Krautkopf von Schon, Yannic & Probst, Susann

Buchvorstellung und Rezension

Erschienen 2015 bei Hölker Verlag , 240 Seiten. ISBN 978-3881179553.

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In Kürze:

Saisonale und ursprüngliche Produkte, Einflüsse aus aller Welt, oft vegan, nicht selten glutenfrei, gesund, ausgewogen und vollwertig – die einzigartige Küche von Krautkopf lässt sich nicht mit einem Wort erklären, denn sie ist vor allem eines: erfrischend anders. Mit ihrer einzigartigen Handschrift kreieren Yannic Schon und Susann Probst abwechslungsreiche Rezepte. Den preisgekrönten Blog der beiden legten schon die Brigitte und das ZEITMagazin ihren Lesern ans Herz. Nicht zuletzt aufgrund der poetischen Fotos und ihrer zeitlosen Ästhetik.

Das meint Kochbuch-Couch.de: „Welche Bereicherung für jede Kochbuch-Sammlung“

Kochbuch-Couch-Rezension von Torsten Ideus

Nicht nur ist Krautkopf wunderschön aufbereitet, es bietet auch viele zusätzliche Informationen. Schon in der Einleitung spürt man die Liebe zum Kochen. Mich beeindruckt die Intimität dieses Buches. Die beiden Autoren bieten tiefe Einblicke in ihr Leben und die vielen hervorragenden Fotos sorgen für Momente der Ruhe und Harmonie. Schon und Probst wirken sehr authentisch und sind gewiss mit ihrem ganzen Herzen dabei. Und so kommt Krautkopf nicht als irgendein vegetarisches, saisonales Kochbuch daher. Hier hat sich jemand aufgemacht, DAS Buch zu machen – so schön und einzigartig, dass es Seinesgleichen sucht. Auch dem Verlag gebührt eigentlich Dank dafür, dass man Susann Probst und Yannic Schon diese Freiheit gelassen hat. Das Ergebnis ist der beste Beweis und genau das, was man sich wünscht. „Bücher von der Stange“, die lediglich einem Trend folgen, sind ja tatsächlich eher langweilig und werden schnell wieder zur Seite gelegt oder verstauben in irgendwelchen Regalen im Keller.

Die Rezepte sind nach Jahreszeiten sortiert, speziell gekennzeichnet und unterteilt in: vegetarisch, vegan, lactosefrei und/oder glutenfrei. Die Autoren empfehlen einem immer wieder, die Rezepte gerne nach eigenem Geschmack abzuwandeln, was man durchaus als sehr positiv bewerten kann, da es einem viel Raum für eigene Kreativität bietet. Ich z.B. nutze Rezepte gerne als Quelle zur Inspiration und ändere hier und da etwas ab.

Die Zutaten sind exquisit und raffiniert gewählt, haben aber – so denke ich – leider für einige Köche vermutlich den Nachteil, das nicht jeder die Auswahlmöglichkeiten einer Berliner Großstadt nutzen kann und viele der verwendeten Zutaten in herkömmlichen Kaufhäusern nicht zu erstehen sind. Aber selbst dafür bieten sie eine adäquate Alternative: das Internet. Tatsächlich kann heutzutage ja fast alles dort bestellt werden. Toll fand ich die Aussage in der Einleitung, Essen solle nicht nur satt, sondern auch glücklich machen. Das vergessen wir im Alltag leider zu gerne. Alles sollte möglichst schnell gehen, so billig wie möglich sein, so viele Nährstoffe wie möglich haben und ja keine Chemie beinhalten. Die beiden Blogger zeigen uns in diesem Kochbuch dahingehend viele neue Wege. Wenn man nur will, kann man eine ausgewogene Ernährung für sich gestalten, die Spaß macht. Dazu bietet dieses Buch reichlich Gelegenheit. Ein gewisser Grad an Leidenschaft darf natürlich nicht fehlen und der Faktor Zeit spielt eine wesentliche Rolle.

Vor vielen Rezepten finden Sie in kursiver Schrift oft Kommentare, bei denen man meinen könnte, der Tag braucht mehr als 24 Stunden, um alle Ratschläge und Tips umsetzen zu können. Die Bilder in diesem Kochbuch sind so gewaltig und wunderschön, dass man es allein deswegen jemandem, der auch sehr kochbegeistert ist, dieses Buch gerne schenken mag, um die Begeisterung mit jemandem teilen zu können. Die Sinnlichkeit, die die beiden mit ihren Fotos einfangen, holt uns aus dem stressigen Alltag heraus und lässt uns treiben – auf der Suche nach den besten und gesündesten Zutaten. Mein persönliches Highlight der Rezeptsammlung ist mit Abstand das „Rote-Bete-Eis auf Schokoladenerde“. In diesem Eis trifft Rote Bete auf Vollmilch, Zimt und Zartbitterschokolade. Eine erstaunlich gute Kombination, die eine Geschmacks-Explosion auf die Zunge zaubert.  Ansonsten hier einige Rezepte, auf die Sie sich freuen dürfen:

  • Rotkohlbällchen auf Topinambur-Hummus
  • Lieblingserdbeerkuchen (mit Meersalz und Holunderblüte)
  • Frische Polenta mit gegrilltem Gemüsechili
  • Kokos -Beeren-Torte
  • Mandelgnocchi alla Romana
  • Gegrillte Pfirsiche mit Pistazienstreuseln

Interessant ist sicherlich auch ein Besuch auf dem Blog der beiden Autoren. Die Adresse findet man im Buch. Hier spürt man: da sind zwei authentisch und mit absolut viel Herzblut dabei. Sie haben sich aufgemacht, hier IHR Buch zu machen, so schön und einzigartig, dass es Seinesgleichen sucht. Auch dem Verlag gebührt Dank, dass man Susann Probst und Yannic Schon hier diese Freiheit gelassen hat. Das Ergebnis ist der beste Beweis und genau das, was man sich wünscht.

Fazit: Wenn ein Kraut dermaßen Aufmerksamkeit in einem Buch erfährt, darf es sich geehrt fühlen!

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