Sushi: klassische und neue Ideen - ganz einfach selbst gemacht von Kimiko Barber, Hiroki Takemura

Buchvorstellung und Rezension

Erschienen 2017 bei Dorling Kindersley Deutschland GmbH , 256 Seiten. ISBN 978-3831032839.

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Kochbuch-Couch-Rezension von André Schmechta

Ich liebe Sushi, muss aber gestehen, dass ich meine Fingerfertigkeiten stets nur mit den einfachen „Maki“- und „Nigiri“-Varianten ausprobiert habe. Daher lasse ich mich häufig lieber mit Sushi aus Profihand verwöhnen.

„Sushi selbst machen ist ganz einfach“ heisst es nun auf der Rückseite des über 250 Seiten fassenden Kochbuches aus dem DK-Verlag. Das klingt natürlich verlockend, schauen wir mal …

Ob Sushi-Liebhaber oder nicht, es ist ein großes Vergnügen durch die Seiten zu blättern und die faszinierende, kulinarische Vielfalt von Sushi zu entdecken. Denn wer denkt, Sushi meint immer nur in getrockneten Seetang (nori) gewickelte Reisröllchen, der wird hier schnell eines Besseren belehrt. Denn neben den klassischen gerollten Sushi, California Roll & Co. finden wir viele kreative Varianten und Neuinterpretationen.

Auch wenn „Sushi Burritos“ ebenfalls Niro-Blätter verwenden, so besticht die Form durch großzügige Füllungen, die zum Experimentieren einladen.

Die Rezepte mit „Sushi Schalen“ kommen hingegen gänzlich ohne Seetang aus. Hier wird kein Reis geformt, sondern alle Zutaten in einer Schale angerichtet. Das kann sich wirklich sehen lassen und dürfte auch Sushi-Skeptiker an den Tisch locken – mit Rezepten wie „Sushi mit Pilzen und Ei“ oder „Sushi aus kurzgebratenem Rinderfilet und roten Zwiebeln“. Noch raffinierter wird es, wenn die Schale ein Chicorée oder Salatblatt ist, wie bei „Sushi-Canapés mit Granatapfel und Garnelen“.

Bei „gefülltem Sushi“ wird eine gegarte Hülle wie z.B. Omelett oder Tofu verwendet. Bei „Sushi mit gefülltem Kalamar“ dient der Körper des Kalamar als Hülle und die gegarten Fangarme als Füllung.

„Gepresstes Sushi“ ist unter den heute gebräuchlichsten Sushi-Arten die älteste.  Fisch und Reis wurden in eine Holzform gelegt und gepresst. So wurde der Reis fermentiert und der Fisch konserviert. Im Buch finden wir leckere Varianten, die auch durch ihr Aussehen begeistern, wie z.B. „Gepresstes Suhi mit Jakobsmuschel-Tatar“ oder „Sushi mit Spargel und roter Paprika“.

Eine Hauptzutat für Sushi – neben Reis – ist natürlich Fisch. Und so ist zunächst wenig verwunderlich, dass sich hierzu auch ein eigenes Kapitel im Buch findet. Aber die mehr als 70 Seiten von „Fisch, Meeresfrüchten und Rogen“ sind neben dem Umfang überaus ansprechend zusammengestellt: Zum einem werden einzelne Fischarten, ihre besonderen Eigenheiten sowie die zur Verwendung kommenden Teile von Fisch, Krebs oder Muschel erläutert.

Zum anderen wird aber auch die Verfügbarkeit thematisiert. Nicht nur weil auch weniger geläufige  Fischarten wie beispielsweise Bonito und Petersfisch Verwendung finden, wird immer wieder auf das Thema Nachhaltigkeit hingewiesen und erläutert, worauf man bei Kauf und Auswahl achten sollte. Schließlich wird in detaillierten, bebilderten Schritt-für-Schritt-Anleitungen die Zubereitung erklärt – vom ganzen Meeresbewohner bis zum Filet oder den entsprechenden Teilen für die Sushi-Zubereitung.

Bevor es an die Rezepte und die eigentliche Zubereitung von Sushi geht, gibt es informative einleitende Kapitel, die neben Grundwissen über die Herkunft von Sushi auch wichtige Küchenutensilien und generelle Zutaten, sowie ihre Verwendung vorstellen. 

Fazit:

„Sushi“ ist ein informatives, kompaktes und praxistaugliches Kochbuch, das eigentlich keine Wünsche offen lässt und sich für jede Gelegenheit, verschiedene Vorlieben und jede „Erfahrungsstufe“ eignet .Die Auswahl der Rezepte ist vielfältig und inspirierend und zeigt vor allem Sushi-Neulingen eine neue, kreative Seite der Sushi-Zubereitung. Bis man die kleinen Kunstwerke beherrscht – vor allem, wenn mancher kompletter Meeresbewohner vorbereitet werden muss – sind natürlich Übung und Geduld gefragt.

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