Skandinavisch kochen - 100 Wohlfühlgerichte von Trine Hahnemann

Buchvorstellung und Rezension

Erschienen 2017 bei Edition Michael Fischer , 288 Seiten. ISBN 978-3863556792.

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Das meint Kochbuch-Couch.de:

Kochbuch-Couch-Rezension von Nicole Goersch

Während momentan alle Welt „hygge“ entdeckt, die skandinavische Art das Leben zu genießen, gibt es die Kochbücher von Trine Hahnemann schon ein wenig länger, reiten aber auf derselben Welle: kochen und wohlfühlen. Dazu passt dieses – 2017 auf Deutsch erschienene – Kochbuch perfekt: „Skandinavisch kochen. 100 Wohlfühlgerichte“. 

Die Dänin Trine Hahnemann ist Autodidaktin, hat sich das Kochen also selber beigebracht, es aber auch von der Großmutter gelernt. Ihr ist wichtig, dass mit den Jahreszeiten gekocht wird, man sich verantwortungsvoll verhält und ausgewogen ernährt. Das wird auch an der Kapitelaufteilung deutlich, die u. a. „Suppen für jede Jahreszeit“ oder „Gemüse, meine große Liebe“ enthält. 

Jedes Rezept findet sich auf einer Seite wieder, aufgeteilt in die Zutatenliste, die Zubereitung und in einen längeren oder kürzeren Text, in dem Trine Hahnemann ihre persönliche Verbindung zu dieser Speise erzählt. Auf der gegenüberliegenden Seite gibt es das obligatorische, perfekt inszenierte Foto, das einem den Mund bereits wässrig macht.

Ich habe den „Zitronen-Mondkuchen“ getestet, der einfach zu handhaben war und auch geschmacklich überzeugte. Der Teig war fluffig, die Creme sorgte für einen leicht säuerlichen Kontrast. 

Als nächstes kam die „Roggenkruste mit Brokkoli und Lauch“ an die Reihe. Diese war etwas zeitaufwändiger, da der Teig nicht nur gehen, sondern auch blind vorgebacken werden musste. Das Gemüse musste ebenfalls zuvor blanchiert werden. Das Ergebnis war es aber wert, denn trotz des Vollkornroggenmehls schmeckte die Tarte keineswegs schwer und war doch ein guter Sattmacher. 

Die „Fischfrikadellen mit Kräutersoße und Minze-Bratkartoffeln“ kamen sehr gut an, denn sie waren keineswegs mit gekauften Fischfrikadellen zu vergleichen und dennoch schnell gemacht. Die Kräutersoße sorgte für eine wunderbare Ergänzung und die Bratkartoffeln hatten den nötigen Pfiff durch die frische Minze. 

Die „Flutes“ reizten mich besonders, weil sie mit drei Zutaten sparsam auskamen. Bei allen Brotrezepten muss man aber schon einen Tag vor dem möglichen Verzehr mit der Zubereitung loslegen, da der Teig über Nacht gehen soll. Für die Flutes sollte Weizenmehl Typ 812 verwendet werden, das ich aber in unseren gängigen Supermärkten nicht bekommen konnte, also nahm ich Dinkelmehl Typ 630 und mischte es mit dunklem Weizenmehl Typ 1050. Dennoch wollte mir der Teig nicht gelingen: er war einfach zu flüssig. Ich rührte mehr Mehl unter, aber der Teig zerlief mir, so dass als Resultat eher ein Fladenbrot herauskam als ein Baguette. 

Die „Tomaten mit Ziegenkäsedressing“ waren ein spontaner Einfall, als Freunde zu Besuch kamen. Das Rezept ist wandlungsfähig, kann mit verschiedenen Ölen aufgepeppt und mit Balsamicoessig verfeinert werden. Für Ziegenkäseliebhaber ist dieses Rezept ein absolutes Muss. 

Die „Spinatklößchen in Tomatensoße“ konnten ebenfalls mit ihrer einfachen Zubereitung und dem grandiosen Geschmack überzeugen. 

Fazit: 

Die Zutaten waren größtenteils leicht zu beschaffen, manchmal gab es Alternativvorschläge (z. B. statt des isländischen Skyrs Frischkäse zu verwenden), manchmal nicht (wie bei den „Flutes“). Trotzdem sind die Rezepte sehr gut alltagstauglich und durch die saisonalen Zutaten geschmacklich ausdrucksstark. 

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