Liebe Leserinnen und Leser,
Der Winter neigt sich seinem Ende zu, in einigen Regionen Deutschlands kann man bereits die Vorboten des Karnevals erkennen, und der Beginn des Frühlings rückt in greifbare Nähe. So haben wir in der aktuellen Ausgabe eine Mischung zusammengestellt, die zum Teil noch gut in den Winter passt, zum Teil aber auch schon auf die nächste Jahreszeit einstimmt.
Ein Grundkochbuch – ein Titel aus der neuen Kochbuch-Reihe des Kosmos-Verlags – haben wir zum „Kochbuch des Monats“ gemacht. In der Mischung aus einer didaktisch guten Konzeption, ansprechender Darstellung und soliden Herstellung stellt es eine ausgezeichnete Ergänzung des Angebots an Kompendien für Einsteiger dar. Brigitte Teigeler jedenfalls haben sowohl Konzeption als auch Umsetzung außerordentlich gut gefallen.
Qualitativ und konzeptionell auf gleichem Niveau befindet sich die Expressküche von Heather Whinney. Dieses aus dem Englischen übersetzte Buch mit mehr als 700 Rezepten für eilige Köche hätte ebenfalls den Titel „Kochbuch des Monats“ verdient – leider können wir ihn nur einmal vergeben.
Gerade richtig kommt im Februar der Titel „Muffins & Cupcakes: Neue Ideen für kleine Kuchen & Törtchen“. Eva Lindemer hat eine Menge über Cupcakes, die eleganten Cousinen des Muffins, gelernt. Nicht nur geschmacklich und bei der Zubereitung, auch bei der Präsentation und Dekoration unterscheiden sich die beiden auf den ersten Blick verwandten Produkte erheblich.
Der frühlingshafteste Titel dürfte „Blüten für die Küche: Warenkunde & Genussrezepte“ sein, der von Chris Langmandel besprochen wird. Wem es gelingt, die erforderlichen Zutaten zu beschaffen, kann in der eigenen Küche ganz neue Akzente setzen und bislang unbekannte Geschmacksnuancen entdecken.
Ein zweiter Titel aus der Kosmos-Buchreihe trägt den viel versprechenden Titel „Kartoffeln: Schätze vom Feld“. Die unterschätzte Knolle wird in diesem Buch aus dem Schatten geholt und kommt die ihr zustehende eigentlich zustehende Aufmerksamkeit. Ein Buch mit Potenzial zum Klassiker und thematischer Aktualität für das ganze Jahr, meint Hermann Cölfen.
Eine umfassende Warenkunde inklusive einiger Rezepte zur Tomate: einer Gemüsefrucht, die sich aus vielerlei Gründen immer weiter wachsender Beliebtheit erfreut. Chris Langmandel war beeindruckt (und zuweilen auch ein wenig erschlagen) von der Fülle an Informationen, die in diesem Buch versammelt sind.
Enttäuscht hat leider der Titel „Gabelzart: Fleisch «Sanft-Garen« macht’s möglich“. Hier zeigt sich, dass ein Buch ohne solide verlegerische Betreuung scheitern kann und dass man mit einer vernünftigen Methode nicht unweigerlich auch qualitativ hochwertige Gerichte produzieren muss. Die Vorliebe des Autors für die Fertigprodukte der Nahrungsmittelindustrie ist so enttäuschend wie die marschmusikartige Wiederholung der immer gleichen These. Diesen Titel können wir leider nicht empfehlen.
In der kommenden Ausgabe im April werden wir bereits die ersten Bücher der Frühjahrs-Saison besprechen. Wir erwarten die neuen Titel in diesen Tagen und suchen dann für Sie die interessantesten und empfehlenswertesten Titel aus.
Es grüßt Sie im Namen der ganzen Redaktion
Hermann Cölfen
