Eat Like a Gilmore von Kristi Carson

Buchvorstellung und Rezension

Erschienen 2016 bei Shaker Media , 286 Seiten. ISBN 978-3956315336.

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Das meint Kochbuch-Couch.de: Ein absolutes Muss für Gilmore-Girls-Fans

Kochbuch-Couch-Rezension von Melanie Reichert

Als bekennender Fan der Serie war klar, dass ich dieses Kochbuch irgendwann eingehend studieren muss. Gerade das Essen ist ja ein wichtiger Aspekt der Serie. Nicht nur, dass die beste Freundin der Protagonistin Köchin ist – nein, auch werden die meisten Dialoge tatsächlich an einer reichlich gedeckten Tafel abgehalten. So war es für mich Ehrensache, noch mal in die kulinarischen Tiefen der Gilmore Girls einzutauchen und zu sehen, was man alles zaubern kann, wenn man sich wie Lorelai, Rory & Co fühlen möchte.

Was mich direkt zu Anfang begeistert hat, ist, dass das Kochbuch in verschiedene Segmente unterteilt ist. So können wir beispielsweise ganz klar sehen, welche Gerichte Sookie kochen würde (kreative Küche), welche wir eher in Luke’s Diner serviert bekommen (rustikal-derb) oder wie man bei Emily zum Dinner einlädt (gehoben-klassisch). Auch der Nachtisch kommt natürlich nicht zu kurz, genauso wie Getränkevariationen. Es sollte also für jeden was dabei sein. Gesagt sei noch, dass die Gerichte eher fleischlastig sind, da der Spielort der Serie Amerika ist. Mit ein bisschen Kreativität lassen sich aber die meisten Rezepte abwandeln.

Die Rezepte an sich haben einen klaren Aufbau und sind wirklich übersichtlich. Über jeder Seite steht erst mal eine Anekdote zur Serie, wann oder wo das Gericht verspeist wurde oder wer es besonders mag. Für echte Fans ist das prima, weil man so noch mal in Filmmomenten schwelgen kann. Links befindet sich dann immer die Zutatenliste, während recht die Anweisungen sogar mit kleinen Überschriften versehen sind, sodass man sofort weiß, was nun zu tun ist. Die Ausführungen sind knapp, aber verständlich gehalten, sodass man nicht unnötig viel lesen muss. Auch eine Portionsangabe ist unter den Rezepten enthalten, wobei man sagen muss, dass diese natürlich relativ ist.

Die Bilder und die gesamt Aufmachung des Kochbuchs ist sehr bunt gehalten, was zum spritzigen Image der Serienikonen passt. Für meinen Geschmack war es ein bisschen zu schrill, weil man teilweise vom Wesentlichen – den Rezepten – abgelenkt wird.

Abschließend kann ich sagen, dass das Buch für Fans wegen des Kultfaktors wohl ein Muss ist, für erfahrene Köche aber eher unter „einfach“ abzuhaken ist. Wir finden hier typische Rezepte der amerikanischen Küche wie Burger, Mac’n'Cheese oder auch Chili con Carne. Insgesamt sind wenige neue Ideen enthalten und wenn man sich mit der amerikanischen Küche bereits beschäftigt hat, dann ist diese Lektüre wohl eher nicht zu empfehlen. Lobend muss man aber auch noch erwähnen, dass die Umsetzung leicht ist und das Kochbuch somit auch sehr für Anfänger geeignet ist, die sich an verschiedenen Dingen ausprobieren wollen.

Fazit:

Insgesamt finden sich unzählige Rezepte auf 286 Seiten (unterteilt in 9 Kategorien von Getränken über Frühstück bis hin zu Suppe oder Hauptgerichten, als besonderes Extra gibt es noch zwei zusätzliche Kapitel über Kaffee und Kuchen). Übersichtliche Rezeptgestaltung trifft auf einfache Umsetzung. Wohl mehr ein Buch für echte Fans als eine tatsächliche Quelle neuer Ideen, dafür aber umso liebevoller zusammengetragen und ausgeführt.

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