Einfach vegetarisch von Elliot, Rose

Buchvorstellung und Rezension

Erschienen 2008 bei Umschau Buchverlag , 192 Seiten. ISBN 978-3865286369.

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In Kürze:

100 Rezepte, die einfach sind und einfach Spaß machen. Die Zutaten sind leicht erhältlich und die Rezepte eignen sich auch für all jene, die glauben nicht kochen zu können. Sie müssen sich nur trauen. Ob Sie Gerichte für jeden Tag suchen, etwas Luxuriöses für eine Dinnerparty brauchen oder die Aromen ferner Welten in Ihre Küche holen möchten: In einfach vegetarisch gibt es Rezepte für jede Gelegenheit – und sogar eingefleischte Nicht-Vegetarier werden nichts vermissen.

Einfach vegetarisch – einfach spitze!

Kochbuch-Couch-Rezension von Eva Lindemer

Dass Rose Elliot eine Köchin aus Leidenschaft ist, wird schon im Vorwort des 2008 im Umschau-Verlag erschienenen Kochbuches deutlich. Schwärmerisch berichtet die Autorin hier nicht nur von der eigenen Liebe zum Kochen und zu vegetarischer Küche; deutlich dargelegt wird auch ihre Motivation für die vorliegende Rezeptsammlung. Sich von anderen klassischen Kochbüchern für Vegetarier zu unterscheiden und ein passgenau auf die Leserbedürfnisse zugeschnittenes Kompendium fisch- und fleischloser Rezepte zu präsentieren, ist das ehrgeizige Ziel der passionierten Köchin.

Infolge vieler Gespräche mit Freunden der vegetarischen Küche, so Rose Elliot, sei deutlich geworden, was Vegetarier wirklich von einem Kochbuch erwarten: Nicht nur Rezeptvorschläge für große Dinnerpartys und die verschiedensten Feste, sondern auch Tipps für das Essen unter freiem Himmel, Kochen unter Zeitdruck oder eine figurbewusste Ernährung, seien häufig genannt worden.

Rose Elliot hat mit Einfach vegetarisch eine Sammlung von Rezepten zusammengestellt, die die Wünsche der Zielgruppe konsequent berücksichtigt und mit der eigenen Experimentierfreude verbindet. Dabei ist das Buch in folgende Unterkapitel gliedert:

  • Dinnerpartys
  • Klassiker im neuen Gewand
  • Keine Zeit zum Kochen
  • Schlank fürs Leben
  • Essen rund um die Welt
  • Im Freien
  • Feste feiern
  • Hinweise zu den Zutaten

Im Kapitel Dinnerpartys werden einfach und (im Voraus) bequem zuzubereitende Vor-, Nach- und  - wenig aufwändige – Hauptspeisen präsentiert, die einen reibungslosen Ablauf toller Partys garantieren und dem Koch bzw. der Köchin trotz Gastgeberrolle viel Zeit für die eingeladenen Gäste lassen. Neben einer kalten Rote-Bete-Suppe, Ziegenkäse-Preiselbeer-Päckchen , Süßkartoffel-Wildreis-Puffern mit Limettensalsa oder Erbsen-Minze-Timbale mit jungem Gemüse und Parmesanchips etwa wird auch ein leckerer Mandel-Zitronenkuchen mit marokkanischem Orangensalat als Nachspeise vorgeschlagen.

Doch nicht nur Tipps für schicke Dinnerpartys hält Einfach vegetarisch bereit. Auch tolle Vorschläge für die verschiedensten Anlässe und Jahreszeiten (Feste feiern) oder Rezeptideen für Outdoor-Essen gibt Rose Elliot dem Leser mit an die Hand. So finden sich im Kapitel Im Freien unkomplizierte aber aromatische und reichliche Speisen, die sich sowohl für Grillpartys, ein idyllisches Picknick oder auch einen Brunch unter freiem Himmel bestens eignen: Wer würde nicht gern zulangen bei gegrillten Frühkartoffeln mit Champignons auf Rosmarinzweigen, Käsemuffins mit getrockneten Tomaten oder einem Camembert-Baguette mit Schalotten, Thymian und roten Johannisbeeren?

Während bereits die Namen der Speisen in den bereits genannten Abschnitten auf die Liebe der Autorin zu ausgefallenen Speisen verweisen, so spricht das Kapitel Klassiker im neuen Gewand eine noch deutlichere Sprache. Rezepte wie Ceasar Salat mit violettem Brokkoli und gerösteten Mandeln oder Pilzgulasch auf thailändische Art zeugen ebenso von der Kreativität der Autorin wie der Vorschlag, Nori Sushi anstatt mit Reis einmal mit geraspelten weißen Rüben zuzubereiten.

Dass aber nicht immer die Zeit bleibt, stundenlang in der Küche zu stehen und ausgefallene Menüs zu zaubern, findet Berücksichtigung im Kapitel Keine Zeit zum Kochen, wo zwar recht schnelle aber nicht minder leckere Gerichte vorgestellt werden. Neben Bananencurry mit Cashewreis oder Spaghetti mit Oliven-Tomaten-Sauce etwa wird für den stressigen Alltag eine fixe Mango-Kardamom-Pistazien-Creme empfohlen.

Dass selbst diese recht flott zuzubereitenden Speisen nicht mit Fertigpizza oder Tütensuppe mithalten können und extreme Hektiker, die am liebsten abends nach Dienstschluss die Küche gar nicht mehr betreten wollen, sicher nicht zufrieden stellt, dürfte klar sein. Eine solche Haltung entspricht aber auch sicher nicht der Vorstellung von der Zielgruppe, die die Autorin im Blick hat.

Während nun in der Rubrik Schlank fürs Leben zahlreiche leichte Gerichte vorgestellt werden, die das Abnehmen oder Halten von Gewicht ermöglichen, wird der Leser in Essen rund um die Welt mit einer eine Fülle fremdländischer Speisen bekannt gemacht. Von indischen, thailändischen, indonesischen oder japanischen Rezepten bis hin zu Rezepten aus dem nahen Osten ist hier sicherlich für jeden Geschmack etwas dabei: Bereits exotisch klingende Namen wie etwa vegetarisches Pad Thai, Süßkartoffel-Kokos-Dal mit Koriander, Tandoori Paneer, vietnamesische Frühlingsrollen oder Kokos-Honig-Eis mit Bananen-Sesam-Frittern entführen den aufgeschlossenen Leser auf eine kulinarische Reise in die verschiedensten Kulturkreise.

Wer nun hinsichtlich der Ingredienzien für die teils recht exotischen Gerichte nicht gänzlich vertraut ist und bei Ketjap Manis, Kudzu oder Tamarinde nur noch Bahnhof versteht, dem hilft ein einseitiges Register mit dienlichen Hinweisen zu den Zutaten am Ende des Buches weiter.

Rose Elliots Kochbuch, so dürfte bereits klar geworden sein, ist ein echtes Highlight für alle experimentierfreudigen Vegetarier, die ungewöhnlichen Rezeptkreationen aufgeschlossen gegenüberstehen und neue Geschmackserlebnisse suchen. Doch nicht nur Vegetarier kommen hier auf ihre Kosten – auch zahlreiche – eigens gekennzeichnete – vegane Speisen sind in dem hübsch aufgemachten und liebevoll bebilderten Kochbuch zu finden, das mit seinen ausgefallenen und kreativen Rezepten die Liebe der Autorin zu ihrem Metier deutlich widerspiegelt.

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Thomas Arends zu »Elliot, Rose: Einfach vegetarisch« 19.10.2010
Wo bekomme ich denn Kudzu als Lebensmittel.
Was für Produkte gibt es denn da?


Wer nun hinsichtlich der Ingredienzien für die teils recht exotischen Gerichte nicht gänzlich vertraut ist und bei Ketjap Manis, Kudzu oder Tamarinde nur noch Bahnhof versteht, dem hilft ein einseitiges Register mit dienlichen Hinweisen zu den Zutaten am Ende des Buches weiter.
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