! Die Gerichte des „Asia Street Food“ sind vielseitig, authentisch und vor allem lecker. Lediglich Vegetarier und Veganer dürften wenig Auswahl haben, da die meisten Fleisch oder Fisch beinhalten.

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, Christian

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