Meine japanische Küche - Rezepte für jeden Tag von Stevan Paul

Buchvorstellung und Rezension

Erschienen 2017 bei Hölker Verlag , 224 Seiten. ISBN 978-3881179515.

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Das meint Kochbuch-Couch.de:

Kochbuch-Couch-Rezension von André C. Schmechta

Unter den Länderküchen nimmt die japanische schon eine besondere Stellung für mich ein. Auf den ersten Blick häufig schlicht wirkend, merkt man erst bei näherer Betrachtung, wie das Zusammenspiel aus Herkunft und Qualität der Zutaten, sowie Sorgfalt und Fertigkeiten in der Zubereitung, die einzelnen Speisen prägt und zu einzigartigen Geschmackserlebnissen führt – das traditionelle Sushi sei hier nur als ein Beispiel erwähnt.

Stevan Paul möchte mit seinem neuen Kochbuch die japanische Küche alltagstauglich machen und hat dafür 80 „Rezepte für jeden Tag“ zusammengestellt.

„Meine japanische Küche“ macht schon äußerlich einiges her: Festes Cover mit Holzprägung, schlichte, schwarz glänzende Schrift und offener Buchrücken. Ein insgesamt stimmiges Layout mit ganzseitigen Fotos der Gerichte rundet den hochwertigen ersten Eindruck ab.

Nach dem Vorwort findet sich zunächst eine kleine Warenkunde. Typische japanische Produkte und hausgemachte Alternativen werden vorgestellt und erläutert. Die Rezepte sind in acht Kapitel unterteilt: Von „Sushi & Sashimi“  über „Izakaya & Familiengerichte“ und „Japan Vegetarisch“ bis „Sake & Co.“. Den Kapiteln vorangestellt liefert Stevan Paul Hintergrundinfos aus der Küche Japans und spannt dort auch den Bogen zwischen Tradition und Moderne.

Zum Auftakt meines Praxis-Tests habe ich den Bratnudel-Klassiker „Yakisoba“ als schnelles Abendessen zubereitet: Bacon, Spitzkohl und eine würzige Sauce geben den typisch asiatischen Geschmack – als Topping gibt es ein Spiegelei. „Lachs mit Miso-Butter“ gelingt ebenso schnell und einfach, wie die „Miso-Spaghetti“ – nur Butter, helle Miso-Paste und Sesam sorgen hier für den würzigen Geschmack.

„Oyakodon“, „Guyodon“, „Mabodon“ und „Butadon“ sind herzhafte Reisgerichte mit Fleisch von Schwein, Rind oder Huhn jewiels mit verschiedenem Gemüse zubereitet. Raffinierter und für Liebhaber von Innereien ist „Hähnchen-Yakitori“: Spieße aus Hähnchen-Herzen und  Hähnchen-Brustfilet. Beinahe extravagant ist „Shakedon“. Roher Lachs wird zu feinen Lachs-Streifen und Lachstatar verarbeitet und u.a. mit Gurke und Forellenkaviar serviert.

Auch Burger finden sich in „Meine japanische Küche“: „Chicken-Burger mit Mandarinen-Mayonnaise und Wasabi-Ketchup“ und „Bratfisch-Burger mit Wasabi-Mayonnaise“. Die selbst gemachten Buns geben hier den besonderen Pfiff. Dieses benötigen allerdings etwas mehr Zeit für Zubereitung, Garen und Backen. Doch wie heißt es so schön im zugehörigen Rezept: „Ein guter Burger beginnt aber mit einem guten Bun!“.

Die Anweisungen zur Zubereitung sind ausführlich und verständlich, auch die Zubereitungszeit für jedes Rezept wird angegeben. Diese variiert je nach Rezept deutlich, liegt aber häufig unter 30 Minuten. Sehr gut: Stevan Paul ergänzt die Rezepte häufig mit möglichen Variationen, so dass auch alternative Zutaten zur Verwendung kommen können. Diese nützliche Hilfestellung bedeutet im Alltag mehr Flexibilität und erspart auch mal den einen oder anderen zusätzlichen Einkaufsweg.

Fazit:

Wer bisher eher Berührungsängste mit der Küche Japans hatte und sie nur selten im Alltag berücksichtigt hat, muss unbedingt einen Blick in das Buch von Stevan Paul werfen. Der gelernte Koch und Food-Blogger aus Hamburg bringt die enorme Vielfalt und den Geschmack aus dem  Land der aufgehenden Sonne auf den Tisch – in einem praxistauglichen und überaus ansprechenden Kochbuch.

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