Typisch Ostseeküste von Scheffner, Ute

Buchvorstellung und Rezension

Erschienen 2011 bei Buchverlag für die Frau , 64 Seiten. ISBN 978-3897983274.

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In Kürze:

Die Urlaubsregion Ostseeküste hat nicht nur landschaftliche Schönheiten zu bieten, sie präsentiert sich auch mit Eigenem und Speziellem in ihrer Küche. Die Küchen der Inseln Rügen, Hiddensee, Poel, der Halbinseln Usedom und Fischland Darß Zingst sind stark Fisch geprägt, sehr bodenständig und ländlich wie die mecklenburgische Küche an sich. Zum speziellen Rezept bringt das Buch Geschichten rund um die servierten Gerichte, denn zu vielen traditionellen Speisen und Getränken von der Küste und den Inseln gibt es Wissenswertes, Erstaunliches und Kurioses zu erzählen von der Kliebensuppe über den Pflückhecht bis zu Tollatschen und Wasserkringel.

Das meint Kochbuch-Couch.de: „Regionale Eigenarten, mit Betonung auf eigen“

Kochbuch-Couch-Rezension von Silke Wronkowski

Die Ostseeküste, die deutsche. 1.712 km lang an Mecklenburg-Vorpommern entlang. Wow, ganz schön lang und doch haben alle 1.712 Kilometer eines gemeinsam, nämlich eine eigene Sprache und eine eigene Küche. Der geneigte Ostsee-Urlauber, oder diejenigen, die welche werden wollen, lernen im vorliegenden Büchlein von Frau Scheffler und dem ortsansässigen Tourismusverband („Nachtigall, ick hör’ dir ...“) regionstypische Eigenarten und Speisen kennen, und dass nicht alles Fisch sein muss, das dort serviert wird.

  • Suppen & Eintöpfe
  • Fischgerichte
  • Fleisch & Geflügel
  • Regionale Eigenheiten
  • Rezeptverzeichnis
Praktisch, klein, handlich, gut. Auf nur knapp 65 Seiten erfährt man allerlei Wissenswertes über ein Bundesland und seine Geschichte, wer die Kartoffel ins Land brachte, Märchen und Sagen zu einzelnen Orten, oder dass verwunderlicherweise der Mecklenburger gerne Hanfsuppe zu Heiligabend genießt. Tüften und Wruken, der Westfale staunt, und kriegt aber auch direkt die Erklärung dazu geliefert. Hilfreich, wenn man des plattdeutschen nicht mächtig ist.

Selbstverständlich, wie es sich für eine Küstenregion gehört, ist das Kapitel über Fisch mit den meisten Rezepten ausgestattet. Aber auch Fleisch und vor allem Suppen und Eintöpfe kommen hier nicht zu kurz. Wer hier allerdings Gourmet-Rezepte für Scholle, Dorsch und Co. erwartet, ist gänzlich auf dem falschen Dampfer. Die Küche der „einfachen“ Leute steht im Vordergrund – augenscheinlich derart einfach, dass gänzlich auf Zeitangaben für die Dauer der Zubereitung verzichtet wurde und die Anleitung meist gerade mal so lang wie die Zutatenliste ist. Überwiegend verzichtet wurde ebenfalls auf kochbuchtypische Fotografien der fertigen Gerichte. Wem will man’s verübeln? Unterscheidet sich eine Kartoffel- von einer Bier- oder Hanf-Suppe doch vermutlich nur in einer leichten Schattierung von beige, und auch ein dekorativer Petersilienbund auf dem Tellerrand kann vermutlich nicht davon ablenken, dass es aussieht, wie es aussieht und trotzdem vorzüglich schmeckt.

Für Liebhaber der Region sicherlich ein nettes Mitbringsel oder ein bisschen „Urlaub für zuhause“, auch wenn für meinen Geschmack die Kombination zwischen Geschichtlichem, Heiterem und Rezepten noch ausgewogener sein könnte – eventuell mit einem anderen Seitenaufbau (¼ geht für die Überschrift in einer Typo drauf, die man nur schwerlich lesen kann) und erheblich mehr Bildern.

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Kochbuch-Couch-Ausgabe Januar | 2012

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