Achtsame Ayurveda-Küche

Erschienen: Juni 2019

Couch-Wertung

Praktikabilität
Ausstattung

Praktikabilität

Die Rezepte sind sehr einfach nachzukochen. Dadurch dass es sich meist um übersichtliche Zubereitungen handelt, kommen auch Anfänger unmittelbar auf ihre Kosten. Die Erklärungen sind klar veständlich und in kurzen Sätzen prägnant formuliert.

Ausstattung

Den Rezepten wird viel Raum geboten, manchmal bleibt fast eine halbe Seite leer, die mit indischen Ornamenten schmuckvoll gefüllt wird. Die Fotos sind ansprechend, aber nicht überbordend. Das Cover hätte etwas individueller und auffallender ausfallen können, auch in der Farbe.

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Nicole Goersch
Eine bunte Rezeptmischung, die durch ihre Kombinationsmöglichkeiten besticht.

Buch-Rezension von Nicole Goersch Okt 2019

„Dabei sollten gerade unser Tun in der Küche sowie das gemeinsame Essen Momente der Entspannung sein, Pausen vom Alltag, in denen wir bewusst wahrnehmen, dass wir mit Geschenken der Schöpfung umgehen, die als Mittel zum Leben einen Wert besitzen.“ (Vorwort, S. 7)

Achtsamkeit und Liebe, Aufmerksamkeit und Stille sollen die prägenden Eigenschaften von Kochen, Genuss und Essen sein, meint der Autor dieses Kochbuchs, Nicky Sitaram Sabnis. Nachdem er auf die Prinzipien des Ayurveda eingegangen ist, Konstitutionen, Typen und grundlegende Begriffe geklärt hat, wendet er sich den Bedeutungen der Gewürze und der Basis des ayurvedischen Kochens zu. Die Rezepte sollen dabei als Grundlage der eigenen Kreativität dienen, so dass dieses Kochbuch nicht nur für Anfänger, sondern auch für Fortgeschrittene, die sich experimentell mehr zutrauen, perfekt geeignet ist.

Bevor man zu den eigentlichen Rezepten kommt, gibt es fünf Basisrezepte, die immer wieder auftauchen werden: Halwa masala, eine süßliche Würzmischung, Tridosha-Currymischung und drei Khandwa, mit denen auch wir angefangen haben. Sie sind schnell gemacht und halten sich im Kühlschrank mehrere Monate.

Es sind zumeist kleine Speisen, die in den Kapiteln „Frühstück“, „Vorspeisen & Kleinigkeiten“, „Suppen“, „Vegetarisch“, „Körnerküche“, „Hülsenfrüchte“, „Fleisch & Fisch“, „Brot“, „Salate &Raitas“, „Chutneys & Pickles“, „Desserts“ und „Getränke“ zu finden sind, aber sie sind umfassend und stets für zwei Personen ausgelegt. Die Kapitel werden durch hilfreiche Tipps und Anmerkungen unterbrochen wie zum Beispiel „Ayurveda-Auszeit“ oder „Ayurveda im Alltag“.

Die Zutatenlisten sind zum größten Teil überschaubar, vor allem wenn man sich eine gewisse Grundlage beschafft. Dadurch kann man auch gut mehrere Rezepte miteinander verbinden, was zudem keinen großen zeitlichen Mehraufwand bedeutet. Das haben wir getan, als wir Freunde eingeladen haben, so dass jeder etwas finden konnte, was ihm schmeckt, ohne dass wir endlos in der Küche standen.

Der „in Polenta gebackene Blumenkohl mit Ingwerdip“ enttäuschte ein wenig, weil die Panade nicht so schön am Gemüse haftete wie gewünscht. Dafür war das Zusammenwirken mit dem Dip sehr lecker und ungewöhnlich. Die „Kichererbsen in deftiger Sauce“ erfreuten sich der größten Beliebtheit und waren als erstes aufgegessen. Der „Kräuterlachs in Erdnuss-Ingwer-Sauce“ war vorzüglich, besonders in der Kombination mit den roten Pfefferbeeren und der grünen Petersilie, was auch auf der angerichteten Platte ein tolles Farbspiel ergab. Das „Naan – Fladenbrot aus Weizen“ war etwas trocken. Hier hätten wir besser ein Chutney oder einen anderen Dip dazu gereicht. Allerdings können wir es uns sehr gut zu einem Chicken-Curry vorstellen. Zu guter Letzt gab es noch den „Karotten-Erdnuss-Salat“, der in seiner Einfachheit einfach wunderbar war. Als Nachtisch servierten wir „Mango-Kardamom-Lassi“, den Klassiker, der manchen zu wenig zuckrig war, was bei anderen wieder sehr gut ankam. Hier kann man aber natürlich auch nach eigenem Gutdünken variieren.

Ansonsten bekommt man mit Leichtigkeit ein mehrgängiges Menü hin: als Vorspeise gab es „Feine Kokos-Cajun-Suppe mit Gambas“, die sehr schnell zubereitet, aber äußerst lecker war, dann „in Joghurtmarinade gegrillte Hähnchenschenkel nach Tandoori-Art“, wobei wir auf Hähnchenbrust zurückgriffen und schließlich „Orangen-Safran-Couscous“, der etwas gewöhnungsbedürftig war, weil hierzulande Couscous ja eher mit herzhaften Speisen in Verbindung gebracht wird, aber die Kombination mit der frischen Orange und der nussigen Pistazie überzeugte schließlich doch.

Für die Mittagspause im Büro eignete sich das „Zucchini-Paprika-Kokos-Curry mit geräuchertem Tofu“ hervorragend. Bei dem Gemüse ließen wir unserer Kreativität freien Lauf und kauften das, was der Markt zu bieten hatte.

Um den Kollegen etwas Gutes zu tun, kochten wir „Schweinefleisch in scharfem Kokoscurry Vindaloo-Art“, von dem nichts übrig blieb.

Fazit:

Eine bunte Rezeptmischung, die durch ihre Kombinationsmöglichkeiten besticht. Bei der Auswahl konnten wir uns kaum entscheiden und werden noch viele weitere Rezepte ausprobieren. Durch die eingefügten Informationen zum allgemeinen Ayurveda-Begriff bekommt man einen guten Einblick in diese Kunst der achtsam-liebevoll-kreativen Küche und Lebensweise. Der Autor ist mit Leib und Seele dabei und das spürt man auf jeder Seite.

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