Albanien. Das Kochbuch

  • Christian
  • Erschienen: Oktober 2025
  • 0
Albanien. Das Kochbuch
Albanien. Das Kochbuch
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Carola Krauße-Reim
451

Kochbuch-Couch Rezension vonDez 2025

Praktikabilität

Nicht jede Zutat ist bei uns handelsüblich, allerdings sind die meisten Gerichte machbar

Ausstattung

Einblicke zu Land und Leuten, dazu Rezepte. Alles von schönen Bildern begleitet. Allerdings sind nicht alle Rezepte in Inhaltsangabe gelistet.

Deftige Hausmannskost aus einem gastfreundlichen Land.

Albanien gilt bislang noch als Urlaubsgeheimtipp. Das kleine Land auf dem Balkan hat neben viel schöner Natur und interessanten Städten auch eine sehr gastfreundliche Bevölkerung zu bieten. Neben diesen Highlights will man natürlich auch die Kulinarik des Landes kennenlernen. Das kann man auf einer Urlaubsreise oder mit Hilfe dieses Kochbuches.

Reiseführer im Kochbuch

Der Südtiroler Spitzenkoch Thomas Ortler hat sich zusammen mit Fotograf Udo Bernhart auf den Weg nach Albanien gemacht. In sehr persönlich gehaltenen Kapiteln stellt uns Ortler die verschiedenen Gegenden des kleinen südosteuropäischen Staates vor. In diese Reiseberichte sind Rezepte eingebettet, die man aber leider nicht in der Inhaltsangabe findet. Anders als die des letzten Kapitels, das die „albanische Küche für daheim“ beinhaltet. Die Geschichte und die sehr unterschiedlichen Ethnien im heutigen Albanien führten zu einer Vielzahl an diversen Geschmacksrichtungen und Zubereitungsweisen. Insgesamt sind die vorgestellten Gerichte eine Mischung aus Mediterranem und orientalisch Angehauchtem. So kann man viel Eingelegtes finden; Gemüse und Fischgerichte sind ebenso angesagt, wie auch Fleisch. Es wird frittiert, gekocht, gebacken und geschmort. Berichte und Rezepte sind in einem ansprechenden Layout gehalten und alle mit wunderbaren Fotos versehen – auch Fotograf Bernhart hat ganze Arbeit geleistet.

Von Schafkopf bis „Drei-Milch Tiramisu“

Die Gerichte von herzhaft bis süß sind alle bodenständig. Wer hier Sterneküche erwartet, ist eindeutig falsch. Es kann schon einmal geschmorten Schafskopf oder „in Ziegenhaut fermentierten Joghurt“ geben. Doch die meisten Gerichte sind weniger exotisch und vor allem bis auf wenige Ausnahmen mit Zutaten aus dem Supermarkt machbar.

Die Anleitung im Fließtext und die in Komponenten unterteilte Zutatenliste lassen zudem keine Fragen offen. So kann man „Köfte“, „Byrek mit geschmortem Wildschein“, Überbackene Palatschinken“, „Gegrillte Lammkoteletts mit Zitrone“ „Karpfeneintopf“ oder „Geschmorten Schweinebauch mit Pflaumen, Pistazien und Balsamico“ zubereiten. Es gibt Polenta- und Pastagerichte, Suppen, Salate, Süßspeisen und natürlich auch Kaffee.

Schön ist, dass sowohl der albanische Name des Gerichtes als auch die deutsche Übersetzung genannt werden. Und damit man sich nicht verschätzt, sind auch die Zubereitungszeit und die Portionenanzahl genannt. Wir haben uns an „Pastiçe me djathë“ den „Albanischen Pasta-Auflauf“ gewagt. Er war köstlich, aber mit vier verschiedenen Käsen auch ganz schön heftig. Zum Abendessen gab es zum Brot den „Sallatë elbi“, einen Gerstensalat mit Bohnen, Essiggurke, Zucchini und Artischocken. Auch er hat gut geschmeckt und Lust auf mehr aus dem Kochbuch gemacht.

Fazit

Bodenständig und abwechslungsreich sind die 70 Gerichte, die neben einem Reisebericht den kleinen Staat Albanien vorstellen. Ein „kulinarisches Roadmovie“ das Appetit auf mehr macht.

Albanien. Das Kochbuch

Thomas Ortler, Christian

Albanien. Das Kochbuch

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