24 Rezepte bis Weihnachten

Erschienen: September 2020

Couch-Wertung

Praktikabilität
Ausstattung

Praktikabilität

Man sollte Erfahrung im Kochen und Backen haben, denn sonst dürften einige Rezepte durch mangelhafte Angaben nicht gelingen.

Ausstattung

Das Büchlein ist schon ein Hingucker! Im grünen Leineneinband mit goldenen Zweigen und Glitzer versehen, ist es ein wunderbarer, etwas anderer Adventskalender, der die Vorfreude auf Weihnachten schürt.

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Carola Krauße-Reim
Sehr schön aufgemacht, aber bei den Rezepten hapert es

Buch-Rezension von Carola Krauße-Reim Okt 2020

Das Büchlein ist schon ein Hingucker! Im grünen Leineneinband mit goldenen Zweigen und Glitzer versehen, ist es ein wunderbarer, etwas anderer Adventskalender, der die Vorfreude auf Weihnachten schürt. Vom 1. bis zum 24. Dezember sind täglich Rezepte der unterschiedlichsten Gerichte zu finden: Die Palette reicht von der Vorspeise, über Hauptgerichte und Desserts bis hin zu süßen Naschereien und winterlichen Getränken. Jedem Tag ist eine Doppelseite gewidmet – links die Zutatenliste und die Kochanleitung – rechts ein stets sehr stimmungsvolles Foto. Die Zutatenlisten sind übersichtlich und die benötigten Lebensmittel sind durchweg gut zu erhalten. Die Rezeptangaben sind eindeutig und gut nachvollziehbar, jedoch fehlt es allen an der Angabe der Portionsmenge und auch das Mengenverhältnis der Zutaten ist manchmal alles andere als passend. Hier ist Koch- und Backerfahrung gefragt, sonst dürfte so mancher Adventstag wenig erfreulich sein.

Vorspeisen und Hauptgerichte

Am 1.12. soll ein „Wintersalat“ zubereitet werden. Die Mischung von grünem Feldsalat, rotem Radicchio, orangen Apfelsinenfilets und braunen Speckpflaumen ist nicht nur etwas für den Gaumen, auch das Auge ist begeistert. Das Dressing mit Honig, Senf, Granatapfel- und Limettensaft ist fruchtig köstlich, jedoch muss man etwas Erfahrung haben, sonst könnte das endgültige Abschmecken mit Salz, Pfeffer, Zimt und Chilipulver schwierig werden.

Der 10.12. bietet mit „Pilzragout mit Serviettenknödel“ ein Hauptgericht an. Hier stimmen die Mengenangaben eindeutig nicht! Für 60g Brötchen werden 250ml Milch und 100g zerlassene Butter gefordert – das ergibt einen weichen bis flüssigen Matsch, aber keine halbfeste Konsistenz für den Knödel. Wir haben 200g Brötchen, 60g Butter mit den angegebenen 250ml Milch gemischt und konnten mit dieser Masse unseren Knödel gut formen, der dann in der Menge knapp für 3 Esser gereicht hat, 60g Brötchen sind da nicht einmal für 2 Personen ausreichend. Dafür aber das Pilzragout, das mit 800g Mischpilzen eine enorme Menge ist. Doch werden den Pilzen lediglich 200ml Sahne und 50g Parmesan zugefügt, was die ganze Sache recht trocken, dafür aber kalorienreich macht. Auch die Würze könnte hier etwas ausgefeilter sein, durch eine Zugabe von frischen Kräutern oder Kräutern der Provence wäre das Ragout mit Sicherheit schmackhafter.

Desserts

„Weisse Schokoladencreme mit Himbeeren“ ist für den 3.12. vorgesehen. Diese Kalorienbombe braucht ein wenig Geduld, ist aber ansonsten leicht zuzubereiten und schmeckt köstlich. Jedoch sollten die Himbeeren zur Verarbeitung ganz aufgetaut sein, sonst macht man sich mehr Arbeit als nötig. Die Menge des Desserts ist locker für 4 Personen ausreichend, genauso, wie die „Pannacotta mit Karamellsoße“ am 21.12. Auch dieses Dessert hat es in sich und benötigt dazu wieder etwas Kocherfahrung, denn 3 Blatt Gelatine würden aus den 600ml Flüssigkeit Beton und kein Pannacotta machen. 160g Zucker ergeben dagegen etwas wenig Karamell, wenn man die Flüssigkeit in normalgroße Dessertschüsseln geben will.

Getränke

„Mexikanische heiße Schokolade mit Zimt“ verschönert den Nikolaustag. Auch hier ist die Zubereitung einfach und heraus kommt eine leicht scharfe, aber leider nicht nach Zimt (lediglich 4 Msp.!) schmeckende Flüssigkeit, die bei einer hochprozentigen Zartbitterschokolade (leider fehlt die Prozentangabe in der Zutatenliste) auch wesentlich mehr Zucker benötigt, um nicht zu bitter zu sein. Bei 1l Milch kann man locker 4- 6 Personen verköstigen, denn durch 200g Schokolade ist das Getränk ziemlich wuchtig und sättigend. Gefolgt wird die heiße Schokolade am 7.12. mit einem Ingwer-Punsch, der kalt zubereitet wird und eigentlich kein Punsch ist, da er zu viele Zutaten hat.

Hier irritiert die Angabe „ 4 daumengroße Stücke Ingwer“ - bestimmt ist daumennagelgroß gemeint, denn ansonsten dürfte man dem Ingwer-Overkill erleiden. Auch fehlt die Mengenangabe für das Ginger Ale, da man ja wieder einmal nicht weiß, für wie viele Personen das Rezept geplant ist. Wir haben zwei große Gläser gefüllt und waren mit der Mischung ganz zufrieden. Am 17.12. gibt es wieder einen Punsch, dieses Mal ist es ein heißer „Birnenpunsch“.  Auch hier ist es aufgrund der Zutatenanzahl kein Punsch im engeren Sinn, aber einen Namen muss das Kind ja haben. Leider fehlt hier die Angabe ob trockener oder lieblicher Weißwein benötigt wird, was ja auf den Geschmack eine enorme Auswirkung hat. Wir haben uns für eine Halbtrockenen entschieden und die gesamte Mischung länger ziehen lassen, damit die Zitronenschalen ihren ganzen Geschmack entfalten konnten. Heraus kam ein sehr gut schmeckendes und wärmendes Wintergetränk.

Süße Naschereien

Natürlich dürfen in der Adventszeit Plätzchen nicht fehlen und so werden am 8.12. Kokos-Makronen, am 14.12. Spitzbuben und am 15.12. ein Safran-Zimt-Kranz gebacken. Bei allen drei Rezepten musste nachgebessert werden. Die Makronenmasse benötigte zur Bindung doppelt so viel Eiweiß, denn 500g Zucker und 500g Kokosraspeln sind eine ganz schöne Menge! Auch der Hefekranz braucht mehr – mehr Teig und mehr Füllung, wenn man ein Rechteck von 50 x 30 cm ausrollen soll und selbst für die angegebene Teigmenge ist die Füllung zu gering und hebt sich aus dem Hefeteiggeschmack kaum ab. Auch hier ist also wieder Improvisation gefragt, ebenso, wie Backerfahrung, denn 200g Mehl sind für die angegebene Menge an Flüssigkeit zu wenig für einen guten Hefeteig. Auch der Teig für die Spitzbuben ist viel zu fett. Ich habe noch 100g gemahlene Mandeln hinzugefügt und erhielt so die richtige Konsistenz zum Ausstechen. Doch, nach den Korrekturen waren alle drei Naschereien köstlich!

Fazit

„24 Rezepte bis Weihnachten“ ist eine nette Idee und durch die gelungene Aufmachung auch wunderschön anzusehen. Jedoch sollte man Erfahrung im Kochen und Backen haben, denn sonst dürften einige Rezepte durch mangelhafte Angaben nicht gelingen. Wenn das aber der Fall ist, ist das Büchlein ein schönes Geschenk oder eine Alternative zum sonst üblichen Schokoladen-Adventskalender.

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