Käts Studentenküche von Katerina Dimitriadis

Buchvorstellung und Rezension

Erschienen 2012 bei Dorling Kindersley Verlag , 192 Seiten. ISBN 978-3831021925.

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In Kürze:

Mit Einkaufsliste fürs Smartphone!
Nie wieder Mensa! Bewährte WG-Klassiker, aber auch verlockende neue Ideen machen Lust, selbst zum Kochlöffel zu greifen und Freunde oder Mitbewohner zu verwöhnen. Jedes der über 130 Rezepte ist für Anfänger geeignet, schnell umsetzbar und auf das studentische Budget zugeschnitten. Mit wenigen im Supermarkt erhältlichen Zutaten, minimalem Aufwand und einem kleinen Kochequipment, stehen schnell leckere Rezepte auf dem Tisch.
Praktisch im Gebrauch: Piktogramme verschaffen einen schnellen Überblick über Preiskategorie, Zubereitungszeit und Schwierigkeitsgrad der Rezepte. Der Clou: Ein QR-Code liefert die Einkaufsliste für jedes Rezept blitzschnell auf das Smartphone.
Von Mamas Klassikern bis zu internationalen Rezepten. Für das Langschläfer-Frühstück oder den kleinen Hunger zwischendurch. Dazu jede Menge tolle Ideen für Prüfungs-Powerfood, Partyküche, Sattmacher für Schlemmer und süße Seelentröster gegen Liebeskummer und Regenwetterblues. Außerdem verrät die Autorin, wie man Rezepte WG-tauglich macht, was in die Lunchbox passt und wie man beim Dinner for two richtig Eindruck schindet!

Das meint Kochbuch-Couch.de: „Doktorarbeit schon zum Erstsemester – zumindest für’s Kochen.“

Kochbuch-Couch-Rezension von Kathrin Plett

Nach dem Abi und dem Wegzug von Mutters Herd stehen viele Studenten und natürlich auch alle anderen, die das erste Mal in den eigenen vier Wänden leben, vor der großen Aufgabe: Wie bekomme ich Uni, Ausbildung, Job, …und vor allem Küche unter einen Hut ohne täglich auf Fertigkost, Fast Food und den Schnellimbiss um die Ecke zurückgreifen zu müssen. Da dies auf Dauer weder gesund, noch abwechslungsreich und vor allem auch noch relativ teuer ist, ist gesunde, schnelle und günstige Küche gefragt. Nur wie? Auf diese Frage gibt Katerina Dimitriadis mit ihrem Kochbuch Käts Studentenküche – Kochen und Backen für alle Kochsemester eine Antwort.

Katerina Dimitriadis, selbst Studentin der Fächer Buch- und Politikwissenschaften, entwickelte die Idee zu ihrem Kochbuch aus ihrer Arbeit für die Kolumne „Käts Studentenküche“ einer Nürnberger Zeitung, für die sie sich regelmäßig neue Rezepte überlegte, diese kochte und ihre Ergebnisse mit Fotos festhielt. Wissen, wie ein gutes Gericht gelingt, hat sie: Als sie die elfte Klasse besuchte, bekam ihre Familie die Chance ein „heruntergewirtschaftetes Restaurant“ zu übernehmen und sagte zu. Auf diese Weise begann sie sich mit dem professionellen Kochen, verschiedenen Zubereitungs- und Garmethoden auseinander zu setzen. Zwar gelang nicht alles direkt, doch mit der Zeit lernte sie immer mehr und hatte Spaß daran, neues auszuprobieren und selbst raffinierte Rezepte zu kreieren. Für ihr erstes Kochbuch hat sie sich speziell mit den Bedürfnissen von Studenten auseinandergesetzt, sich bei Kommilitonen umgehört, welche Vorlieben es bei den männlichen oder weiblichen Studenten gibt, welche Schwierigkeiten beim Kochen immer wieder auftreten und welche Zutaten eher beliebt oder unbeliebt sind.

Aufgebaut ist das Kochbuch in sechs Kapitel, die sich thematisch voneinander unterscheiden. Den Anfang macht das

  • Frühstück, gefolgt von
  • Kleiner Hunger
  • Brain Food
  • Großer Hunger
  • Süße Sachen und schließlich
  • Party-Food

Unter jedem Rezept ist der Schwierigkeitsgrad angegeben, „1“ steht dabei für „Für blutige Anfänger geeignet“, „2“ für „Wenn man schon ein bisschen kochen kann“ und „3“ für „Etwas aufwendigere Rezepte, die mehr Erfahrung und Geduld erfordern“. Daneben findet sich eine Übersicht über die zu erwartenden Kosten, die in Kategorien von unter 2,50 € bis 5,00 € pro Person aufgeteilt sind. Zu guter Letzt folgt noch die Angabe zur Zubereitungszeit.

Nun zu dem Eigentlichen, den Rezepten: Jedes Gericht wird großzügig auf mindestens einer, bei etwas aufwändigeren Kreationen auch schon mal auf einer Doppelseite präsentiert. Neben den üblichen Angaben wie Titel, Zutaten und einer Anleitung gehört zu jedem Rezept auch ein Bild, so dass sich auch unerfahrene Köche, die vielleicht keine Vorstellung davon haben, was aus ihren einzelnen Zutaten später einmal werden soll, ein Bild von ihrem angestrebten Ergebnis machen können. Die Anleitungen sind dabei detailliert und ausführlich, gleichzeitig aber überschaubar und kurz gehalten und kommen meistens mit vier bis fünf Schritten aus. Bei vielen Rezepten, die über die üblichen Küchenutensilien wie Pfanne, Messer oder Topf noch spezielleres Werkzeug wie etwa Mixer, Reibe oder Backform benötigen, werden diese gut sichtbar durch eine Zeichnung unter dem Rezept angezeigt, so dass nicht erst während des Prozesses festgestellt werden muss, dass das Rezept zwar super, aber leider unter den gegebenen Voraussetzungen nicht machbar ist.

Viele Tipps am Rande helfen, die Gerichte noch weiter zu verfeinern, später aufzubewahren oder fehlendes Werkzeug zu ersetzen und bringen gleichzeitig neue Ideen. Am Ende des Buches folgen mehrere Seiten, die weitere Ratschläge geben, wie beispielsweise „Clever einkaufen“ geht (mit Einkaufsliste, niemals hungrig, saisonales Obst- und Gemüse kaufen), welche Küchenausstattung empfehlenswert ist unterteilt in Basics und „schlaue Extras“, wie die richtigen Vorräte auszusehen haben und wie der Kühlschrank genutzt werden sollte. Am Schluss folgen noch einige Tipps und Tricks zu Koch-Basics und Backen. Im Umschlag des Buches findet sich dann noch ein Saisonkalender, der zeigt, wann welches Obst und Gemüse frisch verfügbar, kaum verfügbar oder nur als Importware erhältlich ist.

Der praktische Test: Nicht ganz ohne Küchenvorkenntnisse, aber dennoch eher im Anfängerbereich einzuordnen, haben wir uns schließlich daran gemacht, die Rezepte im Alltag zu testen. Ob beim Ratatouille, dem Spinatreis, den Nussspätzle oder auch bei süßen Speisen wie dem Heidelbeer-Tiramisu oder dem Kaiserschmarren: Bei der Umsetzung sind wir auch bei Gerichten, an die wir uns zuvor nicht getraut haben, auf keine größeren Probleme gestoßen. Garzeit, Budget und Anleitung waren passend und stimmten ziemlich genau mit unseren eigenen Erfahrungen überein.
Auch Vegetariern bietet das Buch eine breite Auswahl, ein Großteil der Rezepte kommt ohne Fleisch aus.

Alles in allem ist Käts Studentenküche ein gelungenes, farbenfrohes und abwechslungsreiches Kochbuch, welches seinem Anspruch, ein Kochbuch für Studenten mit geringem Budget, wenig Zeit und noch nicht allzu viel Erfahrungen in der Küche vollkommen gerecht wird. Übersichtliche Anleitungen lassen keine Fragen aufkommen. Zudem machen die vielen kleinen Anekdoten von „Kät“ Lust, die Rezepte auszuprobieren und ermutigen, sich bisher eher unbekannten Kochgebieten zu nähern!

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