Ran ans Eingemachte von Scheffler, Ute

Buchvorstellung und Rezension

Erschienen 2015 bei Buchverlag für die Frau , 88 Seiten. ISBN 978-3897984813.

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In Kürze:

Einkochen, Einmachen und Einlegen von Obst und Gemüse erleben ein ungeahntes Comeback. Zu Recht! Abwechslungsreiche Rezeptideen für süße und pikante Köstlichkeiten aus dem Glas sorgen für völlig neue Genüsse. Aber nicht nur das: Mit diesem Buch haben sie auch einen kompetenten Küchenhelfer, der Schritt für Schritt das Einwecken, Einkochen und Einlegen erklärt. So können effektiv und mit Erfolgsgarantie ein schmackhafter Wintervorrat, Marmeladen, Chutneys, eingelegtes Gemüse, Relishs, Pesto oder einfach ein Zutatenvorrat für schnelle Gerichte hergestellt werden, wobei der eigenen Phantasie keine Grenzen gesetzt sind. Und last but not least: Hübsch gestaltet und verpackt lassen sich die selbst kreierten und haltbar gemachten Genüsse auch noch wunderbar verschenken. Jetzt aber 'ran ans Eingemachte'!

Das meint Kochbuch-Couch.de: „Lieblinge im 21. Jahrhundert!“

Kochbuch-Couch-Rezension von Brigitte Ahlers

Auf 87 Seiten überzeugt Ute Scheffler ihre Leser davon, dass Millionen Großmütter sich nicht irren können! In ihrem Vorwort erläutert die Autorin, dass es ihr durchaus bewusst ist, dass es im modernen Zeitalter der Tiefkühltruhen eigentlich keinen Grund gibt, etwas einzukochen oder einzumachen. Andererseits gibt es aber immer noch viele Menschen, die einen eigenen Garten besitzen und es für den einen oder anderen keine bessere und einfachere Methode gibt, als die Früchte ihrer Arbeit auf diese Weise zu konservieren, um sie später geniessen zu können.

Ute Scheffler weist auf den ersten Seiten auf die Unterschiede zwischen sterilisieren, pasteurisieren und einlegen – bzw. einkochen hin. Marmeladen und Kompotte waren früher die Lieblinge in Omas Küche. Neu aufgepeppt mit raffinierteren Zutaten, finden sie auch heute wieder Anklang in unserer modernen Küche. Dem Rhabarberkompott z.B. wird einfach etwas Ingwer und eine Vanilleschote, sowie einige Erbeeren hinzugegeben und schon schmeckt er ganz anders und trotzdem raffiniert und lecker.

Auch immer wieder großen Anklang findet der obligatorische Rumtopf. Wer ihn noch nicht selbst gemacht hat, sollte es mit diesem Rezept einmal probieren. Es dauert seine Zeit, sicherlich. Aber wenn einmal alle Früchte des Jahres hinzugegeben worden sind und sich diese dann mit dem Rum und dem Zucker harmonisch verbunden haben, schmeckt er wirklich vorzüglich. Kaum ein Rumtopf, der auf diese Art und Weise hergestellt wurde, erlebte auch noch das nächste Jahr :-) Dafür ist er einfach zu lecker!

Ein ganz außergewöhnliches und daher seltenes Rezept hat Ute Scheffler auch mit den „Schwarzen Nüssen“ in ihrem Buch verewigt. Dazu muss man, noch bevor die Walnüsse reif sind, die grünen Früchte aufsammeln, die Einweg-Handschuhe dabei nicht vergessen anzuziehen, da im weiteren Verlauf der Verarbeitung diese Nüsse wirklich stark färben. Hier spricht die Rezensorin aus eigener Erfahrung …

Anschließend werden sie eingestochen und mit Wasser übergossen, welches täglich gewechselt werden muss. Im weiteren Verlauf erklärt die Autorin, was weiter mit den Nüssen passiert und wie sie gewürzt werden. Sollte man einfach mal probiert haben, diese aromatischen schwarzen Nüsse, die ihre Farbe erst im Laufe der Zeit von grün zu schwarz ändern.

In der Kathegorie „Alte Bekannte neu entdeckt“ variiert Scheffler geschmackvoll Obst- und Gemüsesorten aus dem Garten mit feinen Gewürzen und außergewöhnlichen Kombinationen. Auch die Monate in denen man die Früchte bzw. das Gemüse besonders gut auf dem Markt oder im Supermarkt bekommt, weil gerade Saisaon dafür ist, wird über den Rezepten vermerkt. Von Mai bis August tummeln sich dort Vitaminreiches auf ca. 22 Seiten.

Von der Himbeer-Verbene-Konfitüre, über Aprikosen mit Zitronengras, den süßsauren Radieschen, der Peperonata-Paste, der Tomatenkonfitüre, dem feurigen Knoblauch bis zur Blutorangenkonfitüre mit grünem Pfeffer ist so ziemlich alles vertreten, was einem den Mund wässrig macht und unbedingt probiert werden will!Von April bis Juni findet als erstes der Bärlauch seinen Platz. Bärlauchgelee ist vielleicht nicht jedermanns Geschmack, passt jedoch sehr gut zu Käse, als auch zu Fleisch, wie z:B. Geflügel. Die eingelegten Bärlauchkapern hingegen geniesst man am besten in verschiedenen Salaten.

Falls Sie immer schon mal Ihren eigenen, fruchtigen Senf herstellen wollten, versuchen Sie es doch einmal mit Erdbeersenf, der ausser den Erdbeeren und dem Snfsamen noch Rohrzucker und verschiedene Essigsorten enthält. Nicht zuletzt den dunklen, aromatischen Balsamico-Essig. Oder soll es zum grillen lieber ein Chuntney sein? Das Kirsch-Chutney wird hier besonders zu Ziegenkäse oder Blauschimmelkäse empfohlen. Das Holunderblütengelee ist in Zeiten von „Hugo“ voll im Trend und schmeckt einfach köstlich. Ich habe es schon oft gemacht und es immer wieder mal als kleines Mitbringsel verschenkt. Das Gelee fand immer großen Anklang, so dass ich mich jetzt schon wieder sehr auf die Blütezeit freue.

Liebstöckel kennen Sie alle auch unter dem Namen Maggikraut. Was kann man damit schon groß machen, außer es in eine Suppe zu geben, mag sich manch einer denken. Daraus läßt sich als Paste hergestellt ein tolles Salz herstellen, welches viel aromatischer schmeckt, als das trockene Gewürz aus der Dose. Ausserdem hält es sich in einem Glas mit Deckel weit über ein Jahr. Genauso verhält es sich mit dem Balsamico-Salz. Probieren Sie das mal auf einem Tomaten-Mozarella Salat, meint die Autorin dazu. Einen echten Armoakick geben sie Geflügel, Salaten und vielen anderen Gerichten mit dem selbstgemachten Himbeer-Salz! Dazu brauchen Sie nur ein paar frische Himbeeren und Meersalz.

Am Ende des Buches hat Ute Scheffler noch einen Saisonkalender angelegt, damit man eine vollkommene Übersicht über die verschiedenen Früchte-, und Gemüsesorten hat. Praktisch.

Fazit: Knackig frisch ins Glas und dann ran ans Eingemachte!

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Kochbuch-Couch-Ausgabe März | 2016

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