Einhorntastisch backen von Stephanie Juliette Rinner

Buchvorstellung und Rezension

Erschienen 2017 bei Edition Michael Fischer , 48 Seiten. ISBN nicht vorhanden.

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Das meint Kochbuch-Couch.de: Wenig Neues, aufwändig und vor allem Können wird vorausgesetzt – nichts für Anfänger und Ungeduldige

Kochbuch-Couch-Rezension von Melanie Reichert

Da ich ein absoluter Fan von Einhörnern bin und gerade im Backbereich gerne neue Impulse bekomme, dachte ich mir, dass dieses Backbuch wohl genau das richtige für mich sein würde. Leider wurden meine Erwartung nicht gänzlich erfüllt, weil gerade mal 17 Rezepte vertreten sind, die wenig neue Impulse liefern – schade.

Auf den ersten vier Seiten erhalten wir zunächst mal eine Einweisung in die Thematik, was ich gelungen finde, weil hier direkt geklärt wird, was man noch benötigt, bevor man loslegen kann. Hier sind wir aber auch schon beim ersten Kritikpunkt: Wer sich mit den Rezepten auseinandersetzen möchte, braucht Equipment. Obwohl meine Küche schon gut sortiert ist, könnte ich nur zwei Rezepte nachbacken, ohne dafür neue Gerätschaften (auch wenn es nur neue Tüllen für den Spritzbeutel sind) anschaffen zu müssen. Aber hier wird geklärt, ob die Autorin beispielsweise Butter oder Margarine vorzieht, Backpulver oder Natron. Das gibt schon mal gute Hinweise auf das Backen selbst. Kurz, wer sich für dieses Buch entscheidet, sollte sich also darüber im Klaren sein, dass es ein gewisses Equipment erfordert und auch entsprechende Zutaten eingekauft werden müssen (allen voran Lebensmittelfarbe, da hier praktisch alles eingefärbt wird).

Die Rezepte selbst sind ausführlich beschrieben und leicht verständlich. An der Umsetzung sollte es eigentlich nicht scheitern, zumal auch viele nützliche Tipps gegeben werden, was ich positiv hervorheben möchte. Allerdings braucht man ein gewisses Geschick, denn viele Torten, Cupcakes und Kekse werden nach dem Backen verziert. Fondant, Buttercreme und Zuckermasse sind hier die Schlagwörter. Wer also noch nie mit Fondant gearbeitet hat, wird sich also vermutlich schwertun, ein perfektes Einhorn zu kreieren. Da ich selbst nicht zu den geduldigsten Menschen zähle, möchte ich auch noch erwähnen, dass man eine gewisse Zeit mitbringen sollte. Um ein Beispiel zu nennen: Der Einhorn-Käsekuchen wird in 5 unterschiedliche Farben eingefärbt und dann in die Form gekleckst. Selbstredend, dass das natürlich etwas länger dauert.

Die Gestaltung des Buchs möchte ich aber trotzdem positiv hervorheben, denn Einhorn-Liebhaber sollten hier voll auf ihre Kosten kommen. Bunte Bilder, viel Glitzerkram und auch viele Detailaufnahmen, um die einzelnen Schritte bei besonders aufwändigen Rezepten zu erleichtern, sind hier vorhanden und liebevoll in Szene gesetzt. Insgesamt macht das Backbuch einen runden Eindruck und kann durch die Einleitung sowie den DIY-Teil im Anhang punkten (hier wird dem Leser beispielsweise verraten, wie er bunte Streusel und Glitzerdeko selbst herstellen kann).

Fazit:

Insgesamt 17 Rezepte finden sich auf 48 Seiten (beispielsweise Kekse, Schokolade, Milchshake, Käsekuchen, Motivtorten etc.). Gute Beschreibungen, Herstellungstipps, leicht verständliche Rezepte und schöne Bilder machen das Backbuch zu einem insgesamt tollen Werk. Teilweise sehr aufwendige Rezepte oder exquisite Zutatenlisten führen dazu, dass man schon einiges an Zeit (und auch teilweise an Geld) einplanen sollte. Ich denke, dass dieses Backbuch eher etwas für geübte Hobbybäcker ist und es natürlich auf einem Kindergeburtstag punkten kann, wenn das Einhorn-Motto vertreten sein soll. Nicht für Jedermann, aber für Liebhaber ein Highlight.

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