Cook this Book von Stefanie Hiekmann

Buchvorstellung und Rezension

Erschienen 2018 bei Edition Michael Fischer , 160 Seiten. ISBN 978-3863559199.

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Das meint Kochbuch-Couch.de:

Kochbuch-Couch-Rezension von André C. Schmechta

Es gibt diese Buchreihe „Kunst aufräumen“. Bilder berühmter Maler werden in ihre grafischen Einzelteile zerlegt und sorgfältig neben dem Original aufgereiht. Dies war mein erster Gedanke beim Blättern durch die Seiten von „Cook this Book“. Auch hier ist Ordnung angesagt. Allerdings nur bei der Zubereitung. Das fertige Gericht zeigt sich wohl komponiert im aufgeschlagenen Backpapier. Aber der Reihe nach …

Stefanie Hiekmann hat sich eine ebenso einfache wie praktische Idee für ihr Kochbuch mit 35 Ofen-Rezepten überlegt. Nach der Wahl des gewünschten Rezeptes wird das Backpapier auf die jeweilige Doppelseite im Buch gelegt, die mit einfachen Illustrationen alle erforderlichen Zutaten abbildet. Diese dient wie eine Schablone, auf der nun die Zutaten ausgelegt werden können. Das Backpapier wird anschliessend auf das Backblech gezogen und nach empfohlener Art eingeschlagen. Dann nur noch ab in den Ofen und fertig garen. Die weitere Doppelseite zum Rezept zeigt das Gericht sowohl im ausgelegten Rohzustand, wie auch fertig im Ofen zubereitet.

Zugegeben: die strukturierte Vorgehensweise entspannt. Alles hat seinen Platz, da kann ja eigentlich nichts schief gehen. Für wenig erfahrene Köchinnen und Köche kann dies durchaus motivierende Wirkung haben. Ich habe jedoch bei mir festgestellt, dass ich bereits bei der zweiten Portion ungeduldig werde, da das sorgfältige Auslegen mehr Zeit in Anspruch nimmt, als notwendig. Denn zusammenwürfelt und gemischt wird es ja hinterher sowieso.

Alle Gerichte haben eine überaus überschaubare Zutatenlisten von etwa 5-7 Zutaten gemein – Gewürze schon eingeschlossen. Die Zutatenliste ist in der Regel für eine, maximal zwei Personen abgestimmt. Auch damit wird deutlich, dass sich „Cook this Book“ eher an kleine Haushalte mit möglicherweise wenig Platz in der Küche richtet.

Die Rezepte überzeugen entsprechend auch weniger durch ausgefallene Kompositionen mit komplexen Aromen, sondern durch ihre raffinierte Einfachheit. Da gibt es etwa „Verrückte Stullen“, die nur aus Brotscheiben, Schinkenwürfel, Tomaten und Käsestückchen bestehen oder „Kartoffeln mit Rosmarin & Chili“ und „Maiskolben mit Salbei-Butter“. Bei beiden letzteren verbergen sich alle Zutaten bereits im Namen des Rezeptes.

Deswegen darf„Cook this book“ keineswegs voreilig als langweilig abgetan werden. Ich habe den Praxistest mit „Chili von Carne“ begonnen. Mit neun Zutaten ein fast schon komplexes Gericht. Klassisch, würzig, lecker. Oder wie wäre es mit „Wildlachs mit Gurke, Minze & Gin“, „Süßkartoffel Erdnuss-Curry“, „Gnocchi mit Gorgonzola“ oder „Gemüse-Päckchen Falafel-Style“? Die „Schupfnudeln mit Rosenkohl“ werden mit getrockneten Sauerkirschen verfeinert. Süß geht übrigens auch – mit dem „Apfel-Walnuss Crumble“.

Fazit:

Für „Cook this Book“ finden sich viele passende Gelegenheiten: Beim Kochen mit Kindern nach der Schule zum Beispiel. Denn das Auge isst bekanntlich mit und das gemeinsame Auslegen der Zutaten macht Spaß.

Oder wie wäre es als Geschenkidee für die neue Studentenwohnung. Wenig Platz, kleine Küche, trotzdem Lust auf Selberkochen statt Fertiggerichte. Gilt natürlich auch für Singles. Auch Kochanfänger finden einen einfachen Einstieg in das Zusammenspiel verschiedener Grundzutaten. Nicht zuletzt als Ergänzung im Kochbuch-Regal, denn hübsch sieht „Cook this Book“ mit seinen kräftigen Seiten im großen Format wirklich aus.

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